CO₂-Bilanz 2025: Fortschritte bei Mobilität, Transparenz und regionalem Klimaschutz

Direkte Emissionen gesenkt, Transparenz erhöht
Nachhaltigkeit braucht belastbare Daten. Deshalb betrachten wir bei SEMPACT nicht nur unsere Emissionsentwicklung, sondern auch die Qualität der zugrunde liegenden Datenerfassung. Unser CO2-Bericht für das Bilanzjahr 2025 zeigt zwei zentrale Entwicklungen: Wir haben unsere direkten Emissionen deutlich reduziert und gleichzeitig die Transparenz unserer Klimabilanz verbessert.
63 Prozent weniger direkte Emissionen
Unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen sind seit 2022 um 63 Prozent gesunken.
Damit haben wir unser strategisches Ziel bereits deutlich übertroffen. Ursprünglich hatten wir uns vorgenommen, die direkten Emissionen innerhalb von zehn Jahren um 40 Prozent zu reduzieren.
Ein wesentlicher Hebel war die Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens. Die mit Firmenfahrzeugen zurückgelegten Kilometer konnten wir 2025 im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent reduzieren. Zusätzlich gewann im Berichtszeitraum 2025 die Bahn deutlich an Bedeutung. Der Anteil der mit dem Zug zurückgelegten Pendelkilometer stieg gegenüber dem Vorjahr von 12 auf 41 Prozent.
Unsere Daten belegen, dass Emissionsminderungen nicht ausschließlich durch technologische Maßnahmen entstehen. Häufig liegt das Potenzial in bewussten Entscheidungen bei Mobilität, Reiseplanung und Arbeitsorganisation.
Die Gesamtemissionen beliefen sich 2025 auf 52 Tonnen CO₂e. Gegenüber 2024 ist ein Anstieg zu verzeichnen, der zum einen auf die deutlich verbesserte Erfassung von Scope-3-Emissionen zurückzuführen ist. Mit einer automatisierten Erfassungsmethode können wir Emissionen entlang unserer Lieferkette heute wesentlich präziser abbilden als noch im Basisjahr 2022. Zum anderen spiegeln die Daten wieder, dass im Berichtsjahr zusätzliche Investitionen getätigt wurden, die sich in den Scope-3-Emissionen niederschlagen.
Für uns ist diese Entwicklung kein Rückschritt, sondern Ausdruck einer realistischen Bilanzierung. Eine glaubwürdige Klimastrategie basiert nicht nur auf möglichst niedrigen Zahlen, sondern auf nachvollziehbaren Daten und einer ehrlichen Bewertung der eigenen Auswirkungen.
Entscheidend ist daher nicht allein die absolute Emissionssumme, sondern die Frage, wie transparent die Ursachen erfasst werden und welche konkreten Maßnahmen daraus abgeleitet werden können.
Wissenschaft statt Zertifikatehandel: Das Projekt FutureForest
Beim CO2-Ausgleich setzen wir auf regionale Wirkung und wissenschaftliche Begleitung.
Deshalb engagieren wir uns langfristig im Projekt FutureForest in der Region Weil nahe Landsberg am Lech. Gemeinsam mit einem regionalen Waldbesitzer unterstützen wir die Entwicklung eines klimaresistenten Zukunftswaldes. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
Der Ansatz verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig:
• Förderung widerstandsfähiger Waldstrukturen
• Aufbau von Humus und langfristige Kohlenstoffbindung im Boden
• Schutz vor Bodenerosion
• Verbesserung des Wasserhaushalts
• Sicherung regionaler Trinkwasserressourcen
Statt anonyme Kompensationsmodelle irgendwo auf der Welt zu unterstützen, schaffen wir damit einen direkten Bezug zwischen Klimaschutzmaßnahmen und ihrer Wirkung vor Ort. Die CO2-Bindung ist dabei nur ein Aspekt eines breiten Spektrums ökologischer Vorteile.
Fazit & Ausblick
Unsere CO₂-Bilanz 2025 zeigt ein differenziertes Bild: Während wir unsere direkten Emissionen deutlich reduziert haben, stiegen die indirekten Emissionen aufgrund einer umfassenderen und realistischeren Erfassung sowie zusätzlicher Investitionen im Scope-3-Bereich.
Die nächsten Entwicklungsschritte zur Reduktion unserer CO2-Emissionen sind bereits definiert: Wir arbeiten an einer weiteren Optimierung von Geschäftsreisen, einer bewussteren Hotelauswahl und an der verstärkten Nutzung digitaler Kommunikation für Meetings oder Schulungen. Wir wollen unseren digitalen Fußabdruck genauer analysieren, um zusätzliche Reduktionspotenziale zu identifizieren.
Nachhaltigkeit verstehen wir nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Je präziser die Datenbasis wird, desto gezielter können wir Maßnahmen entwickeln und ihre Wirkung nachvollziehen.
Alle Kennzahlen, Methoden und Hintergründe finden Sie im vollständigen CO2-Bericht 2025. Laden Sie den Bericht jetzt herunter und erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsstrategie.
