Unser Weg zum auditierten Gemeinwohl-Bericht

SEMPACT ist jetzt ein gemeinwohlbilanziertes Unternehmen mit externem Audit. Was bedeutet dies für uns, warum haben wir uns dafür entschieden und wie ist es abgelaufen? Wir möchten einen kurzen Einblick geben in unseren Weg der Gemeinwohl-Bilanzierung.

Schon seit Gründung der SEMPACT AG stand immer wieder die Fragestellung im Raum: Wie können wir unser Tun, das wir selbst als „nachhaltig“ beschreiben, in ein Framework packen, das auch Menschen außerhalb unseres Unternehmens einfach nachvollziehen können?

Uns ist wichtig, dass wir ein Teil einer „Community“ sind, denn wir denken, dass wir die Herausforderungen wie Klimawandel, Gleichstellung der Geschlechter oder einen ressourcenschonenden Einsatz von Energie nur in Gemeinschaft lösen können. Wir denken, dass kein einzelner Mensch und auch kein einzelnes Unternehmen genügend Wirksamkeit hat. Nur mit gemeinsamen Zielen erreichen wir einen Wandel, der dazu führt, dass nachfolgende Generationen komfortabel auf der Erde leben und arbeiten können.

Der Community-Gedanke lässt sich auch auf den Prozess der Gemeinwohl-Bilanzierung ins eigene Unternehmen übertragen. Zwar gab es einen Verantwortlichen (Daniel Bogner-Haslbeck), der den Bilanzierungsprozess geleitet hat, aber alle Mitarbeitenden hatten durch die Art des Prozesses die Möglichkeit, sich mit ihren Vorschlägen und Ideen einzubringen.

„Als wir mit der GWÖ bei SEMPACT gestartet haben, war mir nicht bewusst wie ressourcenintensiv die Bearbeitung ausfallen wird. Schließlich sind wir ein kleines Unternehmen.

Die GWÖ hat viele interne Fragestellungen aufgeworfen, die wir zuvor noch nicht oder nicht in dem Ausmaß diskutiert hatten. Die Diskussionen und die Erstellung der GWÖ-Bilanz haben wir sehr ernst genommen, nur so können wir den optimalen Nutzen aus diesem Prozess ziehen.

Teilweise war ich überrascht. Wir haben uns vor der GWÖ nicht wirklich mit unseren Lieferanten beschäftigt. Im Nachhinein frage ich mich, warum eigentlich nicht? Das Gespräch mit unserem Vermieter fand ich sehr spannend. Es war schön etwas über seine Geschichte und seine Art der Unternehmensführung zu erfahren.

Außerdem hatte ich beim Bearbeiten der Kapitel immer wieder den Gedanken „Ha, wie schön wir es doch bei SEMPACT haben.“ Zum einen betreffend unserer gelebten Arbeitsprozesse, zum anderen auch weil wir so offen und intensiv sprechen können. Es gibt Raum für Diskussionen und Raum für unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Das genieße ich sehr.“

Antonia Meichelböck

Durch unseren integrierten Prozess haben wir die Blickwinkel aller Mitarbeitenden in unserer Unternehmensentwicklung einbringen können und Prozesse optimiert. Ein Beispiel dafür ist die Büromaterialbestellung. Hier haben wir uns verbessert: Von der unkoordinierten Bestellung „jeder bedient sich beim amerikanischen Riesen“ wann er oder sie es möchte zu einem abgestimmten Bestellprozess bei einem deutschen Anbieter, der Wert darauf legt Umwelt und Klima zu schonen. Eine Kleinigkeit? Ja klar, aber wir sind ja auch ein kleines Unternehmen und für uns zählt jeder Schritt. Entscheidend für uns ist, dass der Prozess unsere Mitarbeitenden motiviert hat, an der Zukunft des Unternehmens mitzuwirken. So konnten auch Missverständnisse und Missstände aufgedeckt werden und als Entwicklungspotenziale für unsere Zukunft definiert werden. Das war bei uns der Fall im Bereich der Mitarbeiter-Fort- und Weiterbildung. Vor allem die Mitarbeitenden in Teilzeit haben sich schwer getan, sich einzugestehen, dass auch für sie (und auch für SEMPACT) Fortbildungen gewinnbringend sind. Es ist nur eine Frage der Organisation, diese in den Alltag einzugliedern. Durch den GWÖ-Prozess konnten diese und andere Änderungen schnell und unkompliziert in unsere Arbeitsabläufe eingegliedert werden. Ein Vorteil, um zum einem als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, zum anderen um das Unternehmen selbst auch voranzubringen. Denn gut ausgebildete und sich einbringende Mitarbeiter helfen SEMPACT, sich positiv am Markt zu positionieren.

Bilanz als Instrument der Organisationsentwicklung

Das Thema Gemeinwohl lebt bei SEMPACT und darf sich Schritt für Schritt entfalten. Es ist Teil unseres Transformationsprozesses. Die Gemeinwohl-Bilanzierung als Bewertungsinstrument unserer Gemeinwohl-Orientierung stellt für uns eine wichtige Ausgangsbasis dar. Wir haben zahlreiche Verbesserungspotenziale und Ziele identifiziert und sind jetzt dabei, diese schrittweise umzusetzen. So dient uns die Bilanz als lebendiges Werkzeug für Organisationsentwicklung und ist Teil unseres kontinuierlichen Veränderungsprozesses.

Verbesserungspotenziale und Ziele

Ein Thema, welchem wir uns sehr intensiv widmen, sind Werte und Haltungen. Welche Werte verbinden uns im Unternehmen und wie leben wir diese Werte im geschäftlichen Alltag? Dazu haben wir Werte-Workshops ins Leben gerufen, in welchen wir individuelle Wertvorstellungen miteinander abgleichen. Ein anderes Ziel, welches wir uns im Rahmen der Gemeinwohl-Bilanzierung gesetzt haben, ist das Hinterfragen unseres Mobilitätskonzeptes. Hierunter fällt zum Beispiel die standardmäßige Laufzeit von circa drei Jahren beim Pkw-Leasing. Wir sind hier erste Schritte gegangen, indem wir anstelle von Neuwagen-Leasing auf Gebrauchtwagen-Finanzierung umgestiegen sind. Außerdem setzen wir vermehrt auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Zum Thema
Die Gemeinwohlmatrix

Ausblick

Schritt für Schritt widmen wir uns unseren identifizierten Potenzialen. Der Bilanzierungszeitraum der Gemeinwohl-Ökonomie ist auf zwei Jahre angelegt. Wir sind bereits heute dabei, Ideen und Informationen zu sammeln, was sich in den Jahren 2021/2022 gegenüber 2019/2020 bei SEMPACT verändert hat. Außerdem haben sich mehrere Kollegen bei SEMPACT selbst auf den Weg zum Gemeinwohlberater gemacht. Dadurch konnten wir das Thema Gemeinwohl für unsere eigene Bilanzierung in der Tiefe beleuchten. Zukünftig möchten wir auf diese Weise auch unsere Lerneffekte an andere Unternehmen weitergeben.

Sie haben Interesse an einem detaillierteren Einblick in einzelne Bereiche von SEMPACT rund um das Thema Gemeinwohl? Unter diesem Link können Sie unseren Gemeinwohlbericht abrufen. 

Ich beantworte Ihre Anfrage

Daniel Bogner-Haslbeck, MBE

Energieeffizienzcoach
Fon: +49 8191 657 088-17
Mobil: +49 172 58 14 539
daniel.bogner-haslbeck(at)sempact.de

Wir reden bei der Energieeffizienz auch immer von Gewinn

Im Interview mit dem Instandhaltungsmagazin „i-Quadrat“ spricht Thomas Schedl über den Einfluss der Geschäftsführung und der Instandhaltungsmitarbeiter auf den Erfolg oder Misserfolg von Energiemanagement und Energieeffizienz.

Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 2.2016 oder hier:

Ich beantworte Ihre Anfrage

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vorstand
Tel: +49 8191 657088-0
Mobil: +49 174 1815851
thomas.schedl(at)sempact.de

Alles KMU oder was?

Junge Frau am PC in einer Produktionshalle

Aufgrund unserer vielfältigen Projekte rund um die Themen

  • Testierung von alternativen Energiemanagementsystemen (gem. SpaEfV)
  • Förderanträge (z. B. zur Förderung von Querschnittstechnologien)
  • Energieaudits (gem. Energiedienstleistungsgesetz)

werden wir oft mit der Frage konfrontiert, „Ist mein Unternehmen ein KMU?“
Um eines vorweg zu nehmen: Wenn im Energierecht von KMU die Rede ist, dann ist immer die KMU-Definition nach der Kommission der Europäischen Union gemeint, die sich zum Teil deutlich von den Definitionen nach Deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) oder nach dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn unterscheidet.

Um die KMU-Frage final beantworten zu können, haben wir eine auf Energie- und Unternehmensrecht spezialisierte Anwaltskanzlei um Stellungnahme dazu gebeten. Das Ergebnis wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Ich beantworte Ihre Anfrage

Dipl.-Ing. (FH) Johannes Barnbacher

Prokurist, Energieeffizienzcoach
Tel: +49 8191 657088-15
Mobil: +49 172 4864155
johannes.barnbacher(at)sempact.de

Dieses Jahr unterstützen wir das Ambulante Kinderhospiz München mit unserer Weihnachtsspende

Als Gemeinwohlunternehmen ist es uns wichtig, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Und dabei beginnen wir von Grund auf – bei den Kindern. Letztes Jahr galt unsere Weihnachtsspende den Kindern des Storchennests Buchloe. Diese Kita nimmt am Bildungsprogramm „AckerRacker“ teil.  Mit der Gemüse-Ackerdemie kommt der Acker zu den Kindern. Sie lernen spielerisch, woher das Essen auf ihren Tellern kommt und welche Vielfalt die Natur zu bieten hat. Gemeinsames Ackern wird hier zum Abenteuer. Bis zum Ende des Sommers wachsen auf dem Kindergarten-Acker nicht nur gesundes Gemüse, sondern auch jede Menge Spaß, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Verbundenheit. Verbundenheit zur Natur.

Doch nicht allen Kindern ist es möglich die Welt mit den Händen in der Erde zu erkunden oder gar eine Kita zu besuchen. Kinder, die mit lebensbedrohlichen Krankheiten zu kämpfen haben. Kinder, deren Leben von vornherein zu kurz ist. Kinder, deren Eltern viel zu früh schwer erkranken oder sterben. Diese Kinder und Familien unterstützt das ambulante Kinderhospiz München (kurz: AKM). Um jeden Tag mit Leben zu füllen, schenkt die Stiftung Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Eltern mit einer lebensbedrohlichen oder lebensverkürzenden Erkrankung, sowie deren Familien Momente der Sicherheit, Geborgenheit und Normalität.

Durch das sehr breite Angebot an Leistungen und einem großen Netzwerk kann das AKM diesen betroffenen Familien eine umfassende und multiprofessionelle Hilfe anbieten. Sie betreuen ab der Diagnose der Erkrankung und über den Tod hinaus, im Krankenhaus und zu Hause – in München und ganz Bayern. Unterstützt wird das hauptamtliche Team durch den Einsatz von über 300 Ehrenamtlichen, die in den Bereichen Krisenintervention, Familienbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Als Stiftung wird die Arbeit des AKM weder vom Staat noch von der Stadt München subventioniert. Lediglich ein Viertel der Kosten wird durch die Krankenkassen gefördert. Dies bedeutet, dass sie auf Spenden angewiesen sind, um Familien multiprofessionell betreuen zu können. Wir freuen uns, die wertvolle Arbeit des AKM dieses Jahr mit 2000€ unterstützen zu können. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, sollte unbedingt mal im Spendenshop des AKM vorbeischauen.

Ihre Expertin zu diesem Thema

Laura Lopez Penelas, M.Sc.

Marketing
Tel: +49 8191 657088-19

laura.lopezpenelas(at)sempact.de