Raumlufttechnische Anlagen als Effizienzhebel

Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Produktionssicherheit, Qualitätsanforderungen und steigendem Kostendruck. Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) sind dabei ein oft unterschätzter Hebel zur Effizienzsteigerung – technisch komplex, aber wirtschaftlich hochrelevant. Gerade in industriellen Umgebungen, in denen Luftqualität und Temperatur direkte Auswirkungen auf Produktivität und Prozessstabilität haben, bieten RLT-Systeme enorme Optimierungschancen. Wer hier gezielt ansetzt, kann nicht nur Energie sparen, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und die Betriebssicherheit erhöhen. Die gute Nachricht: Viele dieser Potenziale lassen sich mit überschaubarem Aufwand erschließen und sie zahlen sich schnell aus.
Ihre Herausforderungen, unsere Expertise
Die Aufgaben der Raumklimatisierung reichen von der Luftkonditionierung für Mitarbeitende, Maschinen und Materialien bis zur Sicherstellung hygienischer Bedingungen. Die DIN 1946 unterscheidet zwischen Raumlufttechnik, Prozesslufttechnik und freien Lüftungssystemen – jede mit spezifischen Anforderungen. Gesetzliche Vorgaben wie die ASR A3.5, VDI 6022, VDI 3803, DIN EN 16798 und das GEG definieren klare Grenzwerte für Temperatur, Feuchte, Luftwechselraten und Energieeffizienz.
In der Praxis fehlt oft die Zeit, diese Anforderungen systematisch zu analysieren und umzusetzen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG an. Unsere Kunden schätzen die partnerschaftliche Herangehensweise und die technische Tiefe unserer Beratung.
Technische Potenziale
Ein typisches RLT-System besteht aus:

- Außenluftansaugung,
- Mischkammer,
- Filterstufen,
- Wärmetauscher,
- Ventilatoren,
- Befeuchter,
- Kühler und
- Zuluftverteilung.
Die Luftströme bilden die Grundlage für die gezielte Klimatisierung industrieller Räume.
Effizienzpotenziale im Detail
RLT-Systeme bestehen aus vielen unterschiedlichen Komponenten, die bei ungeeigneter Auslegung oder Regelung den Energieverbrauch des Systems erhöhen können. Für die Optimierung der Energieeffizienz der Gesamtanlage, ist daher die Betrachtung der Einsparpotenziale der relevanten Komponenten entscheidend.
Luftfilter
Moderne Filter mit hoher Staubspeicherfähigkeit und geringem Anfangsdruckverlust reduzieren den Energiebedarf erheblich. Die Kostenbilanz zeigt: 80 % der Betriebskosten eines Filterelements entfallen auf Energie. Größere Filterflächen und optimierte Bauformen senken den Druckverlust und verlängern die Standzeit.
Wärmerückgewinnung (WRG)
Systeme wie Rotationswärmetauscher oder Kreuzstromwärmetauscher erreichen Wirkungsgrade von bis zu 80 %. Die Betriebskosten eines Lüftungsgeräts können dadurch um bis zu 45 % gesenkt werden. Besonders in der Heizperiode ist Wärmerückgewinnung ein entscheidender Faktor zur Reduktion thermischer Lasten.
Befeuchtung und Entfeuchtung
In der Heizperiode verursacht die Befeuchtung bis zu 39 % der Energiekosten. Eine bedarfsgerechte Steuerung (etwa durch Feuchtesensoren und zeitlich begrenzte Betriebsmodi) spart signifikant. Luftwäscher bieten zusätzlich eine Reinigung der Luft und reduzieren Schadstoffbelastungen.
Luftförderung
Der Systemwirkungsgrad ergibt sich aus der Kombination von Frequenzumrichter, Motor, Riemenantrieb, Ventilator und Einbauqualität. Optimierte Komponenten und deren Abstimmung können den Gesamtwirkungsgrad deutlich verbessern.
Bedarfsorientierte Luftförderung
Eine Reduktion der Luftwechselrate von 5 auf 1 – etwa durch CO2-Fühler oder Personentaster – senkt die Energiekosten um bis zu 36 %. Die Kombination mit Nachtabsenkung und zonenbasierter Steuerung erhöht die Effizienz zusätzlich.
Luftverteilsysteme
Strömungsgünstige Kanalgeometrien, glatte Rohrinnenflächen und reduzierte Einbauten minimieren Druckverluste. Die Leckluftrate beeinflusst direkt die spezifische Ventilatorleistung (SFP). Eine Umstellung von Dichtheitsklasse A (6 %) auf Klasse B (2 %) spart bis zu 12 % Ventilatorleistung.
Ventilatoren
Die SFP-Werte klassifizieren die Effizienz von Ventilatorsystemen. Zielwert für Industrieanlagen: SFP-3 (750–1250 Ws/m3). Je niedriger der Wert, desto effizienter die Luftförderung. Förderprogramme setzen diesen Wert als Mindestanforderung.
Nutzung der Raumwärme
Zonenweise Temperierung, getrennte Steuerung von Heizlüftern und die Einhausung von Pausenbereichen vermeiden unnötige Heizlasten. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C senkt die Heizkosten um bis zu 6 %.

Ein Praxisbeispiel: Die Einhausung eines Pausenbereichs mit Fertigbüros und Elektroheizung spart gegenüber der Beheizung eines gesamten Hallenteils mehrere tausend Euro jährlich – bei Investitionskosten unter 5000 €.
Simulation zeigt: bis zu 43 % Einsparung möglich
Eine interne Simulation der SEMPACT AG zeigt: Durch Steuerungsanpassung und Wärmerückgewinnung lassen sich bis zu 925.000 kWh und 44.000 € jährlich einsparen – bei gleichbleibender Produktionsqualität. Die wirtschaftlichste Maßnahme ist die Wochenendabsenkung der Luftwechselrate, die energieeffizienteste Kombination umfasst zusätzlich Wärmerückgewinnung.
Warum SEMPACT?
Wir begleiten Sie von der Analyse über die Maßnahmenplanung bis zur Fördermittelbeantragung. Unsere Leistungen umfassen:
- Technische Bewertung Ihrer RLT-Systeme
- Identifikation konkreter Einsparpotenziale
- Umsetzung und Qualitätssicherung
- Schulung Ihrer Mitarbeitenden
Sie profitieren von:
- Rechtssicherheit durch normgerechte Umsetzung
- Fördermittelzugang über BEG und BAFA
- Produktionssicherheit durch stabile Klimabedingungen
- Wirtschaftlichkeit durch kurze Amortisationszeiten
Quellen:
Dipl.-Ing. Thomas Schedl
Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001
Fon: +49 8191 657088-10
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