Analyse rechnet sich vom ersten Tag an

Die „Low-Hanging-Fruits“, leicht zu hebende Energieeinsparpotenziale, sind langsam abgeerntet. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen trotzdem die Energieeffizienz steigern möchten, so müssen Sie genauer hinschauen.

Das Unternehmen Gebr. Schwarz im Schwarzwald wollte genauer hinschauen. Die Idee war ursprünglich die Abwärmenutzung der Kälte- und der Druckluftanlage zu optimieren. Um eine belastbare Datenbasis zu schaffen wurde SEMPACT beauftragt Messungen durchzuführen und auszuwerten.

Unser erster Ansatz war einen Wärmequellen/-senkenplan zu erstellen und damit den Wärme-bzw. Kältefluss des Unternehmens zu visualisieren. Es wurden Strom-, Wärme- und Druckluftmessungen durchgeführt. Dadurch konnten wir den IST-Zustand des Unternehmens abbilden.

Gebr. Schwarz arbeitet bereits mit einem hohen Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz, doch die Analyse lieferte einige unerwartete Ergebnisse.

Für die Kältemaschine (KKM) war eine Wärmerückgewinnung (WRG) installiert, die die entstehende, überschüssige Wärme in die Lüftung (RLT), die Warmwasserbereitung (WWB) und die Heizung fördern sollte. Durch die Messungen wurde klar, dass das System nicht funktionierte und teilweise in die falsche Richtung förderte. Sprich, es wurde Wärme von der WWB und der Heizung in die Kältemaschine geleitet – eine Erkenntnis, die sowohl uns, als auch Gebr. Schwarz überrascht hat.

Als Folgerung erstellten wir kein Abwärmekonzept, sondern zwei Varianten für eine neue Wärme- und Kälteversorgung. Für die wirtschaftliche Bewertung ermittelten wir außerdem welche Förderungen für die Einzelmaßnahmen in Anspruch genommen werden können.

In beiden Varianten soll die WWB auf elektrische Drucklauferhitzer umgestellt werden. Somit kann die Zirkulationsleitung abgestellt werden, das Risiko der Legionellenbildung wird reduziert und es muss kein Warmwasserboiler mehr konstant beheizt werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen beide Varianten kurz vorstellen.

Variante A – höchste Energieeffizienz (siehe 1. Tabelle links)

Das besondere bei dieser Variante ist der Einsatz einer Kältemaschine mit Wasser als Kältemittel. Diese erreicht einen COP von 30. Zudem wird die Belastung für die Umwelt stark reduziert, da kein fluorhaltiges Kältemittel mehr verwendet wird.

Bei dieser Variante könnten insgesamt Fördergelder in Höhe von 34.000 € in Anspruch genommen werden. Das reduziert die Amortisationszeit auf ca. 1,9 Jahre.

Variante B – höchste Kosteneffizienz (siehe 2. Tabelle links)

Fördergelder in Höhe von 14.000 € könnten bei dieser Variante in Anspruch genommen werden, was die Amortisationszeit auf ca. 1,4 Jahre reduziert.

Als Konsequenz aus dieser Analyse können wir nur mit Nachdruck darauf hinweisen, dass sich eine gründliche Analyse mit Messungen lohnt, um die Energieflüsse transparent abzubilden und die höchste Effizienz für Ihr Unternehmen zu gewährleisten.

Denn – Energie ist eine wertvolle Ressource.