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Ein Interview mit Daniel Bogner-Haslbeck

Daniel Bogner-Haslbeck / SEMPACT AG

2024 haben wir uns das zweite Mal bilanzieren lassen. Die GWÖ-Bilanz dient uns als internes Transformations-Instrument, welches unseren Reflexionsprozess fördert. Es zeigt uns, wo Möglichkeiten und Chancen für SEMPACT liegen, um unsere Nachhaltigkeit weiter zu stärken. Gleichzeitig zeigt das Tool, wo wir bereits gut sind, und ermöglicht eine Vergleichbarkeit mit anderen GWÖ-bilanzierten Unternehmen.

Marina und Daniel von SEMPACT möchten Unternehmen überzeugen, den Weg der Nachhaltigkeit zu gehen.

Wir möchten andere Unternehmen überzeugen, ebenfalls den Weg der Nachhaltigkeit einzuschlagen, denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen.

Zur Bilanzierung haben wir einen ausführlichen Bericht erstellt, unser Handeln fürs Gemeinwohl mit Punkten bewerten und im Anschluss durch einen externen Auditor auditieren lassen. Wir haben uns dieses Jahr um ca. 100 Punkte im Vergleich zu vor zwei Jahren verbessert. Ein absoluter Erfolg, den wir vor allem unserem Mitarbeiter Daniel Bogner-Haslbeck verdanken. Er initiiert und leitet das Projekt bei SEMPACT. Wie genau erzählt er in einem Interview.

Wie lange kennst du GWÖ bereits und wie
lange beschäftigst du dich mit dem Thema bei SEMPACT?

Ich habe die GWÖ Ende 2019 durch einen Vortrag in einer Buchhandlung kennengelernt. Dort wurde die Gemeinwohl-Ökonomie als eines von vielen alternativen Nachhaltigkeitskonzepten vorgestellt. Die Auseinandersetzung im Anschluss hat meine Sichtweise erweitert.

Bisher lag mein persönlicher Fokus auf dem ökologischen Aspekt von Nachhaltigkeit – durch die GWÖ habe ich auch den Blick auf das Miteinander bekommen. Die Aspekte Menschenwürde, Solidarität und Mitbestimmung nehmen einen hohen Stellenwert ein und bilden bei der GWÖ die Basis dafür, dass Unternehmen auf Ihre Umwelt achten können und trotzdem wirtschaftlich erfolgreich sind.

Ein halbes Jahr nach meinem ersten Kontakt mit dem Thema GWÖ habe ich bei SEMPACT zu arbeiten begonnen. Meine Aufgabe neben meiner Beratertätigkeit als Energieeffizienzcoach für den deutschen Mittelstand war die Einführung des Gemeinwohlgedankens bei SEMPACT – ein perfekter Match für mich, der mir bis heute viel Freude bereitet.

Bitte beschreibe zum Einstieg welche Rolle du
bei der GWÖ-Bilanzierung von SEMPACT hast.

Meine Rolle bei SEMPACT war es, die GWÖ einzuführen und zum Leben zu erwecken – dass sie Teil unseres täglichen Handelns und Entscheidungsgrundlage wird.

Die GWÖ hat einen universellen Charakter, da sie für möglichst viele Branchen und Unternehmensgrößen einen Rahmen zur Entwicklung hin zu Nachhaltigkeit bieten möchte. Diesen Rahmen kann jedes Unternehmen für sich anpassen. Meine Aufgabe war die Fokussierung und der Blick auf das für uns Wesentliche.

Thomas Schedl, Vorstand der SEMPACT AG
Seit 2015 beschäftigt sich Thomas Schedl (Vorstand der SEMPACT AG) mit der Gemeinwohl-Ökonomie.

Welchen Bezug hast du persönlich zu dem Thema?

Über die Regionalgruppen der GWÖ habe ich Menschen kennengelernt, die mich persönlich zum Wandel bewegt haben. Ich lebe inzwischen vegan, habe mich mit meinen Bankkonten auseinandergesetzt und mein Geld nachhaltig angelegt.

Es gibt aus meiner Sicht viele hervorragend arbeitende NGOs und Vereine – aber mit ihrem ganzheitlichen Blick auf Nachhaltigkeit in der Wirtschaft hat die GWÖ ein Alleinstellungsmerkmal. Das empfinde ich als essenziell, denn es gibt für mich in diesem Kontext keinen treffenderen Satz als den von Dr. med. Eckart von Hirschhausen:

„ […] es ist schwer, ehrenamtlich die Welt zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören.“

Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere Wirtschaft am Wohl der Menschheit ausrichten können. Deshalb ist die GWÖ-Bewegung für mich eine soziale Innovation, die ich als konkret und anwendbar empfinde. Sie ist auf unternehmerischer und privater Ebene in den Alltag integrierbar.

Was macht aus deiner Sicht eine
erfolgreiche GWÖ-Bilanzierung aus?

GWÖ Bilanz

Erfolgreich ist eine GWÖ-Bilanzierung für mich dann, wenn der Prozess im Unternehmen zu Veränderung führt. Wenn der Prozess die Mitarbeitenden motiviert, Themen im Unternehmen anzugehen und zu verbessern. Wichtig ist dabei für mich, dass Nutzen und Aufwand in einem gesunden Verhältnis stehen. Deshalb ist auch die Auseinandersetzung mit der Wesentlichkeit entscheidend für den Erfolg der GWÖ-Einführung.

Was ich auch gut finde, ist, dass der Bilanzierungsprozess interne Konfliktthemen zu Tage bringt. Bei uns war das zum Beispiel das Thema Arbeitszeitmodelle – Was ist Teilzeit, was ist Vollzeit? Ist die 30 Stundenwoche als Berater für SEMPACT tragbar?

Zudem finde ich, dass die GWÖ nur dann erfolgreich im Unternehmen implementiert werden kann, wenn viele Mitarbeitenden in den Prozess involviert sind. Die GWÖ sollte also nicht in einem spezifischen Fachbereich laufen, sondern als Organisationsentwicklung gelebt werden.

Ich möchte auch noch erwähnen, dass der Fokus nicht auf der Bilanzierung liegen sollte. Diese findet nämlich nur alle 2 Jahre statt. Richtigen Mehrwert bringt die GWÖ als Managementtool dann, wenn das Wirtschaften des Unternehmens an den Prinzipien der GWÖ ausgerichtet wird.

Welche Aspekte davon erfüllen wir bei
SEMPACT bereits?

Wir sind noch im Übergang, wir sind ein kleines Unternehmen. Viele der Werte haben sich eingeschlichen oder sind schon recht konkret hinterlegt worden. Zum Beispiel bei Entscheidungen zu Versicherungen oder der Auswahl von neuen Lieferanten.

Wo siehst du noch Verbesserungspotenzial
bei SEMPACT?

Uns fehlen noch Entscheidungsgrundlagen oder -vorlagen, damit alle Mitarbeitenden von SEMPACT Entscheidungen auf gleichen Grundlagen treffen können. Auch sollten wir unsere eigenen SEMPACT-Werte mit der GWÖ-Matrix noch in Einklang bringen. Wo sind Überschneidungen? Abgrenzungen? Ergänzungen? Wir vermuten, dass an manchen Stellen nur andere Worte stehen, aber der gleiche Inhalt gemeint ist.

Ein weiteres Verbesserungspotenzial sehe ich im konstanten Hinterfragen unserer Verantwortung als Unternehmen. Wie können wir unsere Werte am Markt und gegenüber den Mitarbeitenden durchsetzen, ohne übergriffig zu werden? Eine unserer Fragen ist immer wieder die Ernährung während der Arbeitszeit, bei Geschäftsreisen und bei von uns organisierten Veranstaltungen. Da wir als einen unserer Unternehmenswerte “Bewusstheit“ haben stelle ich mir immer wieder die Fragen: „Wie steht das im Zusammenhang mit unserer Ernährung? Wie weit können und wollen wir als SEMPACT noch mehr Bewusstheit für ressourcenschonende Ernährungsweisen schaffen?“ Diese Themen müssen wir noch mit dem gesamten Team diskutieren und in Einklang bringen.

Hintergrundwissen Gemeinwohlökonomie

Wo siehst du bisher die größten Auswirkungen durch die Einführung der GWÖ bei SEMPACT?

Die größte Auswirkung auf das Gemeinwohl sehe ich bei SEMPACT bei den Reisetätigkeiten. Als Beratungsunternehmen sind wir viel unterwegs und bisher war das fast ausschließlich mit dem Auto. Seit der ersten GWÖ-Bilanzierung und unserer damit einhergehenden CO2-Bilanz sind viele Berater und Beraterinnen auf die Bahn umgestiegen. Zumindest überlegen wir inzwischen vor jeder Reise, was die sinnvollere Alternative ist: Auto oder Bahn?

Auch insgesamt haben wir unser Mobilitätskonzept überdacht: Statt jedem Berater oder jeder Beraterin ein Geschäftswagen zur Verfügung zu stellen, gibt es inzwischen ein elektrisches Pool-Fahrzeug und Bahncards. Wir nehmen das Auto als eine Möglichkeit der Fortbewegung wahr, aber nicht als die Einzige. Hinsichtlich unserer Kunden haben wir auch eine Veränderung hinter uns: Wir akzeptieren viel weniger „Scheinheiliges Gejammer“ warum bestimmte Norm-Abweichungen nicht umgesetzt werden konnte. Wir suchen uns unsere Kunden noch bewusster aus und arbeiten vermehrt mit Unternehmen zusammen, die sich ernsthaft mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen und Bereitschaft zur Transformation zeigen.

Fallen dir Beispiele für verändertes Wissen/ Bewusstsein/ Einstellung ein?

Unsere erste Klimabilanz wurde durch unsere erste GWÖ-Bilanz angestoßen und umgesetzt. So haben wir mehr zahlenbasierte Stellschrauben, um unsere Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren.

Zudem empfinde ich das Team von SEMPACT viel mehr als Einheit. Wir denken alle systemischer und agieren als Einheit, um unsere Ziele zu erreichen.

Fällt dir ein Beispiel für verändertes Handeln ein?

Mit fällt auf, dass die Rechtfertigung für vormals rein ethische Entscheidungen weggefallen ist. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SEMPACT haben sich automatisch schon für eine nachhaltige Lösung entschieden, und dann vielleicht doch noch so einen Funken schlechtes Gewissen gehabt, weil diese manchmal mit Mehrkosten verbunden ist. Jetzt auf Basis der GWÖ ist die Entscheidungsgrundlage klar. Ich sehe auch viel mehr Absprachen bezüglich Reisetätigkeiten und das gemeinsame Angehen von Projekten.

Wer profitiert deiner Meinung nach am meisten von der GWÖ-Bilanz bei SEMPACT und warum?

Ich – weil es mir unglaublich Spaß macht. Ich lerne stetig dazu – fachlich und als Person. SEMPACT profitiert als Unternehmen in Sachen CO2-Reduktion und auch durch Kostenreduktion, indem wir auf Geschäftswagen verzichten.

In der Beziehung mit unseren Lieferanten profitieren wir von langfristigen Beziehungen und das Gemeinwohl profitiert wiederum davon, dass wir Lieferanten wählen, denen Nachhaltigkeit auch am Herzen liegt. Zum Beispiel WEtell oder Studio Leeflang, die auch sehr nachhaltig aufgestellt sind.

Könnten auch unerwünschte Wirkungen durch die Einführung der GWÖ-Bilanz auftreten?

Wenn ja, welche und warum?

Mit Sicherheit kann es zu unerwünschten Wirkungen durch die Einführung der GWÖ kommen.

Überforderung kann dann auftreten, wenn die Einführung nicht gut dossiert ist und die Arbeitslast nicht gut verteilt und getaktet wird.

Durch den Prozess kann es zu einer gewissen Ernüchterung oder Schockstarre unter den Mitarbeitenden kommen. Oft denken engagierte Geschäftsführer oder Nachhaltigkeitsmanager, dass das eigene Unternehmen gut aufgestellt ist. Aber bei der Vielzahl der GWÖ-Themen erfahren sie dann, dass sie noch viel Potenzial haben. Interne Konflikte können zu Tage treten und man sollte aufpassen, dass es kein interner Wettbewerb wird. Jeder trägt in seinem Maß und mit den ihm oder ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dazu bei, das Unternehmen nachhaltiger aufzustellen. 

Was konkret müsste an der Durchführung verändert werden, um diese unerwünschten Wirkungen zu verhindern?

Bei Überforderung empfiehlt sich ein Projektplan mit konkreten Verantwortlichen, einer Ressourcenplanung. Und auch Anpassungsflexibilität, wenn der Prozess an der einen oder anderen Stelle länger dauert als geplant.

Mit dem Thema Ernüchterung gehe ich folgendermaßen um: Egal welches Punktergebnis bei der GWÖ-Bilanz rauskommt. Ich würdige immer das, was schon vorhanden ist. Ich vergleiche SEMPACT nicht mit den Punkten anderer Unternehmen, sondern richte den Blick auf unsere Zukunft: In welchen Bereichen wollen und können wir uns verbessern? Wenn man das für sich bestimmt hat, dann kann man konkrete Best Practice Beispiele von anderen Unternehmen suchen.

Wenn Konflikte auftreten, ist es wichtig, diesen Raum zu geben. Man sollte sie nicht übergehen, sondern auflösen, ggfs. auch außerhalb vom GWÖ-Prozess oder mit Hilfe eines externen Mediators.

Wie siehst du den Bezug zu unserer CO2-Bilanz?

Unsere erste GWÖ hat mich dazu animiert, das Thema CO2-Bilanz bei SEMPACT im Detail anzugehen. Die Auseinandersetzung mit unserer eigenen CO2-Bilanz hat zu einer neuen Dienstleistung für unsere Kunden geführt. Hier entsteht eine Brücke zu unserem Alltagsgeschäft. Wir entwickeln aus dem GWÖ-Prozess neue Dienstleistungen heraus, schärfen unser Knowhow und entwickeln uns als Team und als Personen.

Quellen:

Ihr GWÖ-Experte

Daniel Bogner-Haslbeck, MBE

Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-17

Expertin Nachhaltigkeit

CO2-Bilanz – Die Krux des Scope 3

Jedes Unternehmen hat einen individuellen CO2-Fußabdruck.

Die aktuelle Lage unserer Erde erfordert ein Mitwirken aller Menschen und Unternehmen, um unsere gesetzten Klimaziele zu erreichen. Die Grundlage für eine strategische Vorgehensweise bei der Umsetzung von individuellen Klimamaßnahmen bildet dabei eine CO2-Bilanz. Das Ergebnis davon ist der betriebliche Carbon Footprint. Dieser besagt, wie viele Emissionen durch die wirtschaftlichen Tätigkeiten freigesetzt werden und an welcher Stelle der Wertschöpfungskette sie entstehen. Doch genau das stellt uns vor Herausforderungen, denn die CO2-Bilanz (oder Treibhausgas-Bilanz) braucht Daten, die über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgehen. Was tun, wenn diese Daten nicht vorliegen? Dazu gibt es Tools und Vorgehensweisen, deren Vor- und Nachteile wir Ihnen am Beispiel unserer eigenen Bilanz aufzeigen.

Das Volumen
einer Tonne CO2
beträgt ca. 500 m3 oder über
6.000 mittlere Abfallsäcke.

Grundlagen zur Ermittlung einer CO2-Bilanz

Als Standard zur Erstellung einer CO2-Bilanz hat sich das Green House Gas Protocol (GHG-Protocol) durchgesetzt. Eine CO2-Bilanz nach dem gängigen GHG-Protocol setzt sich aus 3 Scopes zusammen. In Scope 1 fallen die direkten Emissionen, also alle Emissionen, die innerhalb der Unternehmensgrenzen entstehen. Scope 2 umfasst indirekte Emissionen, die zum Beispiel durch eingekauften Strom oder Wärme und Kälte entstehen. Scope 3 beinhaltet alle sonstigen indirekten Emissionen, die durch den Transport eingekaufter Güter, die Verteilung, Nutzung oder Entsorgung der eigenen Produkte entstehen. Anders formuliert fasst Scope 1 die Gesamtemissionen der eigenen Standorte, Scope 2 des eigenen Energiebezugs und Scope 3 der vorgelagerten Lieferkette und nachgelagerten Nutzung und Entsorgung zusammen.

Wie man an der Grafik schematisch sehen kann, wird der Carbon Footprint eines Unternehmens immer größer, je mehr Scopes man in der CO2-Bilanz betrachtet.

Bei den meisten Unternehmen ist der Scope 3 der umfangreichste Teil, also der Bereich mit den meisten Emissionen. Es ist gleichzeitig auch der Bereich, der am kompliziertesten zu erfassen ist. Denn hier braucht es Daten aus der Lieferkette, also Daten von anderen Unternehmen.

Und genau hier kommt eine große Herausforderung auf die jeweiligen Verantwortlichen zu, denn umso genauer die verwendeten Daten sind, desto genauer ist auch die Aussagekraft der CO2-Bilanz. Allerdings entsteht hier schon die Frage: Bekomme ich zuverlässige Daten von meinen Lieferanten (und Kunden)? Oft ist die Antwort: Nein! Und genau deshalb gibt es Tools, die sogar teilweise kostenlos sind. Natürlich liefern diese keine 100 % korrekten Daten in Bezug auf das einzelne Unternehmen. Aber Sie liefern zuverlässige Indikatoren und zeigen die sogenannten Hot Spots auf, also Bereiche, auf die Unternehmen sich bei ihrer Klimastrategie fokussieren sollen, um Impact zu erzielen. Für einen ersten Einblick und um als Unternehmer:in einen Fokus definieren zu können, sehen wir diese Tools als durchaus legitimes Hilfsmittel.

Datenerhebung Scope 3

In unserem Fall kommen die Daten des Scope 3 von unseren Dienstleistern. Dies sind überwiegend kleine Unternehmen mit einer Hand voll Mitarbeitenden oder sogar Einzelunternehmer:innen. Selbstverständlich sind diese meist so ausgelastet, dass Sie keine Kapazität haben, ihre eigene CO2– Bilanz zu ermitteln. Jeder unserer Dienstleister ist mit Sorgfalt ausgewählt und es sind nach unserem Empfinden klimafreundliche Unternehmen, aber eben ohne eigene CO2-Bilanz. Natürlich haben wir auch große Dienstleister, wie öffentliche Verkehrsbetriebe oder globale Cloud-Anbieter, die ihre CO2-Daten zur Verfügung stellen.

Die Situation hat dazu geführt, dass wir in den Jahren 2019 bis 2022 nur die Emissionen im  Scope 3 betrachtet haben, für die wir eine valide Datenbasis hatten. Das waren unsere Übernachtungen, IT-Infrastruktur, Bahntickets, Homeoffice-Pauschalen bzgl. Strom- und Wärme und die Emissionen durch Abnutzung von Fahrzeugen.

Dienstleistungen ohne valide Daten haben wir bis 2023 außenvorgelassen. Ergebnis dieser Betrachtung war, dass wir einen Gesamtfußabdruck von 21,5 Tonnen CO2 im Jahr 2022 hatten. Bezogen auf unsere Mitarbeiteranzahl, hatten wir 2022 pro Mitarbeitenden 3,36 Tonnen CO2-Ausstoß.

Das liegt weit unter dem Branchendurchschnitt von knapp 6 Tonnen CO2. Erstmal ein befriedigendes Ergebnis, dennoch mit dem Wissen, dass nicht alle Emissionen erfasst wurden.

Bei einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von 7,5 l kann man knapp 5.000 km
mit dem Auto zurücklegen und
emittiert dabei 1 Tonne CO2*.

* Darin enthalten sind direkte sowie indirekte Emissionen der Kraftstoffherstellung. Das Fahrzeug selbst ist hierbei noch nicht berücksichtigt.

Da uns auch Stand 2024 keine CO2-Daten für einige eingekaufte Dienstleistungen vorliegen, wir diese aber berücksichtigen wollen, haben wir für die Bilanz 2023 auf ein online-Tool zurückgegriffen. Der sogenannte Scope3Analyzer ermöglicht es uns, unsere gesamten Emissionen des Upstream Scope 3 zu erfassen.

Upstream

sind alle Emissionen, die in der Wertschöpfungskette vor dem eigenen Unternehmen entstehen. Zum Beispiel für die Herstellung und den Transport von Rohstoffen oder Materialien, die von Lieferanten zum Unternehmen gebracht werden.

Das Praktische an dem Tool ist, dass es auf Daten zurückgreift, die schon in Unternehmen vorhanden sind. Nämlich auf die Einkaufswerte der jeweiligen Dienstleistung (oder Produktgruppe). In unserem Fall haben wir unter anderem die Summe eingegeben, die wir für unsere Steuerberatung 2023 ausgegeben haben. Basierend auf einer volkswirtschaftlichen Modellrechnung (multiregionales Input-Output-Modell) berechnet das Tool dann den Wert der daraus entstehenden CO2-Emission. Diese Vorgehensweise ist deutlich einfacher und schneller als die Berechnung mit Mengenangeben (Stückzahl oder Tonnen), aber natürlich auch etwas undeutlicher, da mit Mittelwerten gerechnet wird.

Für uns ist das Ergebnis nicht als absolute Zahl zu betrachten, sondern vielmehr als Indikator. Es hilft uns zu erkennen, welche Hot Spots SEMPACT hat. Also welche Bereiche unseres Tuns die meisten Emissionen erzeugen und deshalb in unserer Klimastrategie berücksichtigt werden sollten.

Ergebnis des Scope3Analyzers für uns war, dass sich unser CO2-Fußabdruck verdoppelt – ein Schock für unser Klima-Management. Und die große Frage, wie valide das Ergebnis für uns ist.

Kann es stimmen, dass wir für die bisher nicht betrachteten Dienstleistungen mehr Emissionen ausstoßen als wir bisher als Gesamtverbrauch angenommen hatten? Ein komisches Gefühl, solche Zahlen zu veröffentlichen und sich dafür verantwortlich zu fühlen. Ohne genau zu wissen, ob sie zutreffen oder nicht. Eine Situation, die es im Finanzbereich auf jeden Fall so nicht geben würde. Die Frage stellt sich, warum es dann für die Basis unseres Seins, die Erhaltung der Erde akzeptiert wird. Aber gut, auch wir mussten einsehen, dass es im Moment keine bessere Herangehensweise gibt. Also erstmal Schlucken und dann in einem nächsten Schritt überlegen, wie wir an die realen Zahlen kommen können.

Grenzen und offene Fragen

Betrachten wir die Ergebnisse des Scope3Analyzers für unser Unternehmen, stehen wir dem Ergebnis für uns positiv kritisch gegenüber. Für den Großteil unserer eingekauften Dienstleistungen liegt der Emissionsfaktor des Scope3Analyzers bei ca. 0,11 – 0,12 kg CO2Äq/Euro Einkaufsvolumen. Betrachten wir unsere eigene CO2-Bilanz, liegen wir deutlich unter diesem Wert. Bei Einbeziehung sämtlicher Emissionskategorien und trotz der Tatsache, dass wir ein Dienstleister mit hoher Reisetätigkeit sind, kommen wir umsatzbezogen auf einen Wert von maximal 0,05 kg CO2Äq/Euro. Das lässt uns annehmen, dass wir bereits klimabewusst agieren und auch, dass, wenn wir mit Primärdaten (lieferantenspezifische Daten) rechnen würden, einen deutlich geringeren Fußabdruck hätten.

Idealerweise verfeinern wir die Datengenauigkeit schrittweise, indem wir zu einer Berechnung mit Primärdaten übergehen. Hierzu ist es erforderlich, dass unsere Lieferanten eine CO2-Bilanz für ihre Dienstleistungen und Produkte ausweisen.

Bei der Betrachtung der Emissionsergebnisse kam zudem noch die Frage auf, ob es sinnvoll ist, Werte zu betrachten, auf die man auf den ersten Blick keinen Einfluss hat. Da ist unsere Antwort ein klares „Ja“. Denn es gibt die Möglichkeit, ins Gespräch mit Lieferanten zu gehen, über Kompensation Verantwortung zu übernehmen oder, als letzte Konsequenz, zu Dienstleistern zu wechseln, die ihre CO2-Bilanz nachweisen können.

Fazit CO2-Bilanz mit Toolunterstützung

Letztendlich zeigt sich hier die Feinheit des GHG Protocols. Es zeigt auf, dass man sich als Unternehmen nicht nur für die CO2-Emissionen verantworten muss, die auf dem eigenen Standort entstehen, sondern eben auch für die vor- und nachgelagerten Prozesse. Und ja, wir stehen noch am Anfang, aber nachfolgende Generationen zuliebe wollen wir mehr und mehr Transparenz schaffen und daraus Klimastrategien abzuleiten. Je früher wir beginnen, uns aktiv damit auseinanderzusetzen, desto mehr Handlungsspielräume stehen uns zur Verfügung.

Wie so oft gibt es auch hier nicht „die eine Lösung“ oder „den richtigen Weg“, sondern eher eine Annäherung in Schritten. Denn das Ziel ist eine strategisch nachhaltige Verbesserung unseres Corporate Carbon Footprints.

Wir schätzen den Scope3Analyzer als valides Einstiegstool ein, das leicht Zugang zur betrieblichen CO2-Bilanz für den Scope 3 schafft. Wir basieren diese Erkenntnis auf dem Wissen, dass ein Mensch, der in Deutschland lebt, ca. 10 Tonnen CO2 pro Jahr ausstößt.

Wenn wir diesem Fußabdruck die Ausgaben pro Kopf (Summe aus privaten Konsumausgaben und Ausgaben der öffentlichen Hand) gegenüberstellen, ergibt sich ein Emissionsfaktor je Euro Ausgabe. Dieser liegt zwar bei Einbeziehung aller Kosten weit über den 0,11 – 0,12 kg CO2Äq/Euro. Dies ist jedoch verständlich, da ein Großteil der Ausgaben Aktivitäten und Produkte umfasst, welche mit weitaus mehr Emissionen einhergehen (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Infrastruktur etc.). Bei ausschließlicher Betrachtung der verbleibenden Ausgaben für den Bezug von Dienstleistungen verbleibt somit ein Restbetrag in Ausgaben und ein Rest-CO2-Budget von den 10 Tonnen, welche die Größenordnung des Emissionsfaktors von 0,11 – 0,12 kg CO2Äq/Euro plausibel erscheinen lassen.

Bei unseren Dienstleistungen setzten wir auf Nachhaltigkeit durch innovatives Denken und proaktives Handeln. Unser breites Leistungsportfolio beinhaltet Ressourcen- und Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaverantwortung sowie Managementsysteme, wir führen diese Themenbereiche zusammen und strebt den individuellen (Energie-)Wandel eines Unternehmens an. Partnerschaftlich, zukunftsorientiert und an Ihre Bedürfnisse angepasst.

Quellen:

Ihr Experte für Fördermittel

Daniel Bogner-Haslbeck, MBE

Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-17

Ihre Expertin für CO2-Bilanzen

SustainED Synergy Forum 2024

Die CSRD-Berichtspflicht stellt für mittelständische Unternehmen oftmals eine große Herausforderung dar. Eine entsprechende Beratung und Anleitung durch erfahrene Expert:Innen trägt jedoch zu einer erfolgreichen Umsetzung bei.

Unser SEMPACT Versprechen: Wir machen Ihr Unternehmen in sechs Monaten fit für die CSRD-Berichtspflicht!

Unser 6-monatiges SustainED Synergy Consulting Programm zielt darauf ab, Wissen zu vermitteln und Barrieren abzubauen. Unsere erfahrenen Nachhaltigkeitsexpert:innen verfügen über ein breitgefächertes, technisches Know-how und sind vertraut mit den spezifischen Anforderungen, denen mittelständische Unternehmen gegenüberstehen.

In monatlichen 1:1 Beratungsgesprächen und regelmäßigen Workshops bereiten wir Sie fokussiert und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten auf die CSRD-Berichtspflicht vor. Damit sind spezifische Anforderungen zur Datenerhebung, eine individuelle Definition von Wesentlichkeitskriterien und schlüssiges, gesetzeskonforme Reporting kein Problem mehr!

Praxisnahe Auftaktveranstaltung gibt Startschuss

Das Highlight dieses Programms ist zweifellos die (im Preis enthaltene) Teilnahme am SustainED Synergy Forum.

06. und 07. Juni 2024

Esslingen am Neckar

Die Veranstaltung bring Sie mit allen weiteren Teilnehmenden unseres Consulting-Programms zusammen und bietet eine praxisnahe Einführung in die Welt der nachhaltigen Methoden und Möglichkeiten. Denn beim SustainED Synergy Forum werden keine trockenen Theorien präsentiert, sondern umsetzbare Lösungen und Best-Case-Erfahrungsberichte von Technologieunternehmen aus erster Hand geboten.

Information

Inspiration

Interaktion

Mit einem abwechslungsreichen Mix aus Präsentationen, Workshops und Zeit zum gemeinsamen Austausch soll eine Atmosphäre geschaffen werden, die Leichtigkeit vermittelt und die vermeintliche Komplexität aus der Nachhaltigkeitsberichterstattung nimmt.

Werden Sie Teil dieser Bewegung, die nicht nur redet, sondern proaktiv handelt!

Sichern Sie sich noch heute Ihren Platz und werden Sie zum Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit!

Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) – Pflichten und Chancen für mittelständische Unternehmen 

Bisher war es Unternehmen selbst überlassen, die Art und Veröffentlichungsweise der Nachhaltigkeitsberichterstattung frei zu wählen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bringt nun klar definierte Standards mit sich: Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS).  Zu den Auswirkungen der CSRD zählt die zukünftig verpflichtende Veröffentlichung im Lagebericht. Als Grundlage fordert die CSRD eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse, nach der entschieden wird, zu welchen Inhalten berichtet werden muss.  

Vor allem in mittelständischen Betrieben wird das Thema Nachhaltigkeit zwar als wichtig eingestuft, aber im Alltag noch nicht strategisch verfolgt. Nutzen Sie Ihre Chance, um Ihr Unternehmen für die Zukunft gesetzeskonform aufzustellen und machen Sie Nachhaltigkeit zu einem verbindlichen Teil Ihrer Unternehmensstrategie.  

Viele Unternehmen sind laut der EU-Richtlinie CSRD verpflichtet, erstmalig 2025 über das Berichtsjahr 2024 zu berichten. Weitere Unternehmen folgen – ab 250 Mitarbeitenden muss 2026 über das Jahr 2025 berichtet werden. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, ist es wesentlich, bereits jetzt mit der Erhebung, Sammlung und Auswertung von Daten zu beginnen.   

Welche Anforderungen auf Sie zukommen und wie dazu vorgegangen werden muss, erklären Daniel Bogner-Haslbeck und Marina Kober in unserem 30-minüten kostenlosen Live-Webinar.   

Was Sie bei unserem Webinar erwartet:    

Im Live-Webinar geben Daniel Bogner-Haslbeck und Marina Kober Einblick in die  

  • Gesetzliche Anforderungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung  
  • Unternehmerische Nutzen von Nachhaltigkeitsberichten   
  • ESRS Standards und die doppelte Wesentlichkeitsanalyse  
  • Die nächsten Schritte um sich auf die Anforderungen vorzubereiten 

und beantworten Ihre themenbezogenen Fragen   


Wie kann SEMPACT Sie bei der Erstellung Ihres Nachhaltigkeitsberichts unterstützen?  

Unsere Beratung wird sich immer an den Bedürfnissen Ihres Unternehmens orientieren – egal ob Sie ihr komplettes Nachhaltigkeitsmanagement von uns begleiten lassen möchten, eine Kick-Off-Veranstaltung zu dem Thema planen oder Projektbegleitung bei der Umsetzung Ihres Nachhaltigkeitsreports benötigen. Wir beraten stets neutral und mit viel Praxiserfahrung.  

Wichtig bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts ist uns, dass die Inhalte in Ihrer Unternehmenskultur verankert werden und nicht als abgegrenztes Projekt betrachtet wird. Wir nehmen uns Zeit und bringen Erfahrung mit, um Sie bei der Auswahl des geeigneten Vorgehens zu beraten und zu begleiten. 

Was bringt Nachhaltigkeit meinem Unternehmen?   

Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und der Wertschöpfung für mittelständische Unternehmen geworden. Wenn Ihr Unternehmen attraktiv für zukünftige Generationen sein soll, sollten Sie sich Gedanken über alternative Verpackungen, neue Kundensegmente und wirkliche Gleichstellung im Betrieb machen. Als Unternehmer sind Sie verantwortlich für das Bestehen Ihres Betriebs. Um diese Chance optimal zu nutzen, brauchen Sie eine klare Unternehmensstrategie, welche die immer wichtiger werdende Umsetzung von Nachhaltigkeit einbezieht. 

Wer Nachhaltigkeit heute ernst nimmt, macht sein Unternehmen fit für die Zukunft. 

Unser Weg zum auditierten Gemeinwohl-Bericht

SEMPACT ist jetzt ein gemeinwohlbilanziertes Unternehmen mit externem Audit. Was bedeutet dies für uns, warum haben wir uns dafür entschieden und wie ist es abgelaufen? Wir möchten einen kurzen Einblick geben in unseren Weg der Gemeinwohl-Bilanzierung.

Schon seit Gründung der SEMPACT AG stand immer wieder die Fragestellung im Raum: Wie können wir unser Tun, das wir selbst als „nachhaltig“ beschreiben, in ein Framework packen, das auch Menschen außerhalb unseres Unternehmens einfach nachvollziehen können?

Uns ist wichtig, dass wir ein Teil einer „Community“ sind, denn wir denken, dass wir die Herausforderungen wie Klimawandel, Gleichstellung der Geschlechter oder einen ressourcenschonenden Einsatz von Energie nur in Gemeinschaft lösen können. Wir denken, dass kein einzelner Mensch und auch kein einzelnes Unternehmen genügend Wirksamkeit hat. Nur mit gemeinsamen Zielen erreichen wir einen Wandel, der dazu führt, dass nachfolgende Generationen komfortabel auf der Erde leben und arbeiten können.

Der Community-Gedanke lässt sich auch auf den Prozess der Gemeinwohl-Bilanzierung ins eigene Unternehmen übertragen. Zwar gab es einen Verantwortlichen (Daniel Bogner-Haslbeck), der den Bilanzierungsprozess geleitet hat, aber alle Mitarbeitenden hatten durch die Art des Prozesses die Möglichkeit, sich mit ihren Vorschlägen und Ideen einzubringen.

„Als wir mit der GWÖ bei SEMPACT gestartet haben, war mir nicht bewusst wie ressourcenintensiv die Bearbeitung ausfallen wird. Schließlich sind wir ein kleines Unternehmen.

Die GWÖ hat viele interne Fragestellungen aufgeworfen, die wir zuvor noch nicht oder nicht in dem Ausmaß diskutiert hatten. Die Diskussionen und die Erstellung der GWÖ-Bilanz haben wir sehr ernst genommen, nur so können wir den optimalen Nutzen aus diesem Prozess ziehen.

Teilweise war ich überrascht. Wir haben uns vor der GWÖ nicht wirklich mit unseren Lieferanten beschäftigt. Im Nachhinein frage ich mich, warum eigentlich nicht? Das Gespräch mit unserem Vermieter fand ich sehr spannend. Es war schön etwas über seine Geschichte und seine Art der Unternehmensführung zu erfahren.

Außerdem hatte ich beim Bearbeiten der Kapitel immer wieder den Gedanken „Ha, wie schön wir es doch bei SEMPACT haben.“ Zum einen betreffend unserer gelebten Arbeitsprozesse, zum anderen auch weil wir so offen und intensiv sprechen können. Es gibt Raum für Diskussionen und Raum für unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Das genieße ich sehr.“

Antonia Meichelböck

Durch unseren integrierten Prozess haben wir die Blickwinkel aller Mitarbeitenden in unserer Unternehmensentwicklung einbringen können und Prozesse optimiert. Ein Beispiel dafür ist die Büromaterialbestellung. Hier haben wir uns verbessert: Von der unkoordinierten Bestellung „jeder bedient sich beim amerikanischen Riesen“ wann er oder sie es möchte zu einem abgestimmten Bestellprozess bei einem deutschen Anbieter, der Wert darauf legt Umwelt und Klima zu schonen. Eine Kleinigkeit? Ja klar, aber wir sind ja auch ein kleines Unternehmen und für uns zählt jeder Schritt. Entscheidend für uns ist, dass der Prozess unsere Mitarbeitenden motiviert hat, an der Zukunft des Unternehmens mitzuwirken. So konnten auch Missverständnisse und Missstände aufgedeckt werden und als Entwicklungspotenziale für unsere Zukunft definiert werden. Das war bei uns der Fall im Bereich der Mitarbeiter-Fort- und Weiterbildung. Vor allem die Mitarbeitenden in Teilzeit haben sich schwer getan, sich einzugestehen, dass auch für sie (und auch für SEMPACT) Fortbildungen gewinnbringend sind. Es ist nur eine Frage der Organisation, diese in den Alltag einzugliedern. Durch den GWÖ-Prozess konnten diese und andere Änderungen schnell und unkompliziert in unsere Arbeitsabläufe eingegliedert werden. Ein Vorteil, um zum einem als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, zum anderen um das Unternehmen selbst auch voranzubringen. Denn gut ausgebildete und sich einbringende Mitarbeiter helfen SEMPACT, sich positiv am Markt zu positionieren.

Bilanz als Instrument der Organisationsentwicklung

Das Thema Gemeinwohl lebt bei SEMPACT und darf sich Schritt für Schritt entfalten. Es ist Teil unseres Transformationsprozesses. Die Gemeinwohl-Bilanzierung als Bewertungsinstrument unserer Gemeinwohl-Orientierung stellt für uns eine wichtige Ausgangsbasis dar. Wir haben zahlreiche Verbesserungspotenziale und Ziele identifiziert und sind jetzt dabei, diese schrittweise umzusetzen. So dient uns die Bilanz als lebendiges Werkzeug für Organisationsentwicklung und ist Teil unseres kontinuierlichen Veränderungsprozesses.

Verbesserungspotenziale und Ziele

Ein Thema, welchem wir uns sehr intensiv widmen, sind Werte und Haltungen. Welche Werte verbinden uns im Unternehmen und wie leben wir diese Werte im geschäftlichen Alltag? Dazu haben wir Werte-Workshops ins Leben gerufen, in welchen wir individuelle Wertvorstellungen miteinander abgleichen. Ein anderes Ziel, welches wir uns im Rahmen der Gemeinwohl-Bilanzierung gesetzt haben, ist das Hinterfragen unseres Mobilitätskonzeptes. Hierunter fällt zum Beispiel die standardmäßige Laufzeit von circa drei Jahren beim Pkw-Leasing. Wir sind hier erste Schritte gegangen, indem wir anstelle von Neuwagen-Leasing auf Gebrauchtwagen-Finanzierung umgestiegen sind. Außerdem setzen wir vermehrt auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Zum Thema
Die Gemeinwohlmatrix

Ausblick

Schritt für Schritt widmen wir uns unseren identifizierten Potenzialen. Der Bilanzierungszeitraum der Gemeinwohl-Ökonomie ist auf zwei Jahre angelegt. Wir sind bereits heute dabei, Ideen und Informationen zu sammeln, was sich in den Jahren 2021/2022 gegenüber 2019/2020 bei SEMPACT verändert hat. Außerdem haben sich mehrere Kollegen bei SEMPACT selbst auf den Weg zum Gemeinwohlberater gemacht. Dadurch konnten wir das Thema Gemeinwohl für unsere eigene Bilanzierung in der Tiefe beleuchten. Zukünftig möchten wir auf diese Weise auch unsere Lerneffekte an andere Unternehmen weitergeben.

Sie haben Interesse an einem detaillierteren Einblick in einzelne Bereiche von SEMPACT rund um das Thema Gemeinwohl? Unter diesem Link können Sie unseren Gemeinwohlbericht abrufen. 

Dieses Jahr unterstützen wir das Ambulante Kinderhospiz München mit unserer Weihnachtsspende

Als Gemeinwohlunternehmen ist es uns wichtig, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Und dabei beginnen wir von Grund auf – bei den Kindern. Letztes Jahr galt unsere Weihnachtsspende den Kindern des Storchennests Buchloe. Diese Kita nimmt am Bildungsprogramm „AckerRacker“ teil.  Mit der Gemüse-Ackerdemie kommt der Acker zu den Kindern. Sie lernen spielerisch, woher das Essen auf ihren Tellern kommt und welche Vielfalt die Natur zu bieten hat. Gemeinsames Ackern wird hier zum Abenteuer. Bis zum Ende des Sommers wachsen auf dem Kindergarten-Acker nicht nur gesundes Gemüse, sondern auch jede Menge Spaß, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Verbundenheit. Verbundenheit zur Natur.

Doch nicht allen Kindern ist es möglich die Welt mit den Händen in der Erde zu erkunden oder gar eine Kita zu besuchen. Kinder, die mit lebensbedrohlichen Krankheiten zu kämpfen haben. Kinder, deren Leben von vornherein zu kurz ist. Kinder, deren Eltern viel zu früh schwer erkranken oder sterben. Diese Kinder und Familien unterstützt das ambulante Kinderhospiz München (kurz: AKM). Um jeden Tag mit Leben zu füllen, schenkt die Stiftung Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Eltern mit einer lebensbedrohlichen oder lebensverkürzenden Erkrankung, sowie deren Familien Momente der Sicherheit, Geborgenheit und Normalität.

Durch das sehr breite Angebot an Leistungen und einem großen Netzwerk kann das AKM diesen betroffenen Familien eine umfassende und multiprofessionelle Hilfe anbieten. Sie betreuen ab der Diagnose der Erkrankung und über den Tod hinaus, im Krankenhaus und zu Hause – in München und ganz Bayern. Unterstützt wird das hauptamtliche Team durch den Einsatz von über 300 Ehrenamtlichen, die in den Bereichen Krisenintervention, Familienbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Als Stiftung wird die Arbeit des AKM weder vom Staat noch von der Stadt München subventioniert. Lediglich ein Viertel der Kosten wird durch die Krankenkassen gefördert. Dies bedeutet, dass sie auf Spenden angewiesen sind, um Familien multiprofessionell betreuen zu können. Wir freuen uns, die wertvolle Arbeit des AKM dieses Jahr mit 2000€ unterstützen zu können. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, sollte unbedingt mal im Spendenshop des AKM vorbeischauen.

Antonia Meichelböck
im Interview

Energie ist seit Menschengedenken immer schon das Thema Nummer 1 das es zu lösen gibt. Dabei ist es sehr wichtig, dass Energie für die Unternehmen und privaten Haushalte kontinuierlich zur Verfügung steht und bezahlbar bleibt. In unserem Beitrag betrachten wir die Herausforderungen von Unternehmen. Die drastischen Anstiege der Preise für Energieträger wie z.B. Heizöl, Gas, Strom und Kohle machen es aktuell allen Unternehmen schwer, ihre Energiekosten einzupreisen und an den Verbraucher weiterzugeben – eine Herausforderung.

Die Betrachtung regenerativer Energien wie Wärme, Wasser, Strom, Wind, Solarthermie und Photovoltaik, um nur einige zu nennen, ist dabei sehr wichtig. Dadurch verringerte CO2-Emissionen bergen ein beträchtliches Einsparpotenzial. Gerade das Zusammenspiel verschiedener Energieträger, neuer Technologien und Effizienzmaßnahmen und dann noch gesetzliche Vorgaben stellt die Unternehmen vor die Herausforderung den Überblick zu behalten und im Vorfeld die möglichen Maßnahmen zu bewerten oder eine zukunftsfähige Strategie zum Energie- und CO2-Sparen zu entwickeln.

Genau hier beginnt das Aufgabenfeld eines Energieberaters. Die Aufgabe ist zuerst eine Analyse des Verbrauchs und der Verbraucher durchzuführen. Das Thema Energie stand in manchen Unternehmen nicht zu sehr im Fokus. In den meisten Unternehmen werden die Strom-, Wasser- und Gaszähler herangezogen, um den Bedarf zu ermitteln. Um ein Unternehmen umfassend zu beraten sind aber deutlich mehr Daten notwendig.

Interview mit Antonia Meichelböck – Energieeffizienzcoach bei der SEMPACT AG:

1. Wenn Sie im ersten Gespräch mit einem neuen Kunden sind, auf welche Erwartungen treffen Sie am häufigsten?

Das ist schwer pauschal zu beantworten, da jeder Kunde andere Erwartungen hat. Sowohl die Unternehmensgröße als auch der Entwicklungsstand ist bei jedem Kunden unterschiedlich. Große Unternehmen haben sich meist bereits mit dem Thema Energieverbrauch befasst und auseinandergesetzt – kleine Unternehmen und Mittelständler sind oft noch sehr auf die Produktion fokussiert und befassen sich jetzt erst mit Potenzialen in Gebäudeinfrastruktur und Versorgungsprozessen und haben hier Beratungsbedarf. Grundsätzlich ist es die Erwartungshaltung, mit möglichst wenig Investition viel Energieeinsparung zu erzielen. Bei sogenannten „Low-hanging-fruits“ ist es relativ einfach umsetzbar, den Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen zu optimieren. Je nach Entwicklungsstand der Unternehmen erhöhen sich auch die Investitionen, denn je mehr Potenziale die Unternehmen schon gehoben haben, umso kostenintensiver wird es – wenn zum Beispiel Maschinen ausgetauscht, Prozesse verknüpft oder ganze Anlagen erneuert werden müssen. Diese Umsetzung kann nur funktionieren, wenn die reine Betrachtungsweise von einem möglichst hohen Return of Investment (ROI) geändert wird, indem man weitere Faktoren miteinbezieht und langfristiger denkt.

Welche Erwartungen betreffen Sie in Ihrer Beratungstätigkeit direkt?

Unsere Kunden erwarten in erster Linie Ideen und eine wirtschaftliche Bewertung ihrer Potenziale. Dabei sind ihnen unsere Empfehlungen als auch Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung wichtig. Wir unterstützen unsere Kunden im gesamten Prozess, indem wir die Umsetzung der Maßnahmen begleiten, Angebote für sie einholen und Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Hier stehen wir ausschließlich auf Seite der Kunden, da wir anbieterunabhängig sind. Somit können wir eine erfolgreiche Projektentwicklung sicherstellen und festgesteckte Ziele erreichen.

2. Was sind die häufigsten Missstände, die in Unternehmen bei Ihren Analysen auffallen?

Grundsätzlich ist es wenig zielführend, nicht das gesamte System und nur die einzelnen Bereiche als unabhängige Prozesse zu betrachten. Bei Analysen wird oft klar, dass sich einzelne Bereiche gut verknüpfen lassen ( z.B. Wärmerückgewinnung bei Druckluft, um das Heizsystem zu unterstützen). Die reine ROI-Bewertung ist, wie vorhin schon erwähnt, nicht auf energetische Maßnahmen anzuwenden. Vor allem wenn es um größere Maßnahmen geht, ist er das falsche Instrument. Energetische Maß-nahmen rechnen sich oft nach längerer Zeit, daher gibt der ROI oft einen falschen Blick auf die Maßnahme. Besser ist es mit einem dynamischen Kapitalwert zu rechnen, der auf längere Sicht aussagekräftiger ist. Außerdem ist eine rein wirtschaftliche Bewertung zu eindimensional. Themen wie CO2-Emission, Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiterbefinden und weitere Umweltauswirkungen werden außer Acht gelassen. Authentizität benötigt ernsthafte Investments anstatt CO2-Kompensation. Bei vielen Maßnahmen können außerdem Förderungen beantragt werden, deren großer Umfang vielen Unternehmen nicht bewusst ist.

3. Welche Veränderungen und Einsparungen haben die Umwelt-Managementsysteme
DIN ISO 50001 und EMAS auf die Unternehmen, welche nachhaltigen Effekte sehen Sie in diesen Unternehmen?

Grundsätzlich ist es wenig zielführend, nicht das gesamte System und nur die einzelnen Bereiche als unabhängige Prozesse zu betrachten. Bei Analysen wird oft klar, dass sich einzelne Bereiche gut verknüpfen lassen ( z.B. Wärmerückgewinnung bei Druckluft, um das Heizsystem zu unterstützen). Die reine ROI-Bewertung ist, wie vorhin schon erwähnt, nicht auf energetische Maßnahmen anzuwenden. Vor allem wenn es um größere Maßnahmen geht, ist er das falsche Instrument. Energetische Maß-nahmen rechnen sich oft nach längerer Zeit, daher gibt der ROI oft einen falschen Blick auf die Maßnahme. Besser ist es mit einem dynamischen Kapitalwert zu rechnen, der auf längere Sicht aussagekräftiger ist. Außerdem ist eine rein wirtschaftliche Bewertung zu eindimensional. Themen wie CO2-Emission, Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiterbefinden und weitere Umweltauswirkungen werden außer Acht gelassen. Authentizität benötigt ernsthafte Investments anstatt CO2-Kompensation. Bei vielen Maßnahmen können außerdem Förderungen beantragt werden, deren großer Umfang vielen Unternehmen nicht bewusst ist.

4. In welcher Technologie sehen Sie Ihrer
Meinung nach das größte Einsparpotenzial
für die Zukunft?

Das muss im Einzelnen betrachtet und kann nicht pauschal beantwortet werden. Regenerative Alternativen zur Wärmeversorgung ergeben Einsparpotenziale im Sinne der CO2-Emission – die zukünftig als mindestens genauso notwendig betrachtet werden muss, wie der wirtschaftliche Aspekt. Hier wird auch durch Automatisierung und Digitalisierung ein hohes Einsparpotenzial möglich sein. Ein offener Austausch und der Wegfall von Konkurrenzgedanken zwischen Unternehmen könnte Einsparpotenziale und Innovationen beschleunigen. Zum Beispiel wenn ein Unternehmen die Abwärme eines anderen nutzen kann. Wenn Wissen geteilt wird oder auch der Fuhrpark. Örtlich vernetzte PV-Anlagen haben auch hohe Potenziale. Der Cloud-Gedanke sollte nicht nur digital, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden. Das größte Einsparpotenzial liegt meiner Meinung nach, wie vorhin schon erwähnt, darin, aufzuhören rein wirtschaftlich zu bewerten und andere Faktoren miteinzubeziehen. Momentan kommen so viele Technologien auf den Markt, dass es falsch wäre, sich auf eine festzulegen.

5. Nach einer ersten Analyse und Bestandsaufnahme eines Unternehmens bis zur erfolgreichen Umsetzung ist es ein langer Weg. Welchen Zeitraum müssen Unternehmen realistisch einplanen?

Das ist individuell abhängig von den umzusetzenden Maßnahmen. Wir bei SEMPACT bieten unseren Kunden die komplette Bandbreite an. Von der einzelnen Einsparmaßnahme bis zur kompletten Transformation zum klimapositiven Unternehmen. Dabei zählt jeder Schritt. Um wirklich etwas zu verändern, benötigen alle Beteiligten Zeit zur ganzheitlichen Betrachtung und Planung von Maßnahmen. Aus Erfahrung sind schnelle Maßnahmen jedoch nicht die wirkungsvollsten.
Wir wollen an die Ursache ran und nicht gegen Symptome ankämpfen.

6. Bei fast allen Unternehmen wird Energie in Wärme umgewandelt und fast ungenutzt ins Freie abgeleitet, welche Möglichkeit stehen hier Kunden zur Verfügung?

Zuerst einmal muss abgefragt werden, ob das Unternehmen die Wärme anderweitig gebrauchen könnte. Wie kann zum Beispiel die Wärme gebündelt werden? Eine Möglichkeit wäre hier, statt dezentrale Luftkühler eine zentrale Wasserkühlung an Maschinen (z.B. Spritzgussmaschinen) anzubinden und somit die Abwärme nicht in Umgebungsluft abzugeben, sondern in ein zentrales Netz einzuspeisen. Die ausgekoppelte Wärme könnte kann somit zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Und gleichzeitig würde der Energiebedarf für die Klimatisierung reduziert.

7. Stichwort: Kälte aus Wärme?

Dazu brauch es eine Grundvoraussetzung: Die Wärme muss kostenlos zu Verfügung stehen (Abfallprodukt, Restwärme, Abwärme) und nicht extra dafür erzeugt werden. Das wäre absolut ineffizient, da immer ein Wärmeverlust durch die Umwandlung entsteht. Wenn Wärme also kostenlos zur Verfügung steht und nicht anderweitig eingesetzt werden kann, wie bei Ihrer letzten Frage erläutert, dann kann über Kälteerzeugung nachgedacht werden. Für diesen Prozess gibt es Adsorptions- und Absorptionskältemaschinen. Diese benötigen unterschiedliche Temperaturniveaus und haben unterschiedliche Investitionskosten. Grundsätzlich muss das Temperaturniveau aber sehr hoch sein. (Absorption ab ca. 85 °C / Adsorption ab ca. 65°). Der Einsatz dieser Maschinen muss gut kalkuliert werden und ist vor allem abhängig von den Betriebsstunden der Wärmeverfügbarkeit und vom Temperaturniveau des Kältebedarfs, da die Maschinen im Verhältnis zu normalen Kältemaschinen deutlich teurer sind. Alles in allem müssen viele Kriterien erfüllt sein, dass sich der Einsatz rechnet. Hier ist es wieder wesentlich, bewusst das gesamte System zu betrachten und nicht in einzelnen Prozessen zu denken.

8. Ein abschließender Gedanke?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es uns als Beratern wichtig ist, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen und zu agieren, die Prozesse im Unternehmen genau zu analysieren und spezifische und individuelle Lösungen zu erarbeiten. Um langfristig effizient zu wirtschaften, müssen alle Systeme des Unternehmens miteinbezogen werden. Ein realistischer Erfolg der Maßnahmen ist auch immer davon abhängig, dass alle Beteiligten am selben Strang ziehen. Nur so kann Wandel ermöglicht werden.

Ergebnisse unserer Kundenumfrage von November 2021

Anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens haben wir Ende letzten Jahres ca. 200 Kunden angeschrieben. Wir wollten wissen, wie zufrieden Sie mit unseren Dienstleistungen sind und was Sie sich zukünftig von SEMPACT wünschen. Die Rückmeldungen waren erfreulicherweise durchweg positiv und wir möchten die wesentlichen Ergebnisse mit Ihnen teilen.

Am meisten hat uns gefreut, dass 88 % der Kunden, die auf unsere Umfrage geantwortet haben, sehr zufrieden mit den Leistungen von SEMPACT sind. Ein angenehmes Ergebnis, das uns stolz macht und motiviert, in Zukunft weiterhin mit Leidenschaft und Haltung für mehr Nachhaltigkeit unseren Projekten nachzugehen.

Wie zufrieden sind Sie mit den Leistungen von SEMPACT allgemein?

Bei den Detailfragen war uns wichtig, einen Überblick zu bekommen, welche unserer Dienstleistungen bekannt sind und welche wir noch besser erklären können. Die meisten Kunden kennen unsere Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Normen DIN EN ISO 50001, DIN EN 16247 oder DIN EN ISO 14001. Diese werden auch von der Mehrheit unserer Kunden genutzt. Wir möchten aber neben der Anwendung der Normen auch die Umsetzung von einzelnen technischen Projekten weiter vorantreiben. Um unsere Dienstleistungen in diesem Bereich verständlich und übersichtlich zu präsentieren, werden wir unter anderem unsere Webseite überarbeiten und Ihnen die einzelnen Dienstleistungen nach und nach vorstellen.

Unsere neuen Dienstleistungen, wie Treibhausgasbilanzierungen oder die Planung und Umsetzung von CO2-Minderungsmaßnahmen sind erwartungsgemäß noch nicht so präsent. Gleichzeitig haben wir durch Gespräche und durch Rückmeldungen zu unseren Webinaren gemerkt, dass diese Themen viele Fragen und viel Unsicherheit aufwerfen. Wir werden dem in naher Zukunft durch die Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen entgegenwirken.

Eine große Veränderung haben wir in unserer Akademie umgesetzt: Wir haben unsere Kurse neu strukturiert und digitalisiert. Unsere Kurse finden nun online über Microsoft Teams statt und sind so modular gestaltet, dass Sie sich mühelos in Ihren Arbeitsalltag integrieren lassen. Des Weiteren konnten wir auf den mehrfach genannten Wunsch eingehen, einen Ort für Erfahrungsaustausch zu schaffen. Mit Ihrer kostenfreien Registrierung auf unserer Akademie-Seite haben Sie ab sofort Zugriff darauf. Sie können sich mit anderen austauschen und uns Fragen stellen.

Zudem sind Aufnahmen unserer Webinare nun auch über die Akademie abrufbar. So haben wir einen Ort geschaffen, an dem wir Ihnen unser Know-how gebündelt zur Verfügung stellen. Nach und nach werden wir diesen Bereich weiter füllen, mit Übungen, Anregungen zum Nachdenken und natürlich durch Ihren Input, der die Akademieseite lebendig werden lässt.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen, die mitgemacht haben, bedanken. Durch Ihr Feedback konnten wir unsere Angebote allgemein überdenken und so gestalten, dass wir Ihnen einen wahrnehmbaren Mehrwert bieten.

Zudem hatten wir geschrieben, dass wir für jede Antwort eine Spende für den Erhalt von Mooren in Bayern machen möchten. Nun hat sich die globale Situation nicht unbedingt zum Positiven verändert. Das hat dazu geführt, dass wir im Team entschieden haben, den (aufgerundeten) Betrag von 500 € an eine regionale Organisation (humedica) zu spenden. Diese Organisation haben wir durch einen Vorort-Einsatz an der ukrainisch-moldawischen Grenze unseres Kollegen Daniel kennengelernt und können uns sicher sein, dass hier das Geld zum Wohl der Kriegsflüchtlinge genutzt wird.

Auch weiterhin sind wir auf Ihre Ideen und Gedanken angewiesen um unsere Dienstleistungen stets in Ihrem Sinn ausrichten zu können. Deshalb freuen wir uns über Feedback von Ihnen, aber auch über Bewertungen auf Google oder ProvenExpert.