Schlagwort: Energieaudits

Jetzt Förderung für Dekarbonisierung der Industrie sichern – BIK-Förderaufruf 2026

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat den zweiten Förderaufruf zum Modul 1, Teilmodule 1 und 3 der Bundesförderung für Dekarbonisierung der Industrie und Carbon Management (BIK) veröffentlicht. Unternehmen erhalten damit die Chance, attraktive Zuschüsse für Investitionen und Forschungsprojekte zur Reduktion von CO₂-Emissionen zu sichern.


Der Förderaufruf basiert auf der BIK Förderrichtlinie vom 26. August 2024 und unterstützt Projekte, die Treibhausgasemissionen industrieller Prozesse nachhaltig reduzieren und zur Klimaneutralität bis 2045 beitragen.

Warum jetzt handeln?

Um von der Förderung zu profitieren, müssen Unternehmen bis zum 28. Februar 2026 ihre Projektskizze einreichen, um die Fristen noch einzuhalten. Die Auswahl der Projekte erfolgt wettbewerblich und abhängig von den verfügbaren Haushaltsmitteln.

Was wird gefördert? – Dekarbonisierung und industrielle Transformation

Gefördert werden Unternehmen, die innovative Investitionen oder F&E Projekte umsetzen, um CO₂ Emissionen aus industriellen Prozessen dauerhaft zu reduzieren. Dazu zählen:

  • Modernisierung emissionsintensiver Produktionsanlagen
  • Einführung CO₂-armer oder -freier Technologien
  • Forschung an neuen Verfahren zur Dekarbonisierung

Dazu zählen insbesondere Vorhaben zur Elektrifizierung thermischer Prozesse – etwa elektrische Öfen, Induktion oder Wärmepumpen über 100 °C – kombiniert mit Abwärmerückgewinnung und Lastflexibilisierung. Ergänzend können Brennstoffwechselmaßnahmen auf grünen Wasserstoff in Hochtemperatur‑Prozessen umgesetzt werden. Die BIK-Förderung umfasst dabei sowohl anwendungsorientierte Investitionen als auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in unterschiedlichsten Industriesektoren.

Ihre Vorteile als Unternehmen – Das bringt Ihnen die BIK-Förderung Attraktive Zuschüsse für Investitionen und Forschung & Entwicklung

Je nach Projektart sind hohe Förderquoten möglich:

  • bis zu 40–50 % für Investitionsvorhaben (Modul 1)
  • bis zu 50 % bei industrieller Forschung
  • bis zu 25 % bei experimenteller Entwicklung
  • für KMU sogar bis zu 80 % dank Aufschlägen

Wettbewerbs- und Standortvorteile

Mit der Förderung stärken Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit durch:

  • geringere CO₂ Kosten
  • erhöhte regulatorische Sicherheit
  • stabile, klimafreundliche Produktionsbedingungen

Strategischer Beitrag zur Klimaneutralität 2045

Der Förderaufruf unterstützt Unternehmen, die aktiv zur dekarbonisierten Industrie der Zukunft beitragen möchten.

SEMPACT – Ihr Partner für Energieeffizienz & Fördermittelberatung

Seit über 15 Jahren begleitet SEMPACT Unternehmen auf dem Weg zur Energieeffizienz, Dekarbonisierung und erfolgreichen Fördermittelbeantragung. Mit mehr als 250 erfolgreich umgesetzten Projekten verfügen wir über tiefgehende technische Expertise – besonders im industriellen Umfeld.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Technische Bewertung Ihrer kompletten Produktionsprozesse und technischen Anlagen
  • Identifikation konkreter Energie- und CO₂ Einsparpotenziale
  • Maßnahmenplanung, Umsetzung & Qualitätssicherung
  • Schulung Ihrer Mitarbeitenden

Ihre Vorteile mit SEMPACT

  • Rechtssicherheit durch normgerechte Umsetzung
  • Zugang zu Fördermitteln (BIK, BEG, BAFA u. a.)
  • Produktionssicherheit durch stabile Klimabedingungen
  • Hohe Wirtschaftlichkeit mit kurzen Amortisationszeiten

Wir verstehen uns nicht nur als externe Prüfinstanz, sondern als strategischer Partner, der die Sprache der Industrie spricht. Unser Ansatz: Energieeffizienz als integrierter Bestandteil Ihrer Unternehmensstrategie – nicht als Einzelmaßnahme.

Jetzt starten – Wir begleiten Sie durch den gesamten BIK-Förderprozess


Nutzen Sie die historische Chance, Ihr Unternehmen zukunftsfit zu machen und sich Fördermittel zu sichern. Wir unterstützen Sie von der Analyse bis zum fertigen Förderantrag.

Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gern!

Ihr Experte für Energieaudits

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für Energieaudits

Energieaudit DIN EN 16247: Ein strategisches Instrument für mittelständische Industrieunternehmen

Energieaudit DIN EN 16247

Viele Geschäftsführer:innen von Industriebetrieben stehen vor der Aufgabe, ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Die internationale Konkurrenz wächst, qualifizierte Fachkräfte sind begehrt und die wirtschaftliche Lage verlangt strategisches Geschick. Gleichzeitig eröffnen steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit neue Chancen: Wer rechtzeitig handelt, kann nicht nur gesetzliche Vorgaben wie die Audit-Pflicht gemäß EDL-G erfüllen, sondern auch die eigene Wettbewerbsposition stärken und langfristige Kostenvorteile realisieren.

Mit System zur Einsparung: Wie das Energieaudit DIN EN 16247 Klarheit schafft

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 bietet hier einen entscheidenden Hebel.

Johannes Barnbacher

Johannes Barnbacher, Vorstand der SEMPACT AG, bringt es auf den Punkt:

„Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 ermöglicht mittelständischen Unternehmen klare Einblicke in Ihre konkreten Einsparpotenziale und liefert einen individuellen Maßnahmenplan für die Umsetzung.“

Die strukturierte Vorgehensweise beginnt mit einer technischen Bestandsanalyse, bei der sämtliche energierelevanten Anlagen und Prozesse detailliert erfasst werden. Darauf aufbauend erfolgt die Identifizierung und Bewertung von Energieeffizienzpotenzialen – ein Schritt, der nicht nur ökologische, sondern vor allem ökonomische Relevanz besitzt.

Häufig stehen Geschäftsführer:innen dem Thema Energieaudit zunächst skeptisch gegenüber. Die Sorge vor zusätzlichem Aufwand, unklaren Ergebnissen oder fehlender interner Kapazität ist nachvollziehbar. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit den Expert:innen der SEMPACT AG an. Unsere Kund:innen schätzen insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen.

Statt pauschaler Empfehlungen erhalten unsere Kund:innen belastbare Daten, umsetzbare Maßnahmen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage – etwa für Investitionen in effizientere Technologien oder die Beantragung des Spitzenausgleichs bei Strom- und Energiesteuer.

Die SEMPACT AG versteht sich nicht als Kontrollinstanz, sondern als strategischer Partnerin. Unsere Berater:innen sprechen die Sprache der Industrie, kennen die betrieblichen Abläufe und bringen tiefgehendes technisches Verständnis mit. Dadurch gelingt es, Energieeffizienz nicht als isoliertes Projekt, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu etablieren.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kann dies den entscheidenden Unterschied machen – durch reduzierte Betriebskosten, gesteigerte Resilienz und eine gestärkte Position im Wettbewerb.

Ein Energieaudit ist somit weit mehr als eine gesetzliche Pflicht. Es ist ein Werkzeug, das mittelständischen Betrieben hilft, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – mit klarem Blick auf Potenziale, Risiken und Chancen.

Quellen:

Ihr Experte für Energieaudits

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

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Raumlufttechnische Anlagen als Effizienzhebel

Effizienzpotenziale für Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen)

Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Produktionssicherheit, Qualitätsanforderungen und steigendem Kostendruck. Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) sind dabei ein oft unterschätzter Hebel zur Effizienzsteigerung – technisch komplex, aber wirtschaftlich hochrelevant. Gerade in industriellen Umgebungen, in denen Luftqualität und Temperatur direkte Auswirkungen auf Produktivität und Prozessstabilität haben, bieten RLT-Systeme enorme Optimierungschancen. Wer hier gezielt ansetzt, kann nicht nur Energie sparen, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und die Betriebssicherheit erhöhen. Die gute Nachricht: Viele dieser Potenziale lassen sich mit überschaubarem Aufwand erschließen und sie zahlen sich schnell aus.

Ihre Herausforderungen, unsere Expertise

Die Aufgaben der Raumklimatisierung reichen von der Luftkonditionierung für Mitarbeitende, Maschinen und Materialien bis zur Sicherstellung hygienischer Bedingungen. Die DIN 1946 unterscheidet zwischen Raumlufttechnik, Prozesslufttechnik und freien Lüftungssystemen – jede mit spezifischen Anforderungen. Gesetzliche Vorgaben wie die ASR A3.5, VDI 6022, VDI 3803, DIN EN 16798 und das GEG definieren klare Grenzwerte für Temperatur, Feuchte, Luftwechselraten und Energieeffizienz.

In der Praxis fehlt oft die Zeit, diese Anforderungen systematisch zu analysieren und umzusetzen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG an. Unsere Kunden schätzen die partnerschaftliche Herangehensweise und die technische Tiefe unserer Beratung.

Technische Potenziale

Ein typisches RLT-System besteht aus:

Typischer Aufbau RLT Anlage
  • Außenluftansaugung,
  • Mischkammer,
  • Filterstufen,
  • Wärmetauscher,
  • Ventilatoren,
  • Befeuchter,
  • Kühler und
  • Zuluftverteilung.

Die Luftströme bilden die Grundlage für die gezielte Klimatisierung industrieller Räume.

Effizienzpotenziale im Detail

RLT-Systeme bestehen aus vielen unterschiedlichen Komponenten, die bei ungeeigneter Auslegung oder Regelung den Energieverbrauch des Systems erhöhen können. Für die Optimierung der Energieeffizienz der Gesamtanlage, ist daher die Betrachtung der Einsparpotenziale der relevanten Komponenten entscheidend.

Luftfilter

Moderne Filter mit hoher Staubspeicherfähigkeit und geringem Anfangsdruckverlust reduzieren den Energiebedarf erheblich. Die Kostenbilanz zeigt: 80 % der Betriebskosten eines Filterelements entfallen auf Energie. Größere Filterflächen und optimierte Bauformen senken den Druckverlust und verlängern die Standzeit.

Wärmerückgewinnung (WRG)

Systeme wie Rotationswärmetauscher oder Kreuzstromwärmetauscher erreichen Wirkungsgrade von bis zu 80 %. Die Betriebskosten eines Lüftungsgeräts können dadurch um bis zu 45 % gesenkt werden. Besonders in der Heizperiode ist Wärmerückgewinnung ein entscheidender Faktor zur Reduktion thermischer Lasten.

Befeuchtung und Entfeuchtung

In der Heizperiode verursacht die Befeuchtung bis zu 39 % der Energiekosten. Eine bedarfsgerechte Steuerung (etwa durch Feuchtesensoren und zeitlich begrenzte Betriebsmodi) spart signifikant. Luftwäscher bieten zusätzlich eine Reinigung der Luft und reduzieren Schadstoffbelastungen.

Luftförderung

Der Systemwirkungsgrad ergibt sich aus der Kombination von Frequenzumrichter, Motor, Riemenantrieb, Ventilator und Einbauqualität. Optimierte Komponenten und deren Abstimmung können den Gesamtwirkungsgrad deutlich verbessern.

Bedarfsorientierte Luftförderung

Eine Reduktion der Luftwechselrate von 5 auf 1 – etwa durch CO2-Fühler oder Personentaster – senkt die Energiekosten um bis zu 36 %. Die Kombination mit Nachtabsenkung und zonenbasierter Steuerung erhöht die Effizienz zusätzlich.

Luftverteilsysteme

Strömungsgünstige Kanalgeometrien, glatte Rohrinnenflächen und reduzierte Einbauten minimieren Druckverluste. Die Leckluftrate beeinflusst direkt die spezifische Ventilatorleistung (SFP). Eine Umstellung von Dichtheitsklasse A (6 %) auf Klasse B (2 %) spart bis zu 12 % Ventilatorleistung.

Ventilatoren

Die SFP-Werte klassifizieren die Effizienz von Ventilatorsystemen. Zielwert für Industrieanlagen: SFP-3 (750–1250 Ws/m3). Je niedriger der Wert, desto effizienter die Luftförderung. Förderprogramme setzen diesen Wert als Mindestanforderung.

Nutzung der Raumwärme

Zonenweise Temperierung, getrennte Steuerung von Heizlüftern und die Einhausung von Pausenbereichen vermeiden unnötige Heizlasten. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C senkt die Heizkosten um bis zu 6 %.

Ein Praxisbeispiel: Die Einhausung eines Pausenbereichs mit Fertigbüros und Elektroheizung spart gegenüber der Beheizung eines gesamten Hallenteils mehrere tausend Euro jährlich – bei Investitionskosten unter 5000 €.

Simulation zeigt: bis zu 43 % Einsparung möglich

Eine interne Simulation der SEMPACT AG zeigt: Durch Steuerungsanpassung und Wärmerückgewinnung lassen sich bis zu 925.000 kWh und 44.000 € jährlich einsparen – bei gleichbleibender Produktionsqualität. Die wirtschaftlichste Maßnahme ist die Wochenendabsenkung der Luftwechselrate, die energieeffizienteste Kombination umfasst zusätzlich Wärmerückgewinnung.

Warum SEMPACT?

Wir begleiten Sie von der Analyse über die Maßnahmenplanung bis zur Fördermittelbeantragung. Unsere Leistungen umfassen:

  • Technische Bewertung Ihrer RLT-Systeme
  • Identifikation konkreter Einsparpotenziale
  • Umsetzung und Qualitätssicherung
  • Schulung Ihrer Mitarbeitenden

Sie profitieren von:

  • Rechtssicherheit durch normgerechte Umsetzung
  • Fördermittelzugang über BEG und BAFA
  • Produktionssicherheit durch stabile Klimabedingungen
  • Wirtschaftlichkeit durch kurze Amortisationszeiten
Ihr Experte für RLT-Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für RLT-Anlagen

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft!

Warum Druckluftsysteme in mittelständischen Betrieben dringend auf den Prüfstand gehören

Effizienzpotenziale in der Druckluft

Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft – nicht nur zur Leckage, sondern buchstäblich auch dem Geld hinterher. Denn in der täglichen Verantwortung, Produktionsprozesse sicher und stabil zu betreiben, stehen Sie unter permanentem Effizienz- und Kostendruck. Gerade in mittelständischen Industriebetrieben, in denen Druckluftsysteme oft historisch gewachsen und wenig transparent sind, schlummern erhebliche energetische und wirtschaftliche Potenziale – und Risiken.

Betriebskosten als Hebel in der Druckluft

Die energetische Betrachtung eines Druckluftsystems zeigt: Nur etwa 5 % der eingesetzten elektrischen Energie gelangen als Nutzenergie in die Anwendung. Der Rest verpufft in Kompressorverlusten, Kühlung, Leerlauf, Druckverlusten und Leckagen. Ein typischer Schraubenkompressor mit 50 kW Leistung verursacht über 15 Jahre Betrieb Energiekosten von bis zu 450.000 €, bei einer Investition von nur 65.000 €. Die Relation ist eindeutig: Die Betriebskosten dominieren – und sind beeinflussbar.

Drucklufterzeugung

Drucklufterzeugung ist dabei der erste Hebel. Viele Kompressoren sind überdimensioniert oder falsch geregelt. Nicht drehzahlgeregelte Modelle laufen im Leerlauf mit bis zu 30 % Energieverbrauch – ohne Nutzen. Bei jedem Lastwechsel wird zusätzlich Luft „verbraucht“, da der Verdichter entspannt wird. Die Folge: unnötige Kosten und CO2-Emissionen. Drehzahlgeregelte Kompressoren bieten hier Vorteile, sind aber nur bei richtiger Auslegung und Steuerung effizient. Die Typenschildanalyse und die Auswertung von Betriebs- und Laststunden sind essenziell, um die tatsächliche Auslastung zu bewerten.

Druckluftaufbereitung

Die Druckluftaufbereitung – insbesondere Trocknung und Filtration – ist oft überdimensioniert. Ein Adsorptionstrockner kann bis zu 35.000 kWh jährlich verbrauchen, ein Kältetrockner nur 7.000 kWh. Die Differenz: 4.200 € jährlich – bei vergleichbarer Qualität. Auch elektronische Kondensatableiter sparen Energie und vermeiden Druckluftverluste. Die Auswahl der Filterstufen beeinflusst den Differenzdruck und damit den Energiebedarf. Hier gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Druckluftverteilung

In der Druckluftverteilung entscheidet die Rohrdimensionierung über Druckverluste. Ein zu kleiner Durchmesser kann bis zu 2.620 € jährlich kosten – allein durch unnötigen Druckabfall. Ringleitungen bieten Versorgungssicherheit und reduzieren Druckverluste. Wartungseinheiten, Kupplungen und Schlauchanschlüsse sind typische Leckagequellen. Eine Leckage von nur 3 mm verursacht bis zu 5.250 € jährlich – hörbar, aber oft ignoriert. Die Leckageermittlung mittels Ultraschall oder Behältermethode ist ein Muss. Denn: „Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft“ – und das Budget gleich mit.

Druckluftverwendung

Die Druckluftverwendung selbst ist der letzte Prüfpunkt. Viele Anwendungen lassen sich durch elektrische Alternativen ersetzen – effizienter, wartungsärmer und kostengünstiger. Hier lohnt sich die Substitutionsanalyse.

Komplexität fordert Expertenwissen

Doch warum gelingt die Umsetzung dieser Potenziale in der Praxis oft nicht? Die Antwort liegt in der Komplexität der Systeme und der fehlenden Transparenz. An dieser Stelle wird deutlich, wie wertvoll die Unterstützung durch externe Spezialistinnen und Spezialisten der SEMPACT AG ist. Unsere Kund:innen schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Beraterinnen und Berater. Wir analysieren nicht nur die Ist-Situation, sondern begleiten Sie bei der Umsetzung – von der Messtechnik bis zur Integration in Ihre Leittechnik.

Fazit: Druckluft ist teuer und oft ineffizient. Eine systematische energetische Betrachtung, kombiniert mit technischer Expertise und praxisnaher Umsetzung, schafft Transparenz und spart bares Geld. Sie haben die Hebel in der Hand – nutzen Sie sie. Und wenn es noch einmal zischt, wissen Sie, wer mit Ihnen gemeinsam Löcher stopft: Die Energieeffizienzexpert:innen von SEMPACT.

Ihr Experte für PV-Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

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Ihr Experte für Förderungen

Managementsysteme integrieren: Synergien nutzen, Zukunft sichern

Flechten bilden eine Symbiose aus Algen und Pilzen

Ein System ist gut – mehrere im Einklang sind besser. Die Integration von Nachhaltigkeits-, Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitsschutz- und Energiemanagement schafft nicht nur Ordnung, sondern echte Mehrwerte für Ihr Unternehmen und dessen Mitarbeitende.

Ordnung im Management-Chaos

Eine einheitliche Systemlogik bringt Ordnung ins Management-Chaos.Die gemeinsame Struktur moderner Managementsysteme erlaubt es, die einzelnen Managementthemen systematisch, systemisch und vernetzt zu steuern. Prozesse werden entlang des bewährten Plan-Do-Check-Act-Zyklus gestaltet, Synergien genutzt und Doppelarbeit vermieden. Das Ergebnis: Ein integriertes System, das Ressourcen spart, Audits verschlankt und strategische Klarheit schafft. Viele Betriebe unterschätzen die Vorteile dieser Integration. Die Folge sind ineffiziente Abläufe, doppelte Arbeit und verpasste Chancen zur Vermeidung von Verschwendung, Verlust und Emissionen. Dabei bietet die Zusammenführung nicht nur organisatorische Vorteile, sondern auch technische Hebel: Die Verringerung von Verbrauch und Emissionen durch Erneuerung, Technologiewechsel u. a. Optimierungsmaßnahmen wird systematisch erfasst und gesteuert. Unvermeidbare Verbräuche und Emissionen lassen sich gezielt kompensieren, etwa durch Einzahlungen in CO2-Minderungsprojekte wie die Optimierung von Produktions- oder Energieerzeugungsprozessen.

SEMPACT als Übersetzerin, Vereinfacherin und strategische Begleiterin

Wir erleben, wie Unternehmen durch unsere Unterstützung neue Perspektiven gewinnen. Unsere Kunden schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen. Wir helfen Ihnen, nicht nur Norm-Anforderungen zu erfüllen, sondern Ihre Systeme strategisch auszurichten: mit Fokus auf Wirkung und Nutzen. Denken in Auswirkungen (deshalb „systemisch“) bedeutet, dass jede Maßnahme auf ihre tatsächliche Relevanz für Ihre Unternehmensziele geprüft wird.

Ramona Lütcherath, SEMPACT AG

Ramona Lütcherath, EHS-Coach und -Auditorin bei SEMPACT, bringt es auf den Punkt: „Balance ist das entscheidende Stichwort; Balance zwischen Kontrolle und Kreativität, zwischen Norm-Erfüllung und echter Wirkung. Sie sorgt für lebendige und transparente Managementprozesse.“

Gerade im Kontext von Nachhaltigkeit bedeutet Balance, nicht nur Emissionen oder Verbräuche zu zählen, sondern Verantwortung zu übernehmen: für das große Ganze, für das Klima, für die Zukunft. Wer systemisch denkt, erkennt, dass technische Optimierung und menschliches Handeln Hand in Hand gehen müssen – und dass jedes System nur so gut ist wie seine gelebte Praxis.

Wer heute integriert, gestaltet morgen mit. Die Zusammenführung Ihrer Managementsysteme ist kein Selbstzweck, sondern ein kraftvoller Hebel für unternehmerische Verantwortung und nachhaltige Wirkung. In Zeiten des Klimachaos braucht es mehr als technische Lösungen – es braucht Haltung. Mit SEMPACT als Partnerin gewinnen Sie nicht nur Struktur und Effizienz, sondern auch die Klarheit, wo Ihr Unternehmen steht – und wohin es gehen kann. Gemeinsam schaffen wir Systeme, die nicht nur Normen erfüllen, sondern Zukunft ermöglichen. Denn echte Nachhaltigkeit beginnt dort, wo Reflexion zur Handlung wird.

Ihre Expertin

Dipl.-Ing. (FH) Ramona Lütcherath

EHS-Coach und -Auditorin

Fon: +49 8191 657088-11

Mobil: +49 172 7822594

Ihre Expertin

Strukturierte Problemlösung in der Energieeffizienz: Ein praxisnaher Leitfaden für Energiemanager:innen

In mittelständischen Industrieunternehmen sind Sie als Energiemanager:in mit einer Vielzahl technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Herausforderungen konfrontiert. Die Aufgabe, Energieeffizienzmaßnahmen zu identifizieren, zu priorisieren und deren Umsetzung zu überwachen, verlangt nicht nur technisches Know-how, sondern auch methodische Klarheit und kommunikative Kompetenz. Die Komplexität der Prozesse, die Vielfalt der eingesetzten Technologien und die oft begrenzten Ressourcen machen es erforderlich, systematisch und strukturiert vorzugehen.

Herausforderungen des Energiemanagements

Ein zentrales Hindernis in der Praxis ist die fehlende Transparenz über energetische Schwachstellen. Ohne eine fundierte Situationsanalyse bleibt die Ursachenforschung oberflächlich. Erst durch die gezielte Erhebung von Verbrauchsdaten, Prozessparametern und Betriebsverhalten lassen sich belastbare Hypothesen zur Problemdefinition ableiten. Dabei helfen Werkzeuge wie Energieflussdiagramme, Sankey-Darstellungen oder thermografische Analysen, um energetische Verluste sichtbar zu machen.  

Herausforderungen im Energiemanagement

Die strukturierte Erfassung – das heißt, die Erfassung nach einem klaren Schema – von Ist-Zuständen bildet die Grundlage für jede weitere Maßnahme. Dazu gehören die Erfassung der Energieverbraucher, die Messung und Analyse von Energieflüssen, die Zuordnung zu Prozessen oder Bereichen, die Bewertung der Energieeffizienz und die Dokumentation der Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren.

Präzise Zieldefinition ist entscheidend

Die Zieldefinition verlangt Klarheit über die angestrebten Verbesserungen. Ob es um die Reduktion spezifischer Energiekennzahlen, die Senkung von Lastspitzen oder die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit geht – ohne ein präzises Zielbild bleibt jede Maßnahme beliebig. Hier empfiehlt sich die Anwendung von SMART-Kriterien (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert), um Zielsetzungen greifbar und überprüfbar zu machen.

Lösungssuche in Zusammenarbeit

In der Lösungssuche zeigt sich, wie wertvoll interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Technische Optionen wie Wärmerückgewinnung, Frequenzumrichter, Druckluftoptimierung oder Prozessintegration müssen nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich bewertet werden. Die Lebenszykluskostenanalyse (LCCA) bietet hier eine fundierte Entscheidungsgrundlage, indem sie Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten über die gesamte Nutzungsdauer hinweg berücksichtigt. Ergänzend kann die Total Cost of Ownership (TCO)-Betrachtung helfen, versteckte Kosten aufzudecken.

Wie Ramona Lütcherarth, EHS-Coach und -Auditorin, treffend formuliert: „Ein strukturierter Problemlöseprozess ist aus mehreren Gründen entscheidend für die erfolgreiche Lösungsfindung.“

Gerade in dieser Phase profitieren viele Unternehmen von der Zusammenarbeit mit externen Partnern wie der SEMPACT AG. Unsere Kunden schätzen insbesondere die Kombination aus hoher technischer Expertise und partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Externe Experten bringen nicht nur frische Perspektiven, sondern auch bewährte Methoden zur Maßnahmenpriorisierung mit – etwa durch die Anwendung von Pareto-Analysen, ABC-Klassifizierungen oder Kosten-Nutzen-Bewertungen. So lassen sich Maßnahmen mit hoher Wirkung und kurzer Amortisationszeit gezielt identifizieren und strategisch umsetzen.

Die Entscheidungsphase erfordert nicht nur technisches Verständnis, sondern auch kommunikatives Geschick. Unterschiedliche Interessen – etwa zwischen Produktion, Instandhaltung und strategischem Management – müssen moderiert und in eine tragfähige Entscheidung überführt werden. Hier hilft eine klare Agenda, die Verantwortlichkeiten, Zeitrahmen und Entscheidungsbedarfe transparent macht. Die Rolle der Gesprächsmoderation ist dabei zentral: Sie sorgt für Struktur, steuert Beiträge und stellt sicher, dass alle relevanten Perspektiven gehört werden. Eine rollierende Moderation fördert die Disziplin und stärkt die Gruppenverantwortung.

Im Aktionsplan werden die beschlossenen Maßnahmen konkretisiert: Wer übernimmt was bis wann, mit welchen Ressourcen? Eine präzise Dokumentation ist nicht nur für die Umsetzung, sondern auch für die spätere Wirksamkeitskontrolle entscheidend. Nur wenn die Effekte gemessen und reflektiert werden, kann aus der Maßnahme auch ein nachhaltiger Lernprozess entstehen. Hier empfiehlt sich die Anwendung von Kennzahlen (KPIs) wie spezifischer Energieverbrauch, CO2-Reduktion pro Produktionseinheit, Energieeinsparung pro Betriebsstunde einer Maschine oder pro erzeugter Energiemenge.

Reflexion zur kontinuierlichen Verbesserung der eignen Arbeitsweise

Die abschließende Reflexion des gesamten Prozesses – von der Analyse bis zur Umsetzung – ist kein Selbstzweck. Sie ermöglicht es, systematische Schwächen im Vorgehen zu erkennen und kontinuierlich zu verbessern. Methoden wie strukturierte Feedbackrunden oder retrospektive Workshops helfen, die Qualität der Zusammenarbeit zu steigern und eine echte Fehlerkultur zu etablieren. Die Erfahrung zeigt, dass gerade in mittelständischen Betrieben oft an ineffizienten Routinen festgehalten wird. Ein bewusster Umgang mit Fehlern und die Bereitschaft zur Veränderung sind daher zentrale Erfolgsfaktoren.

Ein weiterer Aspekt, der häufig unterschätzt wird, ist die Kommunikation zwischen den beteiligten Abteilungen. Energiemanagement ist kein isolierter Prozess, sondern muss in die gesamte Unternehmensstruktur integriert werden. Die Einbindung von Energieteam, Produktion, Instandhaltung, Entwicklung, Auslegungsplanung, Einkauf und Geschäftsführung ist entscheidend für die Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Hier helfen interdisziplinäre Projektteams, regelmäßige Statusmeetings und transparente Entscheidungswege mit transparenten Entscheidungskriterien.

Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner wie der SEMPACT AG bietet Ihnen nicht nur methodische Sicherheit, sondern auch Zugang zu tiefgreifendem technischem Know-how – von der Energieverbrauchsanalyse über die Lastgangbewertung bis hin zur Prozessintegration energieeffizienter Technologien. Unsere Beraterinnen und Berater bringen nicht nur Fachwissen, sondern auch Erfahrung aus zahlreichen Projekten mit, die Ihnen helfen, typische Fallstricke zu vermeiden und bewährte Lösungen zu adaptieren. Wenn Sie Ihre Rolle als Energiemanager:in nicht nur als operative Instanz, sondern als strategische Gestalter:in verstehen, dann ist ein strukturierter Problemlöseprozess Ihr wichtigstes Werkzeug. Denn nur wer systematisch vorgeht, kann Komplexität beherrschen, Ressourcen gezielt einsetzen und nachhaltige Ergebnisse erzielen. Die Kombination aus methodischer Klarheit, technischer Tiefe und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen im Mittelstand.

Ein typischer Problemlöseprozess

  • 1.Situationsanalyse: Die Situation wird aus mindestens drei Seiten beleuchtet durch Fragen nach der Situation, Fragen nach dem Verhalten, Fragen nach den Auswirkungen. Alle relevanten Informationen und Daten werden gesammelt, um ein umfassendes Bild des Problems zu erhalten.
  • 2.Problemdefinition: Das Problem wird klar und präzise definiert. Es ist wichtig, das Problem vollständig zu verstehen, bevor man mit der Lösungsfindung beginnt.
  • 3.Zieldefinition: Welches der angegebenen Probleme wollen wir (heute) fokussieren und bearbeiten?
  • 4.Lösungssuche: Die gesammelten Informationen werden analysiert, um die Ursachen des Problems zu identifizieren und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Verschiedene Lösungsoptionen werden entwickelt und bewertet. Kreativität und Innovation sind hier gefragt, um möglichst viele Ansätze zu finden.
  • 5.Entscheidungsphase: Die beste Lösung wird ausgewählt, basierend auf den Bewertungen und Analysen der verschiedenen Optionen.
  • 6.Aktionsplanung: Für die gewählte Lösung werden Umsetzungsschritte, Verantwortlichkeiten, Termine, Dauer, Ressourcenverfügbarkeit, Mitwirkende und Wirksamkeitsprüfungen festgelegt.
  • 7.Reflexion: Der Gesprächsverlauf von der Situationsanalyse, über die Problemdefinition, Zielfestlegung, Lösungsentwicklung, Entscheidung bis hin zur Aktionsplanung wird in der Gruppe nochmals reflektiert, um zu erkennen, ob alle Sichtweisen, die im Raum sind, berücksichtigt wurden.
  • 8.Sonstiges und Dokumentation: Der gesamte Prozess und die getroffenen Entscheidungen werden dokumentiert, um zukünftige Referenzen und Lernmöglichkeiten zu schaffen.

Quellen:

  • SEMPACT AG, interner Methodenkoffer „Problemlösungsschritte“, Stand 2025
  • Foto von Ev auf Unsplash
Ihre Expertin für Lösungen

Dipl.-Ing. (FH) Ramona Lütcherath

EHS-Coach und -Auditorin

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Mobil: +49 172 7822594

Ihre Expertin für Nachhaltigkeit

Sind Sie einer von 20?

Das Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (Energieeffizienzgesetz – EnEfG) verpflichtet alle Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh ihre Maßnahmen zur Einsparung von Energie zu strukturieren und diese Informationen zu veröffentlichen. Jährlich prüft das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 5% aller Unternehmen mit Stichproben auf Erfüllung der Gesetze. Die Stichproben werden mit einem Schreiben angekündigt und sind innerhalb von 4 Wochen online zu beantworten.

Im Rahmen einer Stichprobenkontrolle überprüft das BAFA die Pflichten zur Durchführung von Energieaudits gemäß § 8 des EnEfG. Gleichzeitig überprüft das Bundesamt die Veröffentlichung von Umsetzungsplänen gemäß § 9 des EnEfG. Diese Stichprobe kann auch Unternehmen treffen, die nicht unter den Anwendungsbereich der Gesetze fallen, denn auch diese sind verpflichtet eine Begründung online an das BAFA rückzumelden.

Gesetzliche Grundlagen

EnEfG

Alle Unternehmen mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh müssen ihre geplanten Energieeffizienzmaßnahmen auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Sie sind verpflichtet die DIN EN 17463 VALERI anzuwenden.

Ziel ist eine kaptialwertbasierte Bewertung der einzelnen Maßnahmen, welche in einem Umsetzungsplan mündet. Diese Umsetzungspläne sind zu veröffentlichen. Wie genau die Veröffentlichung zu erfolgen hat ist momentan noch nicht klar und wird vermutlich mit der Überarbeitung des EnEfG im Herbst 2024 bekannt gegeben.

Zusätzlich gilt für alle Unternehmen mit mehr als 7,5 GWh eine Einführungspflicht für Energie- oder Umweltmanagementsysteme.

EDL-G

Alle nicht KMUs ((> 250 MA und > 50 € Mio. Jahresumsatz) sind verpflichtet entweder ein Energiemanagementsystem einzuführen und zu betreiben oder mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchzuführen.

Folgende Informationen müssen bei einer Stichprobenkontrolle des BAFA zusammengetragen werden.

Wenn Sie ein Schreiben vom BAFA bekommen, welches Sie auffordert ihre Daten in das Onlineportal einzutragen, haben Sie ca. 4 Wochen Zeit folgende Informationen in digitaler Form (nur PDF) zusammenzutragen:

Richtigkeit der Angaben

Bestätigung der Richtigkeit der Angaben im elektronischen Formular (von der Geschäftsleitung unterschrieben).

Nachweis über die Durchführung des Energieaudits

Dieses Dokument bekommen Sie von SEMPACT beim Abschluss Ihres Energieaudits zusammen mit Ihrem Zertifikat.

Energieauditbericht

Den Bericht bekommen Sie von SEMPACT nach Fertigstellung Ihres letzten Energieaudits, also mit der Ergebnispräsentation.

Zertifikat des Energie- oder Umweltmanagementsystems

Dieses Zertifikat bekommen Sie von Ihrem Zertifizierer (zum Beispiel vom TÜV Austria).

Formlose Erklärung der Geschäftsführung

z. B. bei Verfristung, KMU-Status, Nicht-Durchführung

OREA ID

Finden Sie in Ihren Unterlagen zur Online-Meldung des Energieaudits

Angabe Erfüllungsoptionen Energieaudit

Zum Beispiel für Energieaudit, Mischsystem, Bagatellschwelle oder Anwendung der 90%-Regel im Gruppenverbund.

Sie haben das erforderliche Dokument nach Abschluss des Energieaudits von SEMPACT unterschrieben zugeschickt bekommen (als PDF und in ausgedruckter Form).

Gesamtenergieverbrauch der letzten 3 Jahre

Diese Information finden Sie in Ihrem Auditbericht von SEMPACT.

Abwärme Infos für Unternehmen > 7,5 GWh Gesamtenergieverbrauch

Sie finden diese Informationen in Ihren Abwärmebewertungen von SEMPACT oder haben Ihre Abwärme selbst ermittelt.

Wie und Wo werden die Informationen an das BAFA übertragen?

Wenn Ihr Unternehmen vom BAFA für eine Stichprobenkontrolle ausgewählt wird, bekommen Sie ein formelles Anschreiben mit Passwort und individueller Kennung. Diese benötigen Sie, um Ihre Daten und ausgefüllten Formulare im BAFA-Portal einzutragen. Auf dem Portal finden Sie eine geführte Maske, in die Sie alle oben genannten Informationen eintragen bzw. hochladen können. Für diesen Vorgang brauchen Sie, wenn alle Daten vorhanden sind, ca. 45 Minuten. Wenn Sie alle Daten eingereicht haben, bekommen Sie eine Eingangsbestätigung an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Über Art und Zeitraum der Rückmeldung ist im Moment noch nichts bekannt.

Wie kann SEMPACT mein Unternehmen unterstützen?

SEMPACT kann mit Expertise und Knowhow beim Prozess unterstützen. Bitte denken Sie daran uns rechtzeitig zu kontaktieren, da die Abgabefrist von 4 Wochen auch für uns sportlich ist.

Quelle:

Ihr Experte für BAFA Anfragen
Ihr Experte für Abwärme

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Im September beginnt ein neuer online-Lehrgang bei SEMPACT

Im September 2024 startet SEMPACT einen neuen online Lehrgang für Energiemanager:innen in der Industrie

Melden Sie sich zeitnah an

Im September 2024 starten wir wieder mit unserem Zertifikats-Lehrgang für Energiemanager:innen für die Industrie. Dieser Kurs fördert das Lernen von Energiemanager:innen und bringt Ihnen viel Praxis Knowhow, um mit alltäglichen Stresssituationen gelassen umgehen zu können.

Mehr Details finden Sie auf unserer speziellen Landingpage und auf der Akademie-Plattform.

Online-Lehrgang für Energiemanger:innen

Energiemanager:innen, die ihr Wissen durch Weiterbildungen, Lehrgänge und Seminare immer auf dem aktuellen Stand halten, können (neuen) Anforderungen im Beruf und Alltag souverän antworten. Das fördert das Selbstvertrauen und erhöht auch die Lebensqualität.

Zudem hat lebenslanges Lernen auch positive Effekte auf die Gesundheit von Energiemanager:innen. Denn wenn diese sich immer wieder mit Themen, wie Eigenstromerzeugung oder Effizienzpotenziale von Motoren, Pumpen und Ventilatoren auseinandersetzen, bleiben sie mental fit. Durch mentale Gesundheit kann Stress reduziert werden.

Melden Sie sich zu unserem Zertifikatslehrgang für Energiemanager:innen für die Industrie an und erleben Sie die Vorteile der Kursteilnahme selbst.

Schulungen nach Maß

Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen sind wesentliche Fähigkeiten, um Ziele zu verfolgen, Anforderungen zu bewältigen, Handlungsspielräume zu erweitern und Abläufe zielgerichtet zu gestalten. Das Know-how gehört zu den wertvollsten Gütern Ihres Unternehmens, denn es macht Ihr Unternehmen einzigartig und verleiht ihm einen hohen wirtschaftlichen Wert.

Der Besuch von Seminaren, Veranstaltungen und Kursen bietet Ihren Mitarbeiter(inne)n einen wichtigen Blick über den Tellerrand des Unternehmens hinaus. Durch den Kontakt zu Mitarbeiter(inne)n anderer Unternehmen und durch den Input externer Referent(inn)en können neue Impulse für die eigene Arbeit aufgenommen werden. Er bietet die Möglichkeit, eigene Arbeitsweisen zu überdenken und neue Methoden kennenzulernen. Gut ausgebildete Angestellte arbeiten glücklicher und motivierter, weil entsprechendes Training den Frust und die Sorgen am Arbeitsplatz vermindert. Außerdem mobilisieren Schulungen die Mitarbeiter(inne)n, weil sie dazu befähigt werden, ihr Rolle und Bedeutung innerhalb des Unternehmens zu verstehen.

Unser Angebot

Wenn es um die wirksame Umsetzung von Managementsystem-Vorgaben geht, sind immer mehrere Mitarbeiter oder ganze Abteilungen betroffen.

Die Erwartungshaltung der Führungskräfte dabei ist, dass Mitarbeiter(innen) ihr Handeln so optimieren, dass das gewünschte Ziel möglichst schnell und mit wenig Aufwand erreicht wird.

Die Erwartungshaltung der Mitarbeiter(innen) an die Führungskräfte ist, dass diese ihnen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die ein effektives Arbeiten ermöglichen und damit das Unternehmen seinen Zielen näherbringt.

Unsere Referent(inn)en werden immer wieder gefragt, wie andere Unternehmen „das“ machen. Jede Antwort, die wir darauf geben würden, würde zu einem „Ja, aber …“ führen, was zeigt, dass jedes Unternehmen in seinem ganz individuellen Umfeld (seinem eigenen Mikrokosmos) zurechtkommen muss. Dabei sind Vergleiche meist kontraproduktiv. Also gilt es, die eigene Antwort auf die Fragestellungen zu finden und Ver-ANTWORT-ung zu übernehmen.

Dabei begleiten wir Sie, mit unserem Know-how, unseren Kompetenzen und unseren Erfahrungen.

Wir erarbeiten Workshops, Seminare und Lehrgänge zu allen Beratungsthemen, die wir leisten, und schneidern diese auf Ihre Problemstellungen, Herausforderungen und Ihren Mikrokosmos zu. Wir binden Ihre Prozesse, Systemstrukturen, Ihren Technologiestand und Ihre Unternehmens­kultur mit ein. Ihre Mitarbeiter(innen) und Führungskräfte bleiben in ihrem gewohnten Arbeits­umfeld, womit der Praxisbezug der Inhouse-Schulung deutlich höher ist als bei einer externen Qualifizierungs­veranstaltung. 

Diese Fragen sollten Sie beantworten

Damit Ihre Schulung erfolgreich wird, empfehlen wir, dass Sie sich im Vorfeld zu den aufgeführten 4 Punkten Gedanken machen.

  1. Zielgruppe und Zielgrößen
    Was wünschen sich die Auftraggeber der Inhouse-Schulung? Warum wünschen Sie sich die Inhouse-Schulung? Wer sind die Teilnehmer(innen) der Schulung? Was wünschen sich die Teilnehmer(innen)? Was muss das Schulungsergebnis alles können? Wozu soll das Ergebnis dienen? Was genau machen die Teilnehmer(innen) mit dem Ergebnis? Was muss das Ergebnis unbedingt können, was muss es nicht können?
    Eine Beispielproblemstellung kann sein: Die Mitarbeiter(innen) der Einkaufsabteilung sollen Kriterien des Energie- und Umweltmanagements in ihre Geschäftsabläufe einbinden.
    Ein s.m.a.r.t.e.s. Ziel kann sein: Erarbeiten Sie gemeinsam mit den Mitarbeiter(innen) der Einkaufs­abteilung die beschaffungsrelevanten Energie- und Umweltkriterien und aktualisieren Sie entsprechend den Kernprozess der Beschaffung.
     
  2. Anwender
    Wer soll das Ergebnis (be-)nutzen? Wer profitiert davon?
    Ein Beispielanwender kann der Führungskreis sein: Durch die Substitution von Gefahrstoffen bzw. Verringerung von Gefährdungsklassen verringert sich das Ausmaß der Umwelt­aus­wirkungen im Falle eines Störfalls/Unfalls.
     
  3. Tabus/Nonchange
    Was möchten die Teilnehmer(innen) auf jeden Fall vermeiden? Was soll unbedingt erhalten bleiben?
    Ein Beispiel für ein Tabu kann sein, dass schlechte Erfahrungen von vorhergehenden Workshops mit anderen Experten wiederholt werden. Unantastbar kann das hohe eigenverantwortliche Arbeiten der Einkaufsabteilung sein.
     
  4. Budgetrahmen
    Wie viel Zeit darf die Inhouse-Schulung in Anspruch nehmen? Welches Schulungsformat ist vorgesehen? Sind Kleingruppenarbeiten vorgesehen? In welchen Räumen findet die Schulung statt? Wie ist die Teilnehmerversorgung organisiert? Welches Material wird benötigt? Was bekommen die Teilnehmer(innen) an die Hand?
    Grob geschätzt lässt sich sagen, dass ab einer Mindestteilnehmerzahl von 5 eine Inhouse-Schulung kostengünstiger ist als Einzelanmeldungen bei öffentlichen Schulungsangeboten.
    Planen Sie Tagessätze zu den Veranstaltungstagen doppelt als Vorbereitungszeit für den/die Referenten/in und vergessen Sie nicht die Reiseaufwendungen des/der Referenten/in.

Gern stehen wir an Ihrer Seite bei der Beantwortung der o. g. Fragestellungen und führen Sie behutsam durch die Themen und Probleme, die auf Sie zukommen in Zusammenhang mit der Schulungs­planung.

Die SEMPACT-Akademie arbeitet ausschließlich mit Referenten und Trainern zusammen, die ihre Berufserfahrung und Expertisen in breiten Einsatzfeldern der Industrie und Filialisten ganz unterschiedlicher Branchen erworben haben. Einige von ihnen haben neben ihrer beruflichen Qualifikation als Ingenieur Trainer- und Cochingausbildungen absolviert, so dass sie in die Lage versetzt sind, Gruppendynamiken zielorientiert zu steuern.

Mögliche Inhouse-Schulungen der SEMPACT-Akademie

  • DIN EN ISO 14001, 45001, 50001 und ihre Anforderungen für das Unternehmen
  • Verantwortung der Führungskräfte im Rahmen von Managementsystemen
  • Auditoren für Managementsysteme
  • Workshops strategische Nachhaltigkeit
  • Kennzahlen und Einflussgrößen
  • Verfahrens- und Prozessoptimierung
  • Lastenheft und Anbieterauswahl für Energiemonitoring
  • Wie geht weisungsloses Führen?
  • Retrospektiven
  • KickOff-Veranstaltungen zu Managementsystemen (zum Beispiel Einführung ISO 50001)
  • CSRD und ESRS – Einführung mit Nutzung vorhandener Strukturen (zum Beispiel Managementsysteme)

10 Jahre ISO 50001 – Probleme und Lösungsansätze aus der Praxis

Seit der Einführung der ISO 50001 vor 10 Jahren hat sich einiges getan – oder auch nicht?

Wie gelang die Einführung der Managementprozesse in den Unternehmen und welche Hürden gab es in der betrieblichen Praxis zu überwinden?

Nach 10 Jahren Managementpraxis ist es leider nicht selbstverständlich, dass das Thema Energiemanagement in deutschen Unternehmen den ihm zustehenden Stellenwert bekommt.

Die Theorie hinter der „Energienorm“ DIN EN ISO 50001

Die ISO 50001 ist eine Norm, die Sie als Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements unterstützt. In Deutschland wird sie seit 2011 eingesetzt – Seit 10 Jahren. Wir nehmen dieses Jubiläum zu Anlass, um Ihnen einen kleinen Einblick über Theorie und Praxis der Norm zu geben.

Obwohl es keine gesetzliche Zertifizierungspflicht für deutsche Unternehmen gibt, ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 Voraussetzung für die Entlastung von produzierenden Unternehmen von der Energie- und Stromsteuer. Zudem ermöglicht Ihnen eine Zertifizierung eine Teilbefreiung von der EEG-Umlage. Die Norm hat den Vorteil, dass sie Sie als Unternehmen systematisch dabei unterstützt, Ihre Energieeffizienz zu verbessern. Durch die Einführung von Energiemanagementsystemen und -prozessen können Sie Energieeffizienzpotenzial erschließen und Energiekosen verringern. Das führt dazu, dass Ihr Ausstoß an Treibhausgasen (zum Beispiel CO2) reduziert wird.

Somit trägt ein Energiemanagement einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz Ihres Unternehmens. Ein weiterer Zweck der Norm ist es, dass sie Unternehmen eine systematische Möglichkeit bietet, ihren Beitrag zum deutschlandweiten Ziel zu leisten, den Primärenergieverbrauch bis 2050 um 50 % gegenüber 2008 zu senken.

Vorteile_Energiemanagementsystem
Die Vorteile eines Energiemanagementsystems

Führungskräften ist es möglich, durch das von der Norm vorgegebene Vorgehen ein geradliniges und strategisches Energiemanagement zu etablieren. Das gestattet es, Einsparpotenziale auszuschöpfen und daraus Wettbewerbsvorteile (hinsichtlich Produkten, Attraktivität als Arbeitgeber, Attraktivität als Lieferant und Teil der Gesellschaft) zu schaffen.

Systematisches Energiemanagement basiert auf der Erfassung der unternehmensspezifischen Energieflüsse (Energiequellen, Energieeinsatz, Energieverbrauch) und der Bewertung des aktuellen Energieeffizienzstands. Die Ergebnisse der Erfassung und Bewertung sind die Grundlage für strategisches, taktisches und operatives Energiemanagement und die daraus resultierenden technischen Maßnahmen zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung.

Anforderungen_Energiemanagement_SEMPACT
Anforderungen an das Energiemanagement

So viel zur Theorie der Norm. Das klingt alles vernünftig und verständlich. Wir stehen hinter den beschriebenen Vorteilen und Ideen. Die beschriebenen Managementkreisläufe unterstützen Bewegung und ein Nicht-Verharren in alten Mustern der Unternehmenskultur.

Indes treffen wir in der Praxis oft auf ganz andere Situationen, welche ein Dranbleiben an den Energiethemen äußerst erschweren. Da wir uns seit 10 Jahren mit der Norm beschäftigen, möchten wir Ihnen Ideen mitgeben, die Ihnen den Umgang mit praktischen Problemstellungen erleichtern.

DIN EN ISO 50001 – Managen mit System

Seit 2018 ist das Energiemanagementsystem mit dem Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem harmonisiert. Viele Normkapitel überschneiden sich.

High Level Structure – Eine einheitliche Struktur für alle Managementsysteme

Sie und Ihre Kollegen und Kolleginnen sind geübt darin, Energieeffizienz zu organisieren, umzusetzen und zu überwachen. Sie kennen die minimalen Anforderungen an das Managementsystem, wissen, welche Anforderungen Sie bereits erfüllen und haben sie in den betrieblichen Abläufen verankert. Gleichwohl gibt es Phasen, in denen es an Know-how oder Ideen fehlt, die energiebezogene Leistung und das Managementsystem fortlaufend zu verbessern oder es steht schlichtweg keine Manpower zur Verfügung. Die Ursachen sind vielschichtig. Einige davon möchten wir hier näher beleuchten.

Energiemanagement für den Gesetzgeber

Das Problem:

Ihr Unternehmen betreibt Energiemanagement nur für den Gesetzgeber und den Auditor. Die Geschäftsführung erzeugt in Bezug auf das Managementsystem ein Verantwortungsvakuum, in das Mitarbeitende hineinspringen und sich zwangsläufig eine blutige Nase holen, weil sie die Grenzen ihrer Befugnis überschreiten.

Mit dieser Haltung der Führungsebene sind die definierten Abläufe zum Aufdecken und Heben von Effizienzpotenzialen eine Farce und wirkungslos. Eine vertane Chance aus unserer Sicht.

ISO_nur_fuer_Gesetzgeber

Die Lösung:

Die Herausforderung liegt darin, das obere Management darin zu schulen, welche Verantwortung es im Rahmen der Managementsysteme trägt und welche Aufgaben sich für den Führungskreis daraus ableiten. Sobald das Management seine Verantwortung übernimmt, beginnt das System zu leben. Ver-ANTWORT-ung übernehmen impliziert, dass der Verantwortliche die ANTWORT hat.

Gleichwohl sollen das Energieteam und alle Personen, die an oder mit wesentlichen Energieverbrauchern arbeiten bzw. einen wesentlichen Einfluss auf Energieverschwendung, Energieverbrauch oder Energieeffizienz haben, wissen, wie sie die Wirksamkeit des Managementsystems und die energiebezogene Leistung der jeweiligen Bereiche beeinflussen und steuern können. Hierzu brauchen die Personen Befugnisse, die vom Führungskreis zu legitimieren sind.

Erfolgreiche Energiemanager:innen gehen hinaus in die Organisation, statt im Büro ausgefeilte Pläne zu schmieden, und sichern ihr Projekt direkt und persönlich ab. Wach und kooperationsbereit bilden sie Koalitionen der Willigen, jonglieren mit unterschiedlichen Interessen und kümmern sich um die Geschichte des Energiemanagements. Ihre Pflicht ist es dabei, das eigene Verhalten auf das Thema „Führen“ statt auf „Mitarbeiten“ zu lenken. Auf diese Weise behält die Energiemanagerin oder der Energiemanager den Überblick und kann zeitnah einlenken und steuern, sobald „Störungen“ auftreten.

Kein systematischer Umgang mit Störungen und Abweichungen

Das Problem:

Das Energiemanagement im Unternehmen ist oft ein Thema mit Konflikt- oder Ermüdungspotenzial. Stabilität ist Mangelware, während Zusammenhänge und gegenseitige Abhängigkeiten immer komplexer werden und die Folgen von Entscheidungen immer weniger abzusehen sind.

Planen Sie keine Interventionen für Situationen oder Vorfälle, die zu Abweichungen von eigenen Vorgaben, Grenzwertüberschreitungen oder anderen Nichtkonformitäten führen, führt das zu einer Schleife von Wiederholungen nicht erwünschter Effekte. Aus unserer Sicht sehr frustrierend.

ISO_50001_Hindernisse

Die Lösung:

Eine Kultur der lernenden Organisation schafft Beweglichkeit, um die zunehmenden Anforderungen eines unübersichtlichen und dynamischen Businessalltags bewältigen zu können. Diese Kultur kann der Energiemanager oder die Energiemanagerin für seine/ihre Arbeit im Unternehmen und im Energieteam übernehmen: Lösungen entwerfen, ausprobieren, erneut bearbeiten, komplett verwerfen und neu konzipieren, bevor sie wieder getestet und erneut verbessert werden. Dabei ist die Einbeziehung der Kompetenzträger im Unternehmen unablässig. Feedback-Schleifen in allen Phasen der Planung, Durchführung, Überprüfung und Anpassung sorgen dafür, dass Fehler frühzeitig erkannt oder veränderte Rahmenbedingungen schnell berücksichtigt werden können. In dieser Kultur stellen „Fehler“ Lernfelder dar.

Aus Erfahrung benötigen solche Feedback-Schleifen 30 bis 60 Minuten, je nach Anzahl der Teilnehmenden.

  • Zum einen werden Aspekte des Energiemanagements erfasst, die vorübergehende Lösungen oder Beispiellösungen (Prototypen) darstellen. Aus Sicht der Teilnehmenden müssen diese unbedingt überarbeitet werden, weil sie langfristig nicht wirksam oder sogar risikobehaftet sind und deshalb ein sofortiges Handeln und Veränderung durch das Energieteam brauchen.
     
  • Weitere Aspekte sind diejenigen Prozesse und Projektabschnitte, die aktuell sehr vertrauenswürdig und zuverlässig sind. Gleichzeitig können diese aus Sicht der Teilnehmenden verbessert werden, um bspw. die Performance des Energieteams zu steigern oder effizienter bzw. effektiver zu arbeiten. Hier liegt die Veränderung in der Hand des Teams.
     
  • Und schließlich werden die Aspekte erfasst, die äußerst zuverlässig sind und aktuell nicht verändert werden müssen, da sie effizient sind und von allen verstanden werden. Es stellt sich hier die Frage: Was macht diese Aspekte (Prozesse, Projekte, Projektabschnitte, Teilschritte, …) so stark?

Es ist hilfreich, Hindernisse oder Fallstricke zu sammeln und festzuhalten, die im vergangenen Zeitraum oder im Projekt aufgekommen sind bzw. nochmals auftreten könnten. Die Methode kann in regelmäßigen Abständen für Team-Retrospektiven genutzt werden. So können die beschriebenen Aspekte stetig weiterentwickelt werden.

Keine oder unwichtige Kommunikation

Das Problem:

Viel zu oft wird viel geredet und wenig gesagt. Menschen können schlecht zuhören. Ihnen ist nicht bewusst, was sich als wesentlich in einem Dialog herauskristallisiert. Teamdynamiken finden keine Beachtung und Wertschätzung. Feedbackkulturen sind unbekannt. Das Potenzial von unterschiedlichen Sichtweisen wird verkannt und ignoriert. Unklare Kommunikation und fehlende Transparenz sowie das Denken und Handeln in Schubladen erschweren die Zusammenarbeit im Unternehmen. Häufig existiert keine Einsicht über den Stellenwert des Energiemanagements und die Bedeutung von Formen und Regeln des Miteinanders.

ISO_50001_Kommunikation

Die Lösung:

Vor allem muss das Thema Kommunikation erweitert verstanden werden. Wirksame Kommunikation im Rahmen des Energiemanagements ist weit weg von der reinen Informationsabgabe über den Projektfortschritt entlang definierter Meilensteine und Ähnliches. Es werden kommunikative Fähigkeiten gebraucht, die die Bedürfnisse und Anforderungen aller relevanten Energiemanagement-Beteiligten erkennen, das Commitment aller Beteiligten einholen, Energieteammitglieder emotional an das Energiemanagement binden und Konflikten vorbeugen.

Zudem sind Kommunikation und Transparenz zwingend gemeinschaftlich zu betrachten. Transparenz meint sowohl die Offenlegung aller Informationen, Ergebnisse, Vorgänge, Problemfelder, Lösungsalternativen als auch die Offenlegung von Motiven und Intentionen.

Kurz: Die Fähigkeit zu führen ist eng verknüpft mit der Fähigkeit, zu kommunizieren, urteilsfrei zuzuhören, Konflikten proaktiv zu begegnen und keine Angst vor Gruppendynamiken zu haben. Nur wenn alle Beteiligten eingebunden sind in den Austausch und sie ihren Anteil am Gelingen der Leistungsverbesserung verstehen, haben sie die Möglichkeit, die erforderlichen Abläufe anzunehmen und sich für die Kennzahlenverbesserung ihres Bereiches zu engagieren.

Hier helfen ein Kommunikationskonzept, das ausgerichtet ist an Erwartungen und Machtverhältnisse der Berührungsgruppen und ein Schulungskonzept, das echte Weiterbildungsbedarfe erhebt und moderne Konzepte zum Aufbau von Kompetenzen durch Wissens- und Erfahrungszuwachs anwendet.

Ressourcen-Engpass

Das Problem:

Das Energieteam hat die Verantwortung, die vom Management definierten Ziele zu verfolgen, Anforderungen zu bewältigen, spezifische Handlungen zu tätigen oder einen Vorgang zielgerichtet ablaufen zu lassen. Das funktioniert nicht ohne Mittel, Gegebenheiten, Merkmale – also ohne Ressourcen.

Ressourcen stehen weder zeitnah noch kontinuierlich zur Verfügung. Die Prioritäten der anstehenden Aufgaben betrachtet jeder Bereich anders, und alle greifen auf die gleichen Mittel und Quellen zurück.

ISO_50001_Ressourcen

Die Lösung:

Ressourcen haben die Eigenschaft, Zugang zu anderen Ressourcen zu schaffen und sind ineinander transformierbar. Wem ist das bewusst?

Zu den Ressourcen zählen neben dem ökonomischen Kapital, kulturelles und soziales Kapital und neuerdings auch die Informatik.

Im Einzelnen sind Ressourcen

  • Personen, Fachkräfte,
  • die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur,
  • Gebäude und zugehörige Versorgungseinrichtungen,
  • Maschinen und Anlagen,
  • Ausrüstungen einschließlich Hard- und Software,
  • Transporteinrichtungen,
  • Informations- und Kommunikationstechnik, Datensammlungsinfrastruktur, Speicherplätze und Rechenzeiten, das Zustandekommen einer Netzwerkverbindung,
  • soziale Faktoren (z. B. diskriminierungsfrei, ruhig, nichtkonfrontativ),
  • psychologische Faktoren (z. B. stressmindernd, emotional schützend, Prävention von Burnout),
  • physikalische Faktoren (wie Temperaturen, Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Luftführung, Hygiene, Lärm),
  • Überwachungs- und Messeinrichtungen,
  • Technologieeinsatz,
  • finanzielle Mittel,
  • Fachkompetenzen, organisatorisches Wissen, verinnerlichtes Wissen, Bildung, Fertigkeiten,
  • Haltungen,
  • mobilisierbare Beziehungen, Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens und Anerkennens,
  • kulturelle Güter (Bücher, Tonträger, Bilder),
  • staatlich anerkannte Bildungsabschlüsse, akademische Titel,
  • Berufserfahrung, Fähigkeiten
  • Zeit

Allein diese Aufzählung macht deutlich, wie durch den Einsatz einer Ressource weitere Ressourcen frei werden.

Energieteams erarbeiten Wesentlichkeitsanalysen und definieren Relevanzen, um den Einsatz betrieblicher Ressourcen fokussieren zu können. Dennoch sind sie bei der Umsetzung von Projekten immer wieder auf innerbetriebliche (fachliche und praktische) Unterstützung angewiesen.

Hier braucht es die Steuerung der Führungskräfte. Nur wenn alle Anforderer einer Ressource miteinander reden, kann eine Lösung für die Planung des Ressourceneinsatzes alle Seiten befriedigen. Hier sei das Beispiel Instandhaltung erwähnt, die Druckluftleckagen erst dann beseitigt, wenn die Produktion sichergestellt ist, ob wohl die Leckagen das Unternehmen 60T€ jährlich kosten; oder der Einsatz des einzigen Elektrikers oder der einzigen Elektrikerin im Unternehmen, der/die Energiezähler erst einbauen kann, wenn er/sie etwas Luft hat.

Eine große Entlastung bringt dem Energieteam die Befugnis, externe Fachkräfte bei der Umsetzung von Aufgabenstellungen einzubinden. In der Regel profitiert das Team vom branchenübergreifenden Wissen genauso wie von der besonders effizienten Arbeitsweise der Experten, die in jedem Fall in Ihrer Komfortzone und somit mit Freude und schnell arbeitet.

Die fehlende zentrale Rolle des Energiemanagers oder der Energiemanagerin

Das Problem:

Viele Energiemanager:innen arbeiten am Rande ihrer Leistungsfähigkeit und reiben sich nicht nur zwischen den unterschiedlichen Anspruchsgruppen im Unternehmen, Daten- und Informationssammlungen, Energieberichten, Budgetkürzungen und Linienorganisation auf, sondern erfüllen obendrein noch weitere fachliche Aufgaben, die für das Energiemanagement keine Zeit mehr lassen. Oft fehlen dem Energiemanager oder der Energiemanagerin Erfahrungen in der Führungsarbeit.

ISO_50001_Fuehrung

Die Lösung:

In den meisten Unternehmen wird das Führen von Menschen weniger als Job als eher als ein Privileg bzw. eine Befugnis der Führungskraft gesehen. Führungsarbeit an sich wird neben der fachlichen Arbeit immens unterschätzt. Die zentrale Aufgabe einer jeden Führungskraft – nämlich Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeitenden derart zu gestalten, dass diese ihre Arbeit bestmöglich verrichten können – wird nicht wahrgenommen. Das moderne Management spricht sogar von der Führungskraft als Coach. Doch mal ehrlich: Wie viele Führungskräfte verfügen über Coaching-Erfahrung?

Geben Sie als Unternehmer der Führungsarbeit Ihres Energiemanagers oder Ihrer Energiemanagerin einen hohen Stellenwert. Unterstützen Sie ihn oder sie mit Ihren innerbetrieblichen formellen und informellen Netzwerken. Wirken Sie darauf hin, dass Ihr Energiemanager oder ihre Energiemanagerin seine oder ihre Führungsqualitäten fortlaufend verbessert. Nehmen Sie seine oder ihre Anliegen ernst. Unterstützen Sie ihn oder sie, die Energieziele des Unternehmens zu erfüllen.

Energiekosten in Vergleich zu Gesamtkosten setzen

Das Problem:

Viele Unternehmer betrachten (zu Recht) die Energiekosten im Zusammenhang mit ihren Gesamtkosten; oftmals liegt der Kostenanteil bei nicht einmal 4 %. Dieser Vergleich führt dazu, dass der Erfolg von Energieeffizienzmaßnahmen und damit die Arbeit des Energieteams als nicht relevant gesehen wird.

Die Lösung:

Wird die monetäre Einsparung – z. B. in Höhe von 50.000 € jährlich – als Unternehmensgewinn betrachtet, müsste das Unternehmen bei einem Ebit von 5 % eine Million (1.000.000) Euro mehr Umsatz erzielen, um einen gleichwertigen Gewinn zu generieren. Mal abgesehen davon, dass momentan die Energiepreise explodieren, Umweltkatastrophen immer näherkommen, Rohstoffe knapper und teurer werden, Wasserreservoire zurückgehen, Fachkräfte nicht verfügbar sind.

Dieser Blick auf das Thema Energieeffizienz macht verständlich: Wirtschaftliche Vorteile verknüpfen sich mit ökologischen und sozialen Aspekten.

Kunden und Politik bereiten die Bewertung von Produkten und Dienstleistungen nach CO2-Ausstoß vor, indem sie CO2-Bilanzen fordern und eine Transparenz auf Emissionen jedes einzelnen Produkts. Kein Unternehmen kann sich weiterhin seiner Verantwortung entziehen, eine breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung zu fördern und Innovationen zu unterstützen – im Sinne unserer Erde und unseres Klimas.

Bereiten Sie sich auf die Herausforderungen der Gegenwart und nahen Zukunft vor, indem Sie proaktiv – solange Sie noch Handlungs- und Entscheidungsspielraum haben – strategische Überlegungen anstellen, Kundenforderungen und Forderungen der Politik heute schon in Ihrer Arbeit berücksichtigen, indem Sie CO2-Bilanzen erarbeiten und sich auf die EU-Taxonomie vorbereiten.

Was SEMPACT für Sie tun kann

Sprechen Sie uns an, wenn Sie die Performance Ihres Energiemanagementsystems steigern wollen. Wir geben Ihnen Möglichkeiten an die Hand, mit denen Sie Ihre eigene Kommunikation verbessern können, Ihre Wahrnehmung schärfen, Teams auf neue Anforderungen ausrichten können, Ihre Unternehmenskultur verstehen, schaffen und gestalten können und nicht zuletzt Kompetenzmodelle für Führungsarbeiter kennenlernen. Energie geht uns alle an! Anbei ein paar Beispiele, wie wir Sie unterstützen können:

  1. Akademiekurse: Mit unseren Kursen befähigen wir Sie, Normen als Leitfäden zu sehen und daraus eine Interpretation für Ihre betriebliche Praxis zu übernehmen. Sie erfahren ebenso die Grundlagen der Verfahrens- und Energieversorgungstechnik und auf Anfrage weitere Themen im Softskill-Bereich.
  2. Coaching und Mentoring im Alltag: Wir begleiten Sie in Ihrem Alltag als Energiemanager:in, EHS-Manager:in, Managementsystembeauftragte:r und als Führungskraft. So haben Sie einen fachkompetenten Ansprechpartner an Ihrer Seite, dem Sie über die Schulter schauen und Aufgaben überlassen dürfen.
  3. Inhouse-Schulungen: Die Schulungsinhalte schneiden wir zu auf die Anforderungen und Herausforderungen in Ihrem Unternehmen.
  4. Externe Fachkraft: Profitieren Sie von unserem Fachwissen, indem Sie unsere Experten und Expertinnen z. B. als externe Fachkräfte für technische Energieprojekte, Fördermittelberatung, Erstellung von CO2-Bilanzen, Sicherstellung von Rechtskonformitäten, Mentoring und Coaching und Moderation in Teams in Ihrem Unternehmen einsetzten. Wir unterstützen Sie mit unserem Know-how in Sachen Nachhaltigkeit, Energiemanagement und Umweltmanagement.
  5. Wir helfen Ihnen herstellerunabhängig und zeitnah bei der Umsetzung Ihrer Energieeffizienzprojekte oder bei Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen.

Quelle:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/primaerenergieverbrauch#primarenergieverbrauch-nach-energietragern