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Energieaudit DIN EN 16247: Ein strategisches Instrument für mittelständische Industrieunternehmen

Energieaudit DIN EN 16247

Viele Geschäftsführer:innen von Industriebetrieben stehen vor der Aufgabe, ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Die internationale Konkurrenz wächst, qualifizierte Fachkräfte sind begehrt und die wirtschaftliche Lage verlangt strategisches Geschick. Gleichzeitig eröffnen steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit neue Chancen: Wer rechtzeitig handelt, kann nicht nur gesetzliche Vorgaben wie die Audit-Pflicht gemäß EDL-G erfüllen, sondern auch die eigene Wettbewerbsposition stärken und langfristige Kostenvorteile realisieren.

Mit System zur Einsparung: Wie das Energieaudit DIN EN 16247 Klarheit schafft

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 bietet hier einen entscheidenden Hebel.

Johannes Barnbacher

Johannes Barnbacher, Vorstand der SEMPACT AG, bringt es auf den Punkt:

„Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 ermöglicht mittelständischen Unternehmen klare Einblicke in Ihre konkreten Einsparpotenziale und liefert einen individuellen Maßnahmenplan für die Umsetzung.“

Die strukturierte Vorgehensweise beginnt mit einer technischen Bestandsanalyse, bei der sämtliche energierelevanten Anlagen und Prozesse detailliert erfasst werden. Darauf aufbauend erfolgt die Identifizierung und Bewertung von Energieeffizienzpotenzialen – ein Schritt, der nicht nur ökologische, sondern vor allem ökonomische Relevanz besitzt.

Häufig stehen Geschäftsführer:innen dem Thema Energieaudit zunächst skeptisch gegenüber. Die Sorge vor zusätzlichem Aufwand, unklaren Ergebnissen oder fehlender interner Kapazität ist nachvollziehbar. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit den Expert:innen der SEMPACT AG an. Unsere Kund:innen schätzen insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen.

Statt pauschaler Empfehlungen erhalten unsere Kund:innen belastbare Daten, umsetzbare Maßnahmen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage – etwa für Investitionen in effizientere Technologien oder die Beantragung des Spitzenausgleichs bei Strom- und Energiesteuer.

Die SEMPACT AG versteht sich nicht als Kontrollinstanz, sondern als strategischer Partnerin. Unsere Berater:innen sprechen die Sprache der Industrie, kennen die betrieblichen Abläufe und bringen tiefgehendes technisches Verständnis mit. Dadurch gelingt es, Energieeffizienz nicht als isoliertes Projekt, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu etablieren.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kann dies den entscheidenden Unterschied machen – durch reduzierte Betriebskosten, gesteigerte Resilienz und eine gestärkte Position im Wettbewerb.

Ein Energieaudit ist somit weit mehr als eine gesetzliche Pflicht. Es ist ein Werkzeug, das mittelständischen Betrieben hilft, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – mit klarem Blick auf Potenziale, Risiken und Chancen.

Quellen:

Ihr Experte für Energieaudits

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für Energieaudits

Effizienz und Sicherheit in der Wärmeversorgung

Effizienzpotenziale in der betrieblichen Wärmeversorgung

Die betriebliche Wärmeversorgung stellt für viele Produktionsbetriebe eine Herausforderung dar. Sie stehen unter dem Druck, die Qualität ihrer Produkte konstant zu halten und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern. Dabei ist die Wärmeversorgung nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern ein strategischer Hebel zur Kostenreduktion und Nachhaltigkeitssteigerung.

Gezielte Wärmeverteilung und smarte Regelungssysteme setzen Effizienzreserven frei

In der Praxis zeigt sich, dass die Wärmequelle (ob Dampfkessel, Heißwassererzeuger oder industrielle Feuerungsanlage) oft nicht optimal auf die tatsächlichen Anforderungen der Wärmeverbraucher abgestimmt ist. Die Wahl des geeigneten Mediums und des passenden Temperaturniveaus ist entscheidend, um Energieverluste zu minimieren und die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Besonders bei der Dampferzeugung und Dampfverteilung entstehen häufig Ineffizienzen durch veraltete Anlagen oder unzureichende Regelungstechnik.

Ein typisches Problem: Die Wärmeverteilung innerhalb der Produktionshallen erfolgt häufig über zentral gesteuerte Heizlüfter, die nicht auf die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Zonen reagieren können. Dabei bietet die gezielte Temperierung einzelner Bereiche, etwa durch getrennte Steuerung mehrerer Heizlüfter oder die Kombination mit Tür- und Fensterkontaktschaltern, erhebliches Effizienzpotenzial. Raumtemperaturen, die nur um 1 °C abgesenkt werden, können die Heizkosten bereits um 4–6 % reduzieren. So können beispielsweise bei einem Gebäude mit einem Gasverbrauch für die Gebäudeheizung von 600.000 kWh pro Jahr, bei einem Gaspreis von 10 ct/kWh, durch die Reduzierung der Hallen- oder Raumtemperatur um 1 °C, bereits 3.000 € pro Jahr eingespart werden.

Auch die Wahl eines geeigneten Hallenheizsystems spielt eine entscheidende Rolle. Systeme, die eine hohe Flexibilität bei der Wärmeabgabe ermöglichen, unterstützen die bedarfsgerechte Versorgung der Wärmesenken und tragen zur Energieeffizienz bei der Prozesswärme bei. Lüftungsanlagen sollten mit dem maximal zulässigen Umluftanteil betrieben werden, um Wärmeverluste zu minimieren. Gleichzeitig ist die regelmäßige Reinigung und Entlüftung des Heizsystems unerlässlich, um die volle Leistungsfähigkeit der Wärmeabgabesysteme zu erhalten.

Abwärmenutzung bietet Potenziale

Ein weiteres häufig unterschätztes Thema ist die Abwärmenutzung. Rund 40 % der eingesetzten Energie in der industriellen Prozesswärmeerzeugung gehen als Abwärme verloren. Durch die Erstellung eines Wärmeschaltplans und die Anwendung von Pinch-Analysen lassen sich Rückgewinnungspotenziale identifizieren. Dies erfordert jedoch tiefgehende technische Expertise und eine systematische Herangehensweise.

Wir integrieren Neuerungen in Ihre bestehenden Prozesse

Unsere Kund:innen berichten immer wieder von der hohen technischen Kompetenz unserer Mitarbeiter:innen und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Komplexität moderner Wärmeversorgungssysteme verlangt nach Spezialwissen, das über die tägliche Betriebspraxis von produzierenden Unternehmen hinausgeht. Die SEMPACT AG unterstützt Sie nicht nur bei der Analyse Ihrer bestehenden Systeme, sondern auch bei der Auswahl und Implementierung effizienter Lösungen und übernimmt die Organisation von Fördermittelsuche und -antragstellung für Sie.

Thomas Schedl

Die größte Herausforderung ist nicht die Technik selbst, sondern die Integration effizienter Lösungen in bestehende Prozesse, ohne die Produktion zu gefährden. Genau hier setzen wir an: mit Erfahrung, Präzision und einem echten Verständnis für die Bedürfnisse mittelständischer Betriebe“, sagt Thomas Schedl, Vorstand der SEMPACT AG.

Verdeckte Wärmeabgabesysteme durch Vorhänge oder Verbauungen, unverschlossene Türen und Tore oder fehlende Schnelllauftore sind weitere Faktoren, die den Energieverbrauch unnötig erhöhen. Eine ganzheitliche Betrachtung der Wärmeflüsse im Betrieb – von der Erzeugung über die Verteilung bis zum Verbrauch – ist daher unerlässlich.

Die SEMPACT AG bietet Ihnen nicht nur technische Lösungen, sondern auch strategische Beratung, um Ihre Wärmeversorgung zukunftssicher und wirtschaftlich zu gestalten. Denn Energieeffizienz ist kein Selbstzweck, sondern ein Wettbewerbsvorteil.

Ihr Experte für betriebliche Wärme

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Ihr Experte für Förderungen

Energieeffizienz in der Kältetechnik: Ein Gewinn für Betrieb und Umwelt

Energieeffizienzpotenziale in der Kältetechnik

In Produktionsbetrieben ist die Kältetechnik weit mehr als nur ein technisches Hilfsmittel, sie ist ein zentraler Garant für stabile Prozesse und höchste Produktqualität. Sie wissen: Wenn die Kühlung zuverlässig funktioniert, läuft die Produktion reibungslos. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen, die Effizienz Ihrer Anlagen deutlich zu steigern und dabei nachhaltiger zu wirtschaften. Es ist möglich, beides zu erreichen: konstante Kühlleistung und spürbare Energieeinsparungen, ohne Kompromisse bei der Produktionssicherheit. Mit dem richtigen Know-how und gezielten Maßnahmen lässt sich Ihre Kältetechnik nicht nur optimieren, sondern zukunftsfähig gestalten.

Anpassung der Systemtemperatur

Eine Herausforderung ist die oft historisch gewachsene Struktur der Kälteanlagen. Kompressionskältemaschinen dominieren in der Industrie, da sie robust und leistungsfähig sind. Doch gerade hier schlummern erhebliche Optimierungspotenziale. Durch die Anpassung der Systemtemperaturen lassen sich bereits 8–10 % Energie einsparen. Eine präzise Steuerung des Verdichtungsenddruckes kann zusätzlich 10–15 % bringen. Diese Maßnahmen setzen jedoch tiefes technisches Verständnis voraus.

Hier liegt die Stärke der externen Experten der SEMPACT AG. Unsere Kund:innen berichten regelmäßig, dass sie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Beraterinnen und Beratern besonders schätzen. Die hohe technische Expertise ermöglicht es, auch komplexe Anlagenstrukturen zu durchdringen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Standardlösungen greifen nicht, denn Prozesse in Ihrem Unternehmen sind einzigartig und Ihre Anforderungen spezifisch.

Die Wahl des Kältemittels ist entscheidend

Ein weiteres Problemfeld ist die Wahl und Handhabung des Kältemittels. Viele Betriebe nutzen noch immer Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial oder ineffizienter thermodynamischer Leistung. Die Umstellung auf moderne, umweltfreundlichere Alternativen kann nicht nur die Umweltbilanz verbessern, sondern auch die Effizienz steigern – vorausgesetzt, die gesamte Anlage wird darauf abgestimmt.
Neben der klassischen Kompressionstechnik bieten Absorptionskältemaschinen interessante Alternativen, insbesondere wenn Abwärme verfügbar ist. In Kombination mit Wärmerückgewinnungssystemen lassen sich bis zu 80 % der eingesetzten Wärme zurückgewinnen. Diese Technologie ist besonders attraktiv für Betriebe mit hohem thermischem Energieaufkommen, etwa in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie.

Freie Kühlung als ökologische Alternative

Ein oft unterschätzter Hebel ist die Nutzung der freien Kühlung. In den Übergangszeiten und kühleren Monaten kann Außenluft zur Kühlung genutzt werden – ganz ohne aktive Kälteerzeugung. Diese Maßnahme ist nicht nur kostengünstig, sondern auch ökologisch sinnvoll. Voraussetzung ist jedoch eine intelligente Steuerung und eine geeignete Anlagentechnik.

Die Instandhaltung von Kältesystemen als Hebel für Energieeffizienz

Auch die Instandhaltung spielt eine entscheidende Rolle. Regelmäßige Reinigung der Wärmeübertragerflächen erzielt bis zu 3 % Effizienzgewinn, während die richtige Bedienung und die Vermeidung unnötiger Temperaturen weitere Einsparungen ermöglichen. Wartungsmaßnahmen und Schulungen Ihrer Mitarbeitenden sind daher keine Nebensache, sondern ein strategischer Hebel.

Die Auswahl effizienter Geräte und Komponenten ist ein weiterer Schlüssel. Hocheffiziente Kältekompressoren, Ventilatoren mit Drehzahlregelung und Hocheffizienzmotoren für Verdampfer und Kondensatoren bieten Einsparpotenziale zwischen 2 % und 60 %. Diese Bandbreite zeigt: Die richtige Kombination aus Technik und Steuerung entscheidet über den Erfolg.

Nicht zuletzt spielt die Dämmung eine Rolle. Eine stärkere Wärmedämmung kann den Kältebedarf um 5–10 % senken – eine Maßnahme, die oft mit geringem Aufwand realisierbar ist. Ebenso wichtig ist die Reduktion des Kältebedarfs durch Prozessoptimierung und die Vermeidung unnötiger Kühlzonen.

Die SEMPACT AG begleitet Sie dabei nicht nur technisch, sondern auch strategisch. Wir verstehen Ihre betrieblichen Abläufe, sprechen Ihre Sprache und entwickeln gemeinsam mit Ihnen Lösungen, die funktionieren.

Die Transformation Ihrer Kältetechnik ist kein Selbstläufer – aber sie ist machbar. Mit einer erfahrenen Partnerin an Ihrer Seite können Sie nicht nur Ihre Energieziele erreichen, sondern auch Ihre Produktionssicherheit stärken. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Potenziale heben.

Ihr Experte für technische Analysen
Ihr Experte für Kältetechnik

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Wenn´s sich dreht, ist noch lange nicht alles gut – wo Antriebe Energie verbrennen

elektrische Antriebe haben Potenzial für Energieeffizienz

Wenn Sie die Qualität Ihrer Produkte sichern und gleichzeitig stabile Produktionsprozesse gewährleisten möchten, stehen Ihnen heute wirkungsvolle Hebel zur Verfügung. Die steigenden Energiekosten, die wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und der Anspruch, wettbewerbsfähig zu bleiben, eröffnen die Chance, Ihre elektrischen Antriebe gezielt zu analysieren und zu optimieren. In Deutschland entfallen rund 70 % des industriellen Strombedarfs auf elektrische Antriebe – ein beeindruckendes Potenzial, das in vielen Unternehmen noch ungenutzt ist und Effizienzgewinne ermöglichen kann.

Zentrale Komponenten von industriellen Anlagen

Pumpen, Ventilatoren, Antriebe und Motoren sind zentrale Komponenten Ihrer Anlagen. Ihre Effizienz entscheidet über den Energieverbrauch und damit über die Betriebskosten. Die EU fordert bereits für Motoren ab 0,12 kW die Energieeffizienzklasse IE2 – mit steigender Leistung steigen auch die regulatorischen Anforderungen. Doch nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern auch technische und wirtschaftliche Aspekte sprechen für eine systematische Betrachtung.

Frequenzumrichter ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung, reduzieren Lastspitzen und verbessern die Regelgüte. Die Umwandlung von elektrischer in mechanische Energie muss dabei möglichst verlustfrei erfolgen – jede Ineffizienz schlägt sich direkt in den Lebenszykluskosten nieder.

Transmission – Verluste, die mitlaufen

Überall dort, wo Bewegung übertragen wird – etwa über Riemen, Kupplungen oder Getriebe – entstehen zusätzliche Verluste. Diese sogenannten Transmissionsverluste summieren sich über die Betriebszeit und können die Effizienz eines Systems erheblich beeinträchtigen. Direktantriebe, bei denen die mechanische Energie ohne Umwege auf die Anwendung wirkt, bieten hier klare Vorteile: Sie vermeiden Reibungsverluste, reduzieren Wartungsaufwand und verbessern die Gesamtenergieeffizienz. Wer direkt antreibt, spart nicht nur Energie, sondern auch Kosten – und erhöht die Anlagenverfügbarkeit.

Ventilatoren – Luft als Nebenprodukt nutzen, aber richtig

Ein oft übersehener Bereich sind Ventilatoren, die in vielen industriellen Prozessen eine zentrale Rolle spielen – sei es zur Kühlung, Belüftung oder Prozessluftversorgung. Besonders Radialventilatoren sind weit verbreitet, doch ihre Auslegung ist häufig überdimensioniert. Das führt zu unnötigem Energieverbrauch und ineffizientem Betrieb.

Die Lösung: Eine präzise Bedarfsanalyse und die Auswahl einer höheren Genauigkeitsklasse bei der Auslegung. Denn: Je geringer die tatsächliche Leistungsaufnahme, desto effizienter arbeitet der Ventilator. Auch die Nutzung „übriger Energie“ aus Motorprozessen – etwa zur Luftförderung – kann sinnvoll sein, wenn sie gezielt gesteuert wird.

Partnerschaftlich zur Effizienzsteigerung für Ihre Antriebe

Förderprogramme wie die des BAFA unterstützen den Austausch und die Optimierung von Lüftungsanlagen. Voraussetzung: Die eingesetzten Ventilatoren müssen mindestens die Effizienzklasse 3 erreichen. Hier lohnt sich der Blick auf die Förderfähigkeit ebenso wie auf die technische Auslegung.

Thomas Schedl, Vorstand der SEMPACT AG, betont: „Pumpen müssen immer von Spezialisten ausgelegt werden. Aufgabe des Energieeffizienzmanagers ist eine genaue Beschreibung, was gefordert wird.“ Diese präzise Bedarfsanalyse ist der Schlüssel zur Auswahl geeigneter Komponenten und zur Identifikation von Einsparpotenzialen. Dabei betrachten wir nicht nur den Ist-Zustand, sondern auch mögliche Optimierungsmaßnahmen wie Erneuerung oder Technologiewechsel und die Verringerung von Verbrauch und Emissionen, die dadurch erreicht werden kann.


Viele Betriebe verfügen über Strukturen, in denen Antriebssysteme historisch gewachsen und selten ganzheitlich bewertet wurden. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG an. Unsere Kund:innen schätzen die partnerschaftliche Herangehensweise und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen. Wir analysieren Ihre Systeme nicht isoliert, sondern im Kontext Ihrer Produktionsprozesse, Ihrer Qualitätsanforderungen und Ihrer strategischen Ziele.

Mit der SEMPACT AG als Partnerin erhalten Sie keine Standardlösungen, sondern individuelle Konzepte, die Ihre technischen Anforderungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Unsere Analysen liefern belastbare Entscheidungsgrundlagen – für Investitionen, für Audits und für Ihre strategische Ausrichtung. So sichern Sie nicht nur die Effizienz Ihrer Antriebe, sondern auch die Zukunftsfähigkeit Ihrer Produktion.

Ihr Experte für technische Analysen
Ihr Experte für Antriebe

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

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Sind Sie einer von 20?

Das Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (Energieeffizienzgesetz – EnEfG) verpflichtet alle Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh ihre Maßnahmen zur Einsparung von Energie zu strukturieren und diese Informationen zu veröffentlichen. Jährlich prüft das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 5% aller Unternehmen mit Stichproben auf Erfüllung der Gesetze. Die Stichproben werden mit einem Schreiben angekündigt und sind innerhalb von 4 Wochen online zu beantworten.

Im Rahmen einer Stichprobenkontrolle überprüft das BAFA die Pflichten zur Durchführung von Energieaudits gemäß § 8 des EnEfG. Gleichzeitig überprüft das Bundesamt die Veröffentlichung von Umsetzungsplänen gemäß § 9 des EnEfG. Diese Stichprobe kann auch Unternehmen treffen, die nicht unter den Anwendungsbereich der Gesetze fallen, denn auch diese sind verpflichtet eine Begründung online an das BAFA rückzumelden.

Gesetzliche Grundlagen

EnEfG

Alle Unternehmen mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh müssen ihre geplanten Energieeffizienzmaßnahmen auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Sie sind verpflichtet die DIN EN 17463 VALERI anzuwenden.

Ziel ist eine kaptialwertbasierte Bewertung der einzelnen Maßnahmen, welche in einem Umsetzungsplan mündet. Diese Umsetzungspläne sind zu veröffentlichen. Wie genau die Veröffentlichung zu erfolgen hat ist momentan noch nicht klar und wird vermutlich mit der Überarbeitung des EnEfG im Herbst 2024 bekannt gegeben.

Zusätzlich gilt für alle Unternehmen mit mehr als 7,5 GWh eine Einführungspflicht für Energie- oder Umweltmanagementsysteme.

EDL-G

Alle nicht KMUs ((> 250 MA und > 50 € Mio. Jahresumsatz) sind verpflichtet entweder ein Energiemanagementsystem einzuführen und zu betreiben oder mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchzuführen.

Folgende Informationen müssen bei einer Stichprobenkontrolle des BAFA zusammengetragen werden.

Wenn Sie ein Schreiben vom BAFA bekommen, welches Sie auffordert ihre Daten in das Onlineportal einzutragen, haben Sie ca. 4 Wochen Zeit folgende Informationen in digitaler Form (nur PDF) zusammenzutragen:

Richtigkeit der Angaben

Bestätigung der Richtigkeit der Angaben im elektronischen Formular (von der Geschäftsleitung unterschrieben).

Nachweis über die Durchführung des Energieaudits

Dieses Dokument bekommen Sie von SEMPACT beim Abschluss Ihres Energieaudits zusammen mit Ihrem Zertifikat.

Energieauditbericht

Den Bericht bekommen Sie von SEMPACT nach Fertigstellung Ihres letzten Energieaudits, also mit der Ergebnispräsentation.

Zertifikat des Energie- oder Umweltmanagementsystems

Dieses Zertifikat bekommen Sie von Ihrem Zertifizierer (zum Beispiel vom TÜV Austria).

Formlose Erklärung der Geschäftsführung

z. B. bei Verfristung, KMU-Status, Nicht-Durchführung

OREA ID

Finden Sie in Ihren Unterlagen zur Online-Meldung des Energieaudits

Angabe Erfüllungsoptionen Energieaudit

Zum Beispiel für Energieaudit, Mischsystem, Bagatellschwelle oder Anwendung der 90%-Regel im Gruppenverbund.

Sie haben das erforderliche Dokument nach Abschluss des Energieaudits von SEMPACT unterschrieben zugeschickt bekommen (als PDF und in ausgedruckter Form).

Gesamtenergieverbrauch der letzten 3 Jahre

Diese Information finden Sie in Ihrem Auditbericht von SEMPACT.

Abwärme Infos für Unternehmen > 7,5 GWh Gesamtenergieverbrauch

Sie finden diese Informationen in Ihren Abwärmebewertungen von SEMPACT oder haben Ihre Abwärme selbst ermittelt.

Wie und Wo werden die Informationen an das BAFA übertragen?

Wenn Ihr Unternehmen vom BAFA für eine Stichprobenkontrolle ausgewählt wird, bekommen Sie ein formelles Anschreiben mit Passwort und individueller Kennung. Diese benötigen Sie, um Ihre Daten und ausgefüllten Formulare im BAFA-Portal einzutragen. Auf dem Portal finden Sie eine geführte Maske, in die Sie alle oben genannten Informationen eintragen bzw. hochladen können. Für diesen Vorgang brauchen Sie, wenn alle Daten vorhanden sind, ca. 45 Minuten. Wenn Sie alle Daten eingereicht haben, bekommen Sie eine Eingangsbestätigung an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Über Art und Zeitraum der Rückmeldung ist im Moment noch nichts bekannt.

Wie kann SEMPACT mein Unternehmen unterstützen?

SEMPACT kann mit Expertise und Knowhow beim Prozess unterstützen. Bitte denken Sie daran uns rechtzeitig zu kontaktieren, da die Abgabefrist von 4 Wochen auch für uns sportlich ist.

Quelle:

Ihr Experte für BAFA Anfragen
Ihr Experte für Abwärme

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Nutzen Sie unser Online-Rechtskataster – individuell, nutzenorientiert, preisgünstig und sicher!

Die Fragestellungen hinsichtlich Energierecht sind vielfältig und detailreich, da sie sich am jeweiligen Unternehmenskontext orientieren. Als Energieeffizienz-Coaches ist uns klar, welchen Aufwand es bedeutet, stets alle gesetzlichen Änderungen zum Thema Energie im Blick zu haben.

Wir haben eine Lösung!

Mit unserem Online-Rechtskataster werden die Gesetze so „übersetzt“, dass sie als einfach umzusetzende Handlungsempfehlungen formuliert sind. Diese können über das Tool terminiert, delegiert, abgearbeitet und dokumentiert werden. So sehen Sie auf einen Blick, welche Vorgaben aus den Gesetzen in Ihrem unternehmerischen Kontext relevant sind und was genau erforderlich ist, um sie zu erfüllen. Eine praktische Lösung mit der Sie normkonform und ressourcenschonend arbeiten.

Unser Online-Rechtskataster wird permanent durch Juristen von Eticor aktualisiert und wir informieren Sie regelmäßig über die gesetzlichen Änderungen. So verpassen Sie keine relevanten Gesetzesänderungen und erfüllen Ihre unternehmerischen Pflichten.

Webinar zum Thema

Unser webbasiertes Energie-Rechtskataster bekommt einen neuen Anstrich! Zuvor noch GEORG, von einigen auch liebevoll „Schorsch“ genannt, ist künftig Eticor. Nach 10 Jahren GEORG wurde es Zeit die Software zu migrieren und somit folgende Verbesserungen umzusetzen:

  • Einfachere und intuitive Bedienung
  • Maximale Klick-Effizienz
  • Multi-Device-Fähigkeit (jetzt auch auf Tablet und Handy nutzbar)
  • Offline-Fähigkeiten
  • Integrierter Kalender, indem die Fälligkeit von Aufgaben übersichtlich dargestellt ist
  • Fotofunktion für die Dokumentation
  • In allen Sprachen verfügbar
  • Spürbar schnellere und effizientere Datennutzung
  • Integrierte Tutorials und Hilfeseiten

Bei unserem informativen Webinar schauen wir uns Eticor mittels einer Demo GmbH im Detail an. Wir besprechen neue Funktionalitäten und nehmen uns anschließend noch Zeit für Fragen.

Ihre Expertin für Energierecht

Vera Mick, M.Sc.

Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-18

Was wurde aus der Energieberatung Mittelstand?

Das Förderprogramm „Energieberatung Mittelstand“ für kleine oder mittlere Unternehmen, die nicht in den Genuss der besonderen Ausgleichsregelung (EEG) bzw. des Spitzenausgleichs (Stromsteuer, Energiesteuer) kommen, gibt es in diesem Wortlaut nicht mehr. An dessen Stelle ist das Energieaudit nach DIN EN 16247-1 getreten (BAFA Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme – Modul 1 – Energieaudit)

Im Wesentlichen bedeutet das, dass die Energieberatung Mittelstand nach der Vorgabe der DIN EN 16247-1 durchgeführt werden muss. Folgende Voraussetzungen müssen beachtet werden:

  • Energieberatung durch eine Person, die in der Energieeffizienz-Expertenliste in der Kategorie „Energieberatung für Nichtwohngebäude“ in der jeweiligen Kategorie gelistet ist.

Wie hoch ist die Förderung?

  • Für eine Energieberatung beträgt die Förderung 80 %, maximal 6.000 Euro
    (betrifft Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von über 10.000 Euro).

Ein Förderantrag für die Energieberatung Mittelstand, bzw. Modul 1 – Energieaudit kann übrigens alle 48 Monate gestellt werden. Sprich wer z. B. den Zuschussantrag für seine letzte Energieberatung vor dem 01.09.2019 erhalten hat, der darf heute bereits erneut die mit 80 % Zuschuss geförderte Energieberatung in Anspruch nehmen.

Wie läuft Antragstellung ab?

Wichtig: Die Beantragung des Zuschusses muss immer vor einer Auftragserteilung erfolgen. Im elektronischen Antragsverfahren auf der Homepage des BAFA sind neben allgemeinen Unternehmensangaben und Angaben zum Energieverbrauch auch Angaben zum Energieberater (dieser muss eine BAFA-Zulassungsnummer haben) und ein Kostenvoranschlag hochzuladen.

Auch der Verwendungsnachweis nach Durchführung der Energieberatung oder Umsetzungsbegleitung erfolgt komplett elektronisch.

Ein besonderer Vorteil für unsere Kunden: Im Rahmen der Energieberatung übernimmt SEMPACT die Antragstellung und Abwicklung für Sie, damit Sie schnell und sicher an Ihr Geld kommen.

Das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) – Was hat das mit meinem Unternehmen zu tun?

Blick in die Zukunft des neuen Energieeffizienzgesetz (EnEfG)

Das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ist am 18. November 2023 in Kraft getreten. Mit dem neuen Gesetz möchte die deutsche Bundesregierung den Energieverbrauch dauerhaft senken. Angedacht ist eine Senkung um ca. ein Viertel bis 2030 im Vergleich zu 2008. Energieeinsparungen und die Steigerung der Energieeffizienz leisten einen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele.


Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, wurde am 21.09.23 sowohl das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) im Bundestag beschlossen als auch Änderungen im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G).

Die Änderungen fokussieren einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie. So soll zum aktiven Klimaschutz aufgefordert und der Erhalt unserer Lebensgrundlage sichergestellt werden. Zudem soll Deutschland als Wirtschaftsstandort attraktiv und zukunftsorientiert bleiben. 
Daraus ergeben sich neue Anforderungen für die öffentliche Hand und für Unternehmen. Hierzu einige Schlagworte.

  • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
  • Verschärfung der Energie- oder Umweltmanagementpflicht
  • Vermeidung und Verwendung von Abwärme
  • Erstellung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen für alle als wirtschaftlich identifizierte Maßnahmen
  • Klimaneutrale Rechenzentren

Wir haben im Folgenden die Anforderung anhand des Gesamtenergieverbrauchs¹ gegliedert. Also werfen Sie doch einen Blick auf den Gesamtenergieverbrauch Ihres Unternehmens und finden Sie heraus, was zu tun ist.

Ihr Unternehmen hat weniger als 2,5 GWh Gesamtenergieverbrauch?

Jackpot! Sie dürfen sich freiwillig mit Energieeffizienz und einem ressourcenschonenden Umgang mit Energie auseinandersetzen. 
Wenn Ihr Unternehmen aber nicht als KMU gilt, sollten Sie trotzdem sicherstellen, dass Sie Ihre Energieauditpflicht nach EDL-G § 8 erfüllen. Wenn Sie ein Energieaudit nach der DIN EN 16247-1 durchführen müssen, so gilt ab Inkrafttreten des Gesetzes die neue Fassung der DIN EN 16247-1².

Aufgrund der Komplexität der Herausforderungen fällt es kleinen Unternehmen oft schwer, individuelle Ansatzpunkte für Klimarisikomanagement zu identifizieren und konkrete Maßnahmen abzuleiten. Deshalb empfehlen wir ein strategisches Vorgehen. 

Ihr Unternehmen hat mehr als 2,5 GWh Gesamtenergieverbrauch pro Jahr?

Die Abwärme Ihres Unternehmens muss genau bewertet und auf den technisch unvermeidbaren Anteil reduziert werden.

Dann sind Sie von folgenden Anforderungen des Gesetzes betroffen:

1. Sie werden dazu verpflichtet konkret durchführbare Umsetzungspläne für Energieeinsparmaßnahmen zu erstellen und zu veröffentlichen.

Das betrifft Maßnahmen aus Energie- oder Umweltmanagementsystemen oder Energieaudits, die gemäß DIN EN 17463 (VALERI) als wirtschaftlich identifiziert wurden.

Wirtschaftlich bedeutet in diesem Kontext, dass die Maßnahme nach 50 % der Nutzungsdauer einen positiven Kapitalwert hat, wobei die Nutzungsdauer auf max. 15 Jahre begrenzt wird.

Die Umsetzungspläne sind von Zertifizierern, Umweltgutachtern oder Energieauditoren zu bestätigen.

2. Fokus auf die Abwärme!

Es ist an der Zeit, die Abwärme Ihres Unternehmens genauer zu bewerten, denn sie muss auf den technisch unvermeidbaren Anteil reduziert werden.

Der Ablauf ist wohlbekannt:

  • Step 1: Abwärme vermeiden;
  • Step 2: Abwärme reduzieren,
  • Step 3: Abwärme wiederverwenden.

Dabei gilt es auch über den Tellerrand hinauszublicken. Bei der Wiederverwendung der Abwärme sind beispielsweise auch externe Dritte außerhalb des Betriebsgeländes in Betracht zu ziehen.

3. Die Bundesstelle für Energieeffizienz will über das Abwärmepotenzial Ihres Unternehmens Bescheid wissen.

Die Informationen zur Abwärme Ihres Unternehmens sind daher meldepflichtig, immer bis zum 31. März des Folgejahres. Das betrifft unter anderem die Wärmemenge, die zeitliche Verfügbarkeit, das Temperaturniveau etc.

Eine Ausnahme von dieser Meldepflicht gibt es nur für klimaneutrale Unternehmen. Was genau „klimaneutrales Unternehmen“ bedeutet, wie „klimaneutral“ definiert und überprüft wird – daran wird noch gearbeitet. Dazu wird eine Rechtsvorschrift ausgearbeitet.

Ihr Unternehmen hat mehr als 7,5 GWh Gesamtenergieverbrauch pro Jahr?

Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Dann müssen Sie ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einführen und betreiben. Wobei sich Energiemanagementsystem auf die DIN ISO 50001 und Umweltmanagementsystem auf EMAS bezieht. Dafür haben Sie ab Inkrafttreten des Gesetzes 20 Monate Zeit. – also genau bis zum 18. Juli 2025.

Wichtig! Die ISO 14001 gilt NICHT als Erfüllung der Anforderung nach dem EnEfG. 


Wir empfehlen bereits jetzt aktiv zu werden. Die Einführung eines Managementsystems betrifft alle Geschäftsprozesse, vor allem auch die Führung des Unternehmens. Ein Prozess, der zeitliche und personelle Ressourcen bindet. Unser Expertenteam von SEMPACT unterstützt Sie gerne bei der strategischen Einführung und begleitet Sie bei Umsetzung der Normen. Zusätzlich bieten wir über unsere Akademie Kurse an, die es Ihrem Team ermöglichen, die Anforderungen selbstständig anzuwenden.  

Was passiert, wenn Ihr Unternehmen die Anforderungen aus dem EnEfG nicht umsetzen?

Eine Nicht-Erfüllung der Anforderungen bedeutet eine Ordnungswidrigkeit. Je nach Einstufung der Schwere werden Bußgelder von bis zu 100.000 € erhoben. Viel relevanter ist aber, dass es keine Alternative gibt, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Ihre Kunden werden Klimaverantwortung zunehmend fordern.

Vorteile einer Klimastrategie

Obwohl das Themenfeld komplex und noch nicht konkret ist, hilft es Unternehmen, die Dekarbonisierung nicht als Bedrohung, sondern vor allem als Wachstumschance zu sehen. Ein strategisches Vorgehen hilft, Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Richten Sie Ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten Schritt für Schritt auf die Erreichung Ihrer individuellen Klimaziele aus, um Vorteile für Ihr Unternehmen zu erarbeiten und zukunftsfähig zu Wirtschaften.  

  • Wettbewerbsfähigkeit 
    • Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen buchen nach Zahlen des Umweltbundesamtes ein stetiges Wachstum. Im Wettbewerb um Kunden haben solche Angebote immer mehr Durchsetzungsvorteile.
  • Lieferketten 
    • Immer mehr Großkunden und Konzerne fordern von Ihren Zulieferern Nachweise zu nachhaltiger Produktion. Unternehmen, die sich strategisch aufstellen, haben Vorteile gegenüber (ausländischen) Wettbewerbern. Hinzu kommt das Lieferkettengesetz, das bereits jetzt den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Lieferkette fordert. 
  • Personal- und Nachfolgethemen 
    • Es wird zunehmend schwieriger, gute Fachkräfte zu finden und zu halten. Jüngere Generationen sehen aktiven Klimaschutz zunehmend als Argument, sich für ein Unternehmen zu entscheiden und dort zu bleiben. 
  • Unternehmerische Risiken 
    • Betriebliche Investitionen in Klimaschutz minimieren allgemeine unternehmerische Risiken und beeinflussen das Image nachhaltig positiv. 

Fußnoten

¹ Gesamtenergieverbrauch = Summe über alle Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme, Diesel etc.) im Mittel der letzten 3 Jahre

² Nach DIN EN 16247-1 November 2022. Bisher wurde nach der DIN EN 16247-1 Oktober 2012 auditiert.

Quellen

Antonia Meichelböck
im Interview

Energie ist seit Menschengedenken immer schon das Thema Nummer 1 das es zu lösen gibt. Dabei ist es sehr wichtig, dass Energie für die Unternehmen und privaten Haushalte kontinuierlich zur Verfügung steht und bezahlbar bleibt. In unserem Beitrag betrachten wir die Herausforderungen von Unternehmen. Die drastischen Anstiege der Preise für Energieträger wie z.B. Heizöl, Gas, Strom und Kohle machen es aktuell allen Unternehmen schwer, ihre Energiekosten einzupreisen und an den Verbraucher weiterzugeben – eine Herausforderung.

Die Betrachtung regenerativer Energien wie Wärme, Wasser, Strom, Wind, Solarthermie und Photovoltaik, um nur einige zu nennen, ist dabei sehr wichtig. Dadurch verringerte CO2-Emissionen bergen ein beträchtliches Einsparpotenzial. Gerade das Zusammenspiel verschiedener Energieträger, neuer Technologien und Effizienzmaßnahmen und dann noch gesetzliche Vorgaben stellt die Unternehmen vor die Herausforderung den Überblick zu behalten und im Vorfeld die möglichen Maßnahmen zu bewerten oder eine zukunftsfähige Strategie zum Energie- und CO2-Sparen zu entwickeln.

Genau hier beginnt das Aufgabenfeld eines Energieberaters. Die Aufgabe ist zuerst eine Analyse des Verbrauchs und der Verbraucher durchzuführen. Das Thema Energie stand in manchen Unternehmen nicht zu sehr im Fokus. In den meisten Unternehmen werden die Strom-, Wasser- und Gaszähler herangezogen, um den Bedarf zu ermitteln. Um ein Unternehmen umfassend zu beraten sind aber deutlich mehr Daten notwendig.

Interview mit Antonia Meichelböck – Energieeffizienzcoach bei der SEMPACT AG:

1. Wenn Sie im ersten Gespräch mit einem neuen Kunden sind, auf welche Erwartungen treffen Sie am häufigsten?

Das ist schwer pauschal zu beantworten, da jeder Kunde andere Erwartungen hat. Sowohl die Unternehmensgröße als auch der Entwicklungsstand ist bei jedem Kunden unterschiedlich. Große Unternehmen haben sich meist bereits mit dem Thema Energieverbrauch befasst und auseinandergesetzt – kleine Unternehmen und Mittelständler sind oft noch sehr auf die Produktion fokussiert und befassen sich jetzt erst mit Potenzialen in Gebäudeinfrastruktur und Versorgungsprozessen und haben hier Beratungsbedarf. Grundsätzlich ist es die Erwartungshaltung, mit möglichst wenig Investition viel Energieeinsparung zu erzielen. Bei sogenannten „Low-hanging-fruits“ ist es relativ einfach umsetzbar, den Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen zu optimieren. Je nach Entwicklungsstand der Unternehmen erhöhen sich auch die Investitionen, denn je mehr Potenziale die Unternehmen schon gehoben haben, umso kostenintensiver wird es – wenn zum Beispiel Maschinen ausgetauscht, Prozesse verknüpft oder ganze Anlagen erneuert werden müssen. Diese Umsetzung kann nur funktionieren, wenn die reine Betrachtungsweise von einem möglichst hohen Return of Investment (ROI) geändert wird, indem man weitere Faktoren miteinbezieht und langfristiger denkt.

Welche Erwartungen betreffen Sie in Ihrer Beratungstätigkeit direkt?

Unsere Kunden erwarten in erster Linie Ideen und eine wirtschaftliche Bewertung ihrer Potenziale. Dabei sind ihnen unsere Empfehlungen als auch Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung wichtig. Wir unterstützen unsere Kunden im gesamten Prozess, indem wir die Umsetzung der Maßnahmen begleiten, Angebote für sie einholen und Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Hier stehen wir ausschließlich auf Seite der Kunden, da wir anbieterunabhängig sind. Somit können wir eine erfolgreiche Projektentwicklung sicherstellen und festgesteckte Ziele erreichen.

2. Was sind die häufigsten Missstände, die in Unternehmen bei Ihren Analysen auffallen?

Grundsätzlich ist es wenig zielführend, nicht das gesamte System und nur die einzelnen Bereiche als unabhängige Prozesse zu betrachten. Bei Analysen wird oft klar, dass sich einzelne Bereiche gut verknüpfen lassen ( z.B. Wärmerückgewinnung bei Druckluft, um das Heizsystem zu unterstützen). Die reine ROI-Bewertung ist, wie vorhin schon erwähnt, nicht auf energetische Maßnahmen anzuwenden. Vor allem wenn es um größere Maßnahmen geht, ist er das falsche Instrument. Energetische Maß-nahmen rechnen sich oft nach längerer Zeit, daher gibt der ROI oft einen falschen Blick auf die Maßnahme. Besser ist es mit einem dynamischen Kapitalwert zu rechnen, der auf längere Sicht aussagekräftiger ist. Außerdem ist eine rein wirtschaftliche Bewertung zu eindimensional. Themen wie CO2-Emission, Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiterbefinden und weitere Umweltauswirkungen werden außer Acht gelassen. Authentizität benötigt ernsthafte Investments anstatt CO2-Kompensation. Bei vielen Maßnahmen können außerdem Förderungen beantragt werden, deren großer Umfang vielen Unternehmen nicht bewusst ist.

3. Welche Veränderungen und Einsparungen haben die Umwelt-Managementsysteme
DIN ISO 50001 und EMAS auf die Unternehmen, welche nachhaltigen Effekte sehen Sie in diesen Unternehmen?

Grundsätzlich ist es wenig zielführend, nicht das gesamte System und nur die einzelnen Bereiche als unabhängige Prozesse zu betrachten. Bei Analysen wird oft klar, dass sich einzelne Bereiche gut verknüpfen lassen ( z.B. Wärmerückgewinnung bei Druckluft, um das Heizsystem zu unterstützen). Die reine ROI-Bewertung ist, wie vorhin schon erwähnt, nicht auf energetische Maßnahmen anzuwenden. Vor allem wenn es um größere Maßnahmen geht, ist er das falsche Instrument. Energetische Maß-nahmen rechnen sich oft nach längerer Zeit, daher gibt der ROI oft einen falschen Blick auf die Maßnahme. Besser ist es mit einem dynamischen Kapitalwert zu rechnen, der auf längere Sicht aussagekräftiger ist. Außerdem ist eine rein wirtschaftliche Bewertung zu eindimensional. Themen wie CO2-Emission, Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiterbefinden und weitere Umweltauswirkungen werden außer Acht gelassen. Authentizität benötigt ernsthafte Investments anstatt CO2-Kompensation. Bei vielen Maßnahmen können außerdem Förderungen beantragt werden, deren großer Umfang vielen Unternehmen nicht bewusst ist.

4. In welcher Technologie sehen Sie Ihrer
Meinung nach das größte Einsparpotenzial
für die Zukunft?

Das muss im Einzelnen betrachtet und kann nicht pauschal beantwortet werden. Regenerative Alternativen zur Wärmeversorgung ergeben Einsparpotenziale im Sinne der CO2-Emission – die zukünftig als mindestens genauso notwendig betrachtet werden muss, wie der wirtschaftliche Aspekt. Hier wird auch durch Automatisierung und Digitalisierung ein hohes Einsparpotenzial möglich sein. Ein offener Austausch und der Wegfall von Konkurrenzgedanken zwischen Unternehmen könnte Einsparpotenziale und Innovationen beschleunigen. Zum Beispiel wenn ein Unternehmen die Abwärme eines anderen nutzen kann. Wenn Wissen geteilt wird oder auch der Fuhrpark. Örtlich vernetzte PV-Anlagen haben auch hohe Potenziale. Der Cloud-Gedanke sollte nicht nur digital, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden. Das größte Einsparpotenzial liegt meiner Meinung nach, wie vorhin schon erwähnt, darin, aufzuhören rein wirtschaftlich zu bewerten und andere Faktoren miteinzubeziehen. Momentan kommen so viele Technologien auf den Markt, dass es falsch wäre, sich auf eine festzulegen.

5. Nach einer ersten Analyse und Bestandsaufnahme eines Unternehmens bis zur erfolgreichen Umsetzung ist es ein langer Weg. Welchen Zeitraum müssen Unternehmen realistisch einplanen?

Das ist individuell abhängig von den umzusetzenden Maßnahmen. Wir bei SEMPACT bieten unseren Kunden die komplette Bandbreite an. Von der einzelnen Einsparmaßnahme bis zur kompletten Transformation zum klimapositiven Unternehmen. Dabei zählt jeder Schritt. Um wirklich etwas zu verändern, benötigen alle Beteiligten Zeit zur ganzheitlichen Betrachtung und Planung von Maßnahmen. Aus Erfahrung sind schnelle Maßnahmen jedoch nicht die wirkungsvollsten.
Wir wollen an die Ursache ran und nicht gegen Symptome ankämpfen.

6. Bei fast allen Unternehmen wird Energie in Wärme umgewandelt und fast ungenutzt ins Freie abgeleitet, welche Möglichkeit stehen hier Kunden zur Verfügung?

Zuerst einmal muss abgefragt werden, ob das Unternehmen die Wärme anderweitig gebrauchen könnte. Wie kann zum Beispiel die Wärme gebündelt werden? Eine Möglichkeit wäre hier, statt dezentrale Luftkühler eine zentrale Wasserkühlung an Maschinen (z.B. Spritzgussmaschinen) anzubinden und somit die Abwärme nicht in Umgebungsluft abzugeben, sondern in ein zentrales Netz einzuspeisen. Die ausgekoppelte Wärme könnte kann somit zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Und gleichzeitig würde der Energiebedarf für die Klimatisierung reduziert.

7. Stichwort: Kälte aus Wärme?

Dazu brauch es eine Grundvoraussetzung: Die Wärme muss kostenlos zu Verfügung stehen (Abfallprodukt, Restwärme, Abwärme) und nicht extra dafür erzeugt werden. Das wäre absolut ineffizient, da immer ein Wärmeverlust durch die Umwandlung entsteht. Wenn Wärme also kostenlos zur Verfügung steht und nicht anderweitig eingesetzt werden kann, wie bei Ihrer letzten Frage erläutert, dann kann über Kälteerzeugung nachgedacht werden. Für diesen Prozess gibt es Adsorptions- und Absorptionskältemaschinen. Diese benötigen unterschiedliche Temperaturniveaus und haben unterschiedliche Investitionskosten. Grundsätzlich muss das Temperaturniveau aber sehr hoch sein. (Absorption ab ca. 85 °C / Adsorption ab ca. 65°). Der Einsatz dieser Maschinen muss gut kalkuliert werden und ist vor allem abhängig von den Betriebsstunden der Wärmeverfügbarkeit und vom Temperaturniveau des Kältebedarfs, da die Maschinen im Verhältnis zu normalen Kältemaschinen deutlich teurer sind. Alles in allem müssen viele Kriterien erfüllt sein, dass sich der Einsatz rechnet. Hier ist es wieder wesentlich, bewusst das gesamte System zu betrachten und nicht in einzelnen Prozessen zu denken.

8. Ein abschließender Gedanke?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es uns als Beratern wichtig ist, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen und zu agieren, die Prozesse im Unternehmen genau zu analysieren und spezifische und individuelle Lösungen zu erarbeiten. Um langfristig effizient zu wirtschaften, müssen alle Systeme des Unternehmens miteinbezogen werden. Ein realistischer Erfolg der Maßnahmen ist auch immer davon abhängig, dass alle Beteiligten am selben Strang ziehen. Nur so kann Wandel ermöglicht werden.