Autor: Laura Lopez Penelas

Energieaudit DIN EN 16247: Ein strategisches Instrument für mittelständische Industrieunternehmen

Energieaudit DIN EN 16247

Viele Geschäftsführer:innen von Industriebetrieben stehen vor der Aufgabe, ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Die internationale Konkurrenz wächst, qualifizierte Fachkräfte sind begehrt und die wirtschaftliche Lage verlangt strategisches Geschick. Gleichzeitig eröffnen steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit neue Chancen: Wer rechtzeitig handelt, kann nicht nur gesetzliche Vorgaben wie die Audit-Pflicht gemäß EDL-G erfüllen, sondern auch die eigene Wettbewerbsposition stärken und langfristige Kostenvorteile realisieren.

Mit System zur Einsparung: Wie das Energieaudit DIN EN 16247 Klarheit schafft

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 bietet hier einen entscheidenden Hebel.

Johannes Barnbacher

Johannes Barnbacher, Vorstand der SEMPACT AG, bringt es auf den Punkt:

„Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 ermöglicht mittelständischen Unternehmen klare Einblicke in Ihre konkreten Einsparpotenziale und liefert einen individuellen Maßnahmenplan für die Umsetzung.“

Die strukturierte Vorgehensweise beginnt mit einer technischen Bestandsanalyse, bei der sämtliche energierelevanten Anlagen und Prozesse detailliert erfasst werden. Darauf aufbauend erfolgt die Identifizierung und Bewertung von Energieeffizienzpotenzialen – ein Schritt, der nicht nur ökologische, sondern vor allem ökonomische Relevanz besitzt.

Häufig stehen Geschäftsführer:innen dem Thema Energieaudit zunächst skeptisch gegenüber. Die Sorge vor zusätzlichem Aufwand, unklaren Ergebnissen oder fehlender interner Kapazität ist nachvollziehbar. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit den Expert:innen der SEMPACT AG an. Unsere Kund:innen schätzen insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen.

Statt pauschaler Empfehlungen erhalten unsere Kund:innen belastbare Daten, umsetzbare Maßnahmen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage – etwa für Investitionen in effizientere Technologien oder die Beantragung des Spitzenausgleichs bei Strom- und Energiesteuer.

Die SEMPACT AG versteht sich nicht als Kontrollinstanz, sondern als strategischer Partnerin. Unsere Berater:innen sprechen die Sprache der Industrie, kennen die betrieblichen Abläufe und bringen tiefgehendes technisches Verständnis mit. Dadurch gelingt es, Energieeffizienz nicht als isoliertes Projekt, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu etablieren.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kann dies den entscheidenden Unterschied machen – durch reduzierte Betriebskosten, gesteigerte Resilienz und eine gestärkte Position im Wettbewerb.

Ein Energieaudit ist somit weit mehr als eine gesetzliche Pflicht. Es ist ein Werkzeug, das mittelständischen Betrieben hilft, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – mit klarem Blick auf Potenziale, Risiken und Chancen.

Quellen:

Ihr Experte für Energieaudits

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für Energieaudits

Raumlufttechnische Anlagen als Effizienzhebel

Effizienzpotenziale für Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen)

Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Produktionssicherheit, Qualitätsanforderungen und steigendem Kostendruck. Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) sind dabei ein oft unterschätzter Hebel zur Effizienzsteigerung – technisch komplex, aber wirtschaftlich hochrelevant. Gerade in industriellen Umgebungen, in denen Luftqualität und Temperatur direkte Auswirkungen auf Produktivität und Prozessstabilität haben, bieten RLT-Systeme enorme Optimierungschancen. Wer hier gezielt ansetzt, kann nicht nur Energie sparen, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und die Betriebssicherheit erhöhen. Die gute Nachricht: Viele dieser Potenziale lassen sich mit überschaubarem Aufwand erschließen und sie zahlen sich schnell aus.

Ihre Herausforderungen, unsere Expertise

Die Aufgaben der Raumklimatisierung reichen von der Luftkonditionierung für Mitarbeitende, Maschinen und Materialien bis zur Sicherstellung hygienischer Bedingungen. Die DIN 1946 unterscheidet zwischen Raumlufttechnik, Prozesslufttechnik und freien Lüftungssystemen – jede mit spezifischen Anforderungen. Gesetzliche Vorgaben wie die ASR A3.5, VDI 6022, VDI 3803, DIN EN 16798 und das GEG definieren klare Grenzwerte für Temperatur, Feuchte, Luftwechselraten und Energieeffizienz.

In der Praxis fehlt oft die Zeit, diese Anforderungen systematisch zu analysieren und umzusetzen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG an. Unsere Kunden schätzen die partnerschaftliche Herangehensweise und die technische Tiefe unserer Beratung.

Technische Potenziale

Ein typisches RLT-System besteht aus:

Typischer Aufbau RLT Anlage
  • Außenluftansaugung,
  • Mischkammer,
  • Filterstufen,
  • Wärmetauscher,
  • Ventilatoren,
  • Befeuchter,
  • Kühler und
  • Zuluftverteilung.

Die Luftströme bilden die Grundlage für die gezielte Klimatisierung industrieller Räume.

Effizienzpotenziale im Detail

RLT-Systeme bestehen aus vielen unterschiedlichen Komponenten, die bei ungeeigneter Auslegung oder Regelung den Energieverbrauch des Systems erhöhen können. Für die Optimierung der Energieeffizienz der Gesamtanlage, ist daher die Betrachtung der Einsparpotenziale der relevanten Komponenten entscheidend.

Luftfilter

Moderne Filter mit hoher Staubspeicherfähigkeit und geringem Anfangsdruckverlust reduzieren den Energiebedarf erheblich. Die Kostenbilanz zeigt: 80 % der Betriebskosten eines Filterelements entfallen auf Energie. Größere Filterflächen und optimierte Bauformen senken den Druckverlust und verlängern die Standzeit.

Wärmerückgewinnung (WRG)

Systeme wie Rotationswärmetauscher oder Kreuzstromwärmetauscher erreichen Wirkungsgrade von bis zu 80 %. Die Betriebskosten eines Lüftungsgeräts können dadurch um bis zu 45 % gesenkt werden. Besonders in der Heizperiode ist Wärmerückgewinnung ein entscheidender Faktor zur Reduktion thermischer Lasten.

Befeuchtung und Entfeuchtung

In der Heizperiode verursacht die Befeuchtung bis zu 39 % der Energiekosten. Eine bedarfsgerechte Steuerung (etwa durch Feuchtesensoren und zeitlich begrenzte Betriebsmodi) spart signifikant. Luftwäscher bieten zusätzlich eine Reinigung der Luft und reduzieren Schadstoffbelastungen.

Luftförderung

Der Systemwirkungsgrad ergibt sich aus der Kombination von Frequenzumrichter, Motor, Riemenantrieb, Ventilator und Einbauqualität. Optimierte Komponenten und deren Abstimmung können den Gesamtwirkungsgrad deutlich verbessern.

Bedarfsorientierte Luftförderung

Eine Reduktion der Luftwechselrate von 5 auf 1 – etwa durch CO2-Fühler oder Personentaster – senkt die Energiekosten um bis zu 36 %. Die Kombination mit Nachtabsenkung und zonenbasierter Steuerung erhöht die Effizienz zusätzlich.

Luftverteilsysteme

Strömungsgünstige Kanalgeometrien, glatte Rohrinnenflächen und reduzierte Einbauten minimieren Druckverluste. Die Leckluftrate beeinflusst direkt die spezifische Ventilatorleistung (SFP). Eine Umstellung von Dichtheitsklasse A (6 %) auf Klasse B (2 %) spart bis zu 12 % Ventilatorleistung.

Ventilatoren

Die SFP-Werte klassifizieren die Effizienz von Ventilatorsystemen. Zielwert für Industrieanlagen: SFP-3 (750–1250 Ws/m3). Je niedriger der Wert, desto effizienter die Luftförderung. Förderprogramme setzen diesen Wert als Mindestanforderung.

Nutzung der Raumwärme

Zonenweise Temperierung, getrennte Steuerung von Heizlüftern und die Einhausung von Pausenbereichen vermeiden unnötige Heizlasten. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C senkt die Heizkosten um bis zu 6 %.

Ein Praxisbeispiel: Die Einhausung eines Pausenbereichs mit Fertigbüros und Elektroheizung spart gegenüber der Beheizung eines gesamten Hallenteils mehrere tausend Euro jährlich – bei Investitionskosten unter 5000 €.

Simulation zeigt: bis zu 43 % Einsparung möglich

Eine interne Simulation der SEMPACT AG zeigt: Durch Steuerungsanpassung und Wärmerückgewinnung lassen sich bis zu 925.000 kWh und 44.000 € jährlich einsparen – bei gleichbleibender Produktionsqualität. Die wirtschaftlichste Maßnahme ist die Wochenendabsenkung der Luftwechselrate, die energieeffizienteste Kombination umfasst zusätzlich Wärmerückgewinnung.

Warum SEMPACT?

Wir begleiten Sie von der Analyse über die Maßnahmenplanung bis zur Fördermittelbeantragung. Unsere Leistungen umfassen:

  • Technische Bewertung Ihrer RLT-Systeme
  • Identifikation konkreter Einsparpotenziale
  • Umsetzung und Qualitätssicherung
  • Schulung Ihrer Mitarbeitenden

Sie profitieren von:

  • Rechtssicherheit durch normgerechte Umsetzung
  • Fördermittelzugang über BEG und BAFA
  • Produktionssicherheit durch stabile Klimabedingungen
  • Wirtschaftlichkeit durch kurze Amortisationszeiten
Ihr Experte für RLT-Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für RLT-Anlagen

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

Fon: +49 8191 657088-14

Nachhaltig wirtschaften, wettbewerbsfähig bleiben: BAFA-Förderung nutzen

Nachhaltig wirtschaften, wettbewerbsfähig bleiben:  BAFA-Förderung nutzen

Die Einführung von Treibhausgasneutralität ist eine große Herausforderung – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). SEMPACT unterstützt Sie dabei, diesen Weg strategisch und wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten – individuell angepasst an Ihr Unternehmen.

Warum lohnt sich das? Wer CO2 reduziert, schafft neue Wachstumsmöglichkeiten und verbessert sein Risikoprofil. Und das Beste: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Kosten mit bis zu 60.000 €.

Welche Maßnahmen werden gefördert bzw. was sind beihilfefähige Kosten?

Das BAFA unterstützt die Planung und Umsetzung von Maßnahmen, die Ihr Unternehmen oder Ihre Standorte auf den Weg zur Treibhausgasneutralität bringen.

Was wird im Detail gefördert?

  • die Ist-Analyse und Erstellung einer CO2-Bilanz bzw. THG-Bilanz (basierend auf GHG-Protocol oder ISO 14064-1)
  • Beratungskosten im Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationsplans inklusive Einführung von Umsetzungsprozessen im Unternehmen (Klimaschutzmanagement)
  • Kosten für erforderliche Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffungen für die Erstellung des Transformationsplans.
  • mögliche weitere Kosten, bei denen nachgewiesen werden kann, dass diese in Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationsplans stehen.

Was wird nicht gefördert?

  • Eigenleistungen, die in Ihrem Unternehmen anfallen
  • Leistungen, deren Durchführung auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruhen (z. B. Einhaltung von Abgaswerten oder Umweltschutzvorschriften)
  • Beratungsleistungen, die bereits im Zusammenhang eines anderen Beratungsförderprogramms des Bundes gefördert werden (z. B. Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme)

Wer ist Antragsberechtigt?

Alle privaten und kommunalen Unternehmen mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sind antragsberechtigt.

Das Besondere: Dieses Förderprogramm unterliegt nicht der De-minimis-Regelung. Selbst Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren mehr als 300.000 € an De-minimis-Beihilfen erhalten haben, können einen Antrag stellen.

Das macht die Förderung besonders attraktiv – für Unternehmensverbünde, Unternehmen mit mehreren Standorten und KMU, die zusätzlich von einem höheren Förderanteil profitieren.

In welcher Höhe liegen die Förderungen?

Für kleine Unternehmen werden bis zu 60 % der beihilfefähigen Kosten gefördert. Für mittlere Unternehmen 50% und für große Unternehmen werden 40 % der beihilfefähigen Kosten als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausbezahlt. Die maximale Fördersumme beträgt 60.000 €.

In welchem Zeitraum muss der Plan erstellt werden?

Der vollständige Transformationsplan muss spätestens 12 Monate nach Antragstellung beim BAFA eingereicht werden.

SEMPACT übernimmt die Projektplanung und begleitet Sie, damit Antragstellung und Verwendungsnachweis reibungslos und fristgerecht erfolgen.

Welche Anforderungen stellt das BAFA an ein Transformationsplan?

Um die Anforderungen des BAFA für einen Transformationsplan zu erfüllen, müssen folgende Punkte berücksichtig werden:

  • Der Ist-Zustand Ihrer Treibhausgas (THG)-Emissionen muss dargestellt werden.
  • Die Formulierung eines THG-Neutralitätsziels bis spätestens 2045 ist erforderlich.
  • Ein langfristiges (>10 Jahre nach Antragstellung) und konkretes THG-Ziel (Soll-Zustand) für die betreffenden Unternehmensstandorte muss formuliert werden
  • Dieses formulierte Ziel muss mindestens eine THG-Reduktion in Scope 1 und 2 von 40 % gegenüber dem Ist-Zustand innerhalb von 10 Jahren nach Antragsstellung haben. Es können auch zusätzliche Ziele (inkl. Scope 3) enthalten sein.  
  • Ein Maßnahmenplan für die Zielerreichung (die Transformation von Ist- zu Soll-Zustand) muss festgelegt werden.
  • Eine Verankerung des Transformationsplans in der Unternehmensstruktur. Dafür eignet sich die HLS-Struktur der Managementsysteme.

Welche Maßnahmen werden nicht für das geforderte Reduktionsziel anerkannt?

Im Rahmen des Transformationsplans fordert das BAFA ein 40 %-Reduktionsziel.

Das bedeutet mindestens eine THG-Reduktion bezüglich Scope 1 und 2 von 40 % gegenüber dem Ist-Zustand. Für die Erreichung des Ziels hat Ihr Unternehmen maximal 10 Jahre Zeit. Dieses Ziel darf nicht beinhalten:

  • CO2-Kompensation (z. B. über Emissionsminderungsgutschriften)
  • Reduktion der Qualität (z. B. Einsatz von günstigeren und CO2-ärmeren Materialien oder Herstellprozessen, welche die Qualität der Produkte mindern)
  • Reduktion der Produktion (z. B. Reduzierter Energieverbrauch durch reduzierte Nutzung von bestimmten Maschinen)
  • Auslagerung von Produktions- oder Teilprozessen (z. B. Auslagerung des Fuhrparks)

Es werden nur Maßnahmen anerkannt, die den Scope 1 und 2 Ihres Unternehmens betreffen. Das kann zum Beispiel sein, dass Sie effizientere Maschinen nutzen, um Ihren Stromverbrauch zu reduzieren, oder die Eigenstromerzeugung durch z.B. PV-Anlagen ausbauen.

Wie läuft die Antragstellung ab?

SEMPACT begleitet Sie Schritt für Schritt durch die digitale Antragstellung – eine unserer Kernkompetenzen. So erhöhen wir Ihre Chancen auf Förderung.
Wichtig: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Förderung. Die Bewilligung hängt von den verfügbaren Haushaltsmitteln des Bundes ab.

Wie und wann werden die Fördermittel ausgezahlt?

Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises und der eingereichten Rechnungsbelege. Auszahlungen während der Projektlaufzeit sind nicht möglich. Wenn Ihr Projekt also die maximale Laufzeit von 24 Monaten benötigt, können Sie spätestens nach 24 Monaten nach Projektbeginn mit Eingang der Fördermittel rechnen.

BAFA Förderung Transformationsplan – Ihre Checkliste

  • Wille zur Veränderung
  • Anruf bei SEMPACT unter +49 8191 657088-0
  • Alle weiteren Schritte klären wir gemeinsam

Ist die Kombination mit weiteren Förderprogrammen sinnvoll und zulässig?

Auf Grund der hohen Fördersätze und der Tatsache, dass diese Förderung nicht der De-minimis-Regelung unterliegt, ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen meist nicht sinnvoll.

Die Grundlagenermittlung hinsichtlich des energetischen IST-Zustands Ihres Unternehmens könnte z.B. über eine geförderte Energieberatung aus dem Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme“ (80 % Zuschuss) erfolgen. Diese Kosten dürfen dann jedoch nicht nochmal im Rahmen des Transformationsplans als förderfähige Kosten angegeben werden.

Wie lange dauert die Bearbeitungszeit beim BAFA?

Nach Antragseingang ist mit einem Zeitraum von ca. 6 Wochen zu rechnen. Das Projekt darf erst nach Bewilligung umgesetzt werden. Wird vorher begonnen, ist keine Förderung mehr möglich.

Warum fördert das BAFA Maßnahmen zur Treibhausgasneutralität?

Mit dem Förderprogramm für Transformationspläne möchte das BAFA Unternehmen finanziell auf Ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen und somit die Senkung der THG-Emissionen voranbringen. Das Bundesamt engagiert sich dafür, die Energiewende voranzubringen und damit die Klimaschutzziele der Bundesregierung erfolgreich zu realisieren.

Warum fördert der deutsche Staat Transformationspläne?

Zwischen 1990 und 2018 haben deutsche Industrieunternehmen ihre CO2-Emissionen bereits um rund 31 Prozent reduziert. Das ist beachtlich, aber leider noch nicht genug. Die industriellen Emissionen müssen bis 2030 weiter sinken, damit wir das gemeinsame Ziel, den gesamten CO2-Ausstoß um 55 Prozent zu senken, erreichen. Die bestehende Lücke möchte der deutsche Staat möglichst schnell schließen und fördert deshalb die Dekarbonisierung von deutschen Unternehmen. SEMPACT spricht sich dafür aus, als Unternehmen möglichst bald zu handeln. So können Strategien entwickelt werden, die Ihr Unternehmen zukunftsfähig machen. Sie müssen nicht zukünftig überstürzt auf Forderungen von außen reagieren. Vielmehr können Sie jetzt Ihren Weg bis 2030 planen und Schritt für Schritt in denkbaren Maßnahmen abarbeiten.

Bis zum Jahr 2045 will Deutschland treibhausgasneutral sein.

Was hat das mit dem deutschen Klimaschutzgesetz und der darin festgelegten Treibhausgasneutralität bis 2045 zu tun?

Bis zum Jahr 2045 will Deutschland Treibhausgasneutralität erreichen: Es muss dann also ein Gleichgewicht zwischen Treibhausgas-Emissionen und deren Abbau herrschen. Auf dem Weg dorthin sieht das Gesetz konkrete jährliche Minderungsziele vor. Diese Ziele werden an Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Institutionen weitergegeben – Also auch an Sie und Ihr Unternehmen.

Mit der Änderung (2021) des Klimaschutzgesetzes verschärft die deutsche Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben und verankert das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045. Bereits bis 2030 sollen alle deutschen Emissionen um 65 % gegenüber 1990 sinken. Dieser Beschluss verpflichtet Deutschland aktiv vorzubeugen. In Zukunft soll es nicht zu unverhältnismäßigen Einschränkungen der Freiheitsgrundrechte der heute jüngeren Menschen kommen.

Um diese ambitionierten Klimaschutzziele des Gesetzes zu erreichen, hat die Bundesregierung 2021 ein 8-Milliarden-Sofortprogramm beschlossen. Damit sollen die Dekarbonisierung der Industrie, grüner Wasserstoff, energetische Gebäudesanierung, klimafreundliche Mobilität sowie nachhaltige Wald- und Landwirtschaft gefördert werden. Im Fokus stehen vor allem kurzfristig wirkende Maßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasen sicht- und messbar mindern. Und da sind Sie gefragt, als Teil, der einen aktiven Beitrag zur Minderung der C02-Emissionen beiträgt. SEMPACT unterstützt Sie gerne dabei Ihre Strategie zu definieren und Sie auf dem Weg zu Ihrem Reduktionsziel zu begleiten.

Ihre Expertin für Transformation
Ihre Expertin für Nachhaltigkeit

Vera Mick, M.Sc.

Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-18

Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft!

Warum Druckluftsysteme in mittelständischen Betrieben dringend auf den Prüfstand gehören

Effizienzpotenziale in der Druckluft

Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft – nicht nur zur Leckage, sondern buchstäblich auch dem Geld hinterher. Denn in der täglichen Verantwortung, Produktionsprozesse sicher und stabil zu betreiben, stehen Sie unter permanentem Effizienz- und Kostendruck. Gerade in mittelständischen Industriebetrieben, in denen Druckluftsysteme oft historisch gewachsen und wenig transparent sind, schlummern erhebliche energetische und wirtschaftliche Potenziale – und Risiken.

Betriebskosten als Hebel in der Druckluft

Die energetische Betrachtung eines Druckluftsystems zeigt: Nur etwa 5 % der eingesetzten elektrischen Energie gelangen als Nutzenergie in die Anwendung. Der Rest verpufft in Kompressorverlusten, Kühlung, Leerlauf, Druckverlusten und Leckagen. Ein typischer Schraubenkompressor mit 50 kW Leistung verursacht über 15 Jahre Betrieb Energiekosten von bis zu 450.000 €, bei einer Investition von nur 65.000 €. Die Relation ist eindeutig: Die Betriebskosten dominieren – und sind beeinflussbar.

Drucklufterzeugung

Drucklufterzeugung ist dabei der erste Hebel. Viele Kompressoren sind überdimensioniert oder falsch geregelt. Nicht drehzahlgeregelte Modelle laufen im Leerlauf mit bis zu 30 % Energieverbrauch – ohne Nutzen. Bei jedem Lastwechsel wird zusätzlich Luft „verbraucht“, da der Verdichter entspannt wird. Die Folge: unnötige Kosten und CO2-Emissionen. Drehzahlgeregelte Kompressoren bieten hier Vorteile, sind aber nur bei richtiger Auslegung und Steuerung effizient. Die Typenschildanalyse und die Auswertung von Betriebs- und Laststunden sind essenziell, um die tatsächliche Auslastung zu bewerten.

Druckluftaufbereitung

Die Druckluftaufbereitung – insbesondere Trocknung und Filtration – ist oft überdimensioniert. Ein Adsorptionstrockner kann bis zu 35.000 kWh jährlich verbrauchen, ein Kältetrockner nur 7.000 kWh. Die Differenz: 4.200 € jährlich – bei vergleichbarer Qualität. Auch elektronische Kondensatableiter sparen Energie und vermeiden Druckluftverluste. Die Auswahl der Filterstufen beeinflusst den Differenzdruck und damit den Energiebedarf. Hier gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Druckluftverteilung

In der Druckluftverteilung entscheidet die Rohrdimensionierung über Druckverluste. Ein zu kleiner Durchmesser kann bis zu 2.620 € jährlich kosten – allein durch unnötigen Druckabfall. Ringleitungen bieten Versorgungssicherheit und reduzieren Druckverluste. Wartungseinheiten, Kupplungen und Schlauchanschlüsse sind typische Leckagequellen. Eine Leckage von nur 3 mm verursacht bis zu 5.250 € jährlich – hörbar, aber oft ignoriert. Die Leckageermittlung mittels Ultraschall oder Behältermethode ist ein Muss. Denn: „Wenn es zischt, dann rennt die ganze Mannschaft“ – und das Budget gleich mit.

Druckluftverwendung

Die Druckluftverwendung selbst ist der letzte Prüfpunkt. Viele Anwendungen lassen sich durch elektrische Alternativen ersetzen – effizienter, wartungsärmer und kostengünstiger. Hier lohnt sich die Substitutionsanalyse.

Komplexität fordert Expertenwissen

Doch warum gelingt die Umsetzung dieser Potenziale in der Praxis oft nicht? Die Antwort liegt in der Komplexität der Systeme und der fehlenden Transparenz. An dieser Stelle wird deutlich, wie wertvoll die Unterstützung durch externe Spezialistinnen und Spezialisten der SEMPACT AG ist. Unsere Kund:innen schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Beraterinnen und Berater. Wir analysieren nicht nur die Ist-Situation, sondern begleiten Sie bei der Umsetzung – von der Messtechnik bis zur Integration in Ihre Leittechnik.

Fazit: Druckluft ist teuer und oft ineffizient. Eine systematische energetische Betrachtung, kombiniert mit technischer Expertise und praxisnaher Umsetzung, schafft Transparenz und spart bares Geld. Sie haben die Hebel in der Hand – nutzen Sie sie. Und wenn es noch einmal zischt, wissen Sie, wer mit Ihnen gemeinsam Löcher stopft: Die Energieeffizienzexpert:innen von SEMPACT.

Ihr Experte für PV-Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

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Ihr Experte für Förderungen

Eigenstromerzeugung und Elektromobilität: Strategien für mittelständische Industrieunternehmen

Eigenstromerzeugung und Elektromobilität

Die Anforderungen an Industriebetriebe sind komplex: Wirtschaftlichkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit müssen in Einklang gebracht werden. Gerade in Zeiten volatiler Energiepreise und wachsender regulatorischer Anforderungen stehen Sie vor der Herausforderung, Ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Zwei zentrale Hebel dabei sind die Eigenstromerzeugung und die Integration von Elektromobilität – Themen, die technisches Know-how, strategisches Denken und rechtliche Sicherheit erfordern.

Eigenstromerzeugung: Potenziale und Stolpersteine

Die Eigenstromerzeugung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich von externen Strompreisschwankungen zu entkoppeln und Ihre Energiekosten langfristig zu senken. Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) sind dabei besonders attraktiv: Sie lassen sich flexibel auf Dächern, Freiflächen oder sogar als Floating-PV auf Gewässern installieren. Mit Stromgestehungskosten zwischen 2,5 und 8 ct/kWh und einer Amortisationszeit von 6 bis 8 Jahren sind sie wirtschaftlich hochinteressant. Dennoch ist eine fundierte Bewertung – etwa mittels Kapitalwertmethode (VALERI) – unerlässlich.

Stromgestehungskosten

Die Stromgestehungskosten sind die gesamten Kosten, die entstehen, um eine Kilowattstunde Strom über die Lebensdauer einer Energieerzeugungsanlage zu produzieren. Sie umfassen Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten sowie die geschätzten Erträge über einen bestimmten Zeitraum.

Blockheizkraftwerke (BHKWs), insbesondere als Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), bieten zusätzlich die Möglichkeit, Strom und Wärme gleichzeitig zu erzeugen. Sie sind besonders effizient, wenn Wärme und Strom zeitgleich benötigt werden. Die Auslegung muss jedoch exakt auf Ihren Bedarf abgestimmt sein – andernfalls drohen wirtschaftliche Verluste. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind komplex: Stromsteuerbefreiung (§9 StromStG), Energiesteuer (§53 EnergieStG), KWK-Gesetz und EEG müssen berücksichtigt werden.

Wenn Eigenstromerzeugung vor Ort nicht möglich ist, kann ein Power Purchase Agreement (PPA) eine Alternative sein. Dabei handelt es sich um einen bilateralen Stromliefervertrag zwischen einem Anlagenbetreiber und Ihrem Unternehmen. On-site PPAs ermöglichen die direkte physische Lieferung, während Off-site PPAs über das öffentliche Netz abgewickelt werden. Sie bieten langfristige Preissicherheit, sind jedoch vertraglich komplex und erfordern sorgfältige Partnerwahl.

Elektromobilität: Chancen und Herausforderungen

Die Umstellung auf Elektromobilität ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine strategische Entscheidung zur Modernisierung Ihres Fuhrparks. Die Integration von Ladeinfrastruktur in Ihre bestehende Energieversorgung – idealerweise gekoppelt mit Eigenstrom und Speichertechnik – kann Lastspitzen reduzieren und die Benutzungsstunden Ihrer PV-Anlage erhöhen. Ein intelligentes Lastmanagement ist dabei essenziell: 20 Ladepunkte mit je 11 kW können eine Lastspitze von 220 kW erzeugen – das entspricht potenziellen Netzentgeltkosten von bis zu 40.000 € jährlich.

Rechtlich ist das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) zu beachten: Ab 2025 muss bei Nichtwohngebäuden mit mehr als 20 Stellplätzen mindestens ein Ladepunkt installiert werden. Zudem gelten steuerliche Sonderregelungen: Strom für Elektromobilität ist bis 2030 einkommens- und stromsteuerfrei, jedoch umsatzsteuerpflichtig – auch bei kostenloser Abgabe an Mitarbeitende.

Ein zusätzlicher Anreiz ist der THG-Quotenhandel: Für reine Elektrofahrzeuge können Sie jährlich rund 350 € pro Fahrzeug erhalten, indem Sie den Klima-Vorteil Ihres Fahrzeugs an Kraftstoffproduzenten verkaufen. Dies gilt sowohl für private als auch gewerbliche Halter.

Warum externe Expertise entscheidend ist

Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist technisch anspruchsvoll und rechtlich komplex. Hier kommt die SEMPACT AG ins Spiel: Unsere Kunden schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe technische Expertise unserer Berater:innen. Wir begleiten Sie von der Potenzialanalyse über die Planung bis zur Umsetzung – stets mit dem Ziel, Ihre Wirtschaftlichkeit zu steigern und Ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Ob PV-Anlage, BHKW oder Ladeinfrastruktur – wir helfen Ihnen, die für Ihr Unternehmen passende Lösung zu finden und rechtssicher umzusetzen. Gemeinsam gestalten wir Ihre Energiezukunft.

Ihr Experte für PV-Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

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Effizienz und Sicherheit in der Wärmeversorgung

Effizienzpotenziale in der betrieblichen Wärmeversorgung

Die betriebliche Wärmeversorgung stellt für viele Produktionsbetriebe eine Herausforderung dar. Sie stehen unter dem Druck, die Qualität ihrer Produkte konstant zu halten und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern. Dabei ist die Wärmeversorgung nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern ein strategischer Hebel zur Kostenreduktion und Nachhaltigkeitssteigerung.

Gezielte Wärmeverteilung und smarte Regelungssysteme setzen Effizienzreserven frei

In der Praxis zeigt sich, dass die Wärmequelle (ob Dampfkessel, Heißwassererzeuger oder industrielle Feuerungsanlage) oft nicht optimal auf die tatsächlichen Anforderungen der Wärmeverbraucher abgestimmt ist. Die Wahl des geeigneten Mediums und des passenden Temperaturniveaus ist entscheidend, um Energieverluste zu minimieren und die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Besonders bei der Dampferzeugung und Dampfverteilung entstehen häufig Ineffizienzen durch veraltete Anlagen oder unzureichende Regelungstechnik.

Ein typisches Problem: Die Wärmeverteilung innerhalb der Produktionshallen erfolgt häufig über zentral gesteuerte Heizlüfter, die nicht auf die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Zonen reagieren können. Dabei bietet die gezielte Temperierung einzelner Bereiche, etwa durch getrennte Steuerung mehrerer Heizlüfter oder die Kombination mit Tür- und Fensterkontaktschaltern, erhebliches Effizienzpotenzial. Raumtemperaturen, die nur um 1 °C abgesenkt werden, können die Heizkosten bereits um 4–6 % reduzieren. So können beispielsweise bei einem Gebäude mit einem Gasverbrauch für die Gebäudeheizung von 600.000 kWh pro Jahr, bei einem Gaspreis von 10 ct/kWh, durch die Reduzierung der Hallen- oder Raumtemperatur um 1 °C, bereits 3.000 € pro Jahr eingespart werden.

Auch die Wahl eines geeigneten Hallenheizsystems spielt eine entscheidende Rolle. Systeme, die eine hohe Flexibilität bei der Wärmeabgabe ermöglichen, unterstützen die bedarfsgerechte Versorgung der Wärmesenken und tragen zur Energieeffizienz bei der Prozesswärme bei. Lüftungsanlagen sollten mit dem maximal zulässigen Umluftanteil betrieben werden, um Wärmeverluste zu minimieren. Gleichzeitig ist die regelmäßige Reinigung und Entlüftung des Heizsystems unerlässlich, um die volle Leistungsfähigkeit der Wärmeabgabesysteme zu erhalten.

Abwärmenutzung bietet Potenziale

Ein weiteres häufig unterschätztes Thema ist die Abwärmenutzung. Rund 40 % der eingesetzten Energie in der industriellen Prozesswärmeerzeugung gehen als Abwärme verloren. Durch die Erstellung eines Wärmeschaltplans und die Anwendung von Pinch-Analysen lassen sich Rückgewinnungspotenziale identifizieren. Dies erfordert jedoch tiefgehende technische Expertise und eine systematische Herangehensweise.

Wir integrieren Neuerungen in Ihre bestehenden Prozesse

Unsere Kund:innen berichten immer wieder von der hohen technischen Kompetenz unserer Mitarbeiter:innen und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Komplexität moderner Wärmeversorgungssysteme verlangt nach Spezialwissen, das über die tägliche Betriebspraxis von produzierenden Unternehmen hinausgeht. Die SEMPACT AG unterstützt Sie nicht nur bei der Analyse Ihrer bestehenden Systeme, sondern auch bei der Auswahl und Implementierung effizienter Lösungen und übernimmt die Organisation von Fördermittelsuche und -antragstellung für Sie.

Thomas Schedl

Die größte Herausforderung ist nicht die Technik selbst, sondern die Integration effizienter Lösungen in bestehende Prozesse, ohne die Produktion zu gefährden. Genau hier setzen wir an: mit Erfahrung, Präzision und einem echten Verständnis für die Bedürfnisse mittelständischer Betriebe“, sagt Thomas Schedl, Vorstand der SEMPACT AG.

Verdeckte Wärmeabgabesysteme durch Vorhänge oder Verbauungen, unverschlossene Türen und Tore oder fehlende Schnelllauftore sind weitere Faktoren, die den Energieverbrauch unnötig erhöhen. Eine ganzheitliche Betrachtung der Wärmeflüsse im Betrieb – von der Erzeugung über die Verteilung bis zum Verbrauch – ist daher unerlässlich.

Die SEMPACT AG bietet Ihnen nicht nur technische Lösungen, sondern auch strategische Beratung, um Ihre Wärmeversorgung zukunftssicher und wirtschaftlich zu gestalten. Denn Energieeffizienz ist kein Selbstzweck, sondern ein Wettbewerbsvorteil.

Ihr Experte für betriebliche Wärme

Stefan Braunmüller, B.Eng.

Energieeffizienzcoach

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Möglichkeiten zur CO2-Reduktion in Unternehmen

co2 Minderungsmaßnahmen für mehr Weitblick bei Unternehmen

Die Verantwortung, ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen zu führen, das zugleich attraktiv für Fachkräfte ist und sich innovativ am globalen Markt behauptet, stellt Sie vor komplexe Herausforderungen. Die zunehmende Relevanz von Klimaschutz und Nachhaltigkeit verlangt nicht nur technische Anpassungen, sondern auch strategische Entscheidungen mit langfristiger Wirkung.

CO2-Reduktion als strategischer Erfolgsfaktor

Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist nicht länger ein reines Umweltanliegen, sondern ein betriebswirtschaftlicher Imperativ. Unternehmen, die frühzeitig auf grüne Energie, Kreislaufwirtschaft und energieeffiziente Produktionsprozesse setzen, sichern sich nicht nur regulatorische Vorteile, sondern auch Innovationskraft und Fachkräfte. Laut dem Leitfaden der vbw Bayern ist die Transformation zur Klimaneutralität eine zentrale Zukunftsaufgabe, die durch das Zusammenspiel verschiedener Technologien (erneuerbare Energien, Energieeffizienzmaßnahmen, Digitalisierung, CO2-Kompensation) und gezielte organisatorische und strategische Maßnahmen erfolgreich gestaltet werden kann.

Typische Herausforderungen für mittelständische Betriebe

  • Intransparenz bei Emissionsquellen: Ohne systematische Erfassung der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen bleibt die Klimastrategie  unscharf und wenig steuerbar.
  • Investitionsunsicherheit: Die Frage, welche Maßnahmen sich wirtschaftlich lohnen, ist oft schwer zu beantworten.
  • Fachkräftemangel: Nachhaltigkeitsprojekte können helfen, junge Talente zu gewinnen – vorausgesetzt, sie sind glaubwürdig und sichtbar.
  • Technische Komplexität: Die Umstellung auf neue Energiesysteme oder Produktionsprozesse erfordert tiefes technisches Know-how.

Genau hier kommt die SEMPACT AG ins Spiel: nicht als klassische Beraterin, sondern als echte Mitstreiterin auf Ihrem Weg zur Klimaneutralität. Unsere Kund:innen erzählen begeistert von einer Zusammenarbeit, die nicht nur fachlich überzeugt, sondern auch menschlich inspiriert. Statt trockener Konzepte liefern unsere Expert:innen praxisnahe Lösungen, die direkt im Maschinenpark oder in der Energieversorgung Wirkung zeigen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir umsetzbare Strategien, die langfristig tragen.

Konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion – Beispiele aus der Praxis

Die Plattform klima-plattform.de bietet eine Vielzahl guter Beispiele, die zeigen, wie CO2-Reduktion in der Praxis gelingt. Diese Projekte wurden zwar nicht im Zusammenhang mit der SEMPACT AG umgesetzt, sind aber dennoch aus unserer Sicht inspirierend.

CBV Blechbearbeitung GmbH – Energieeinsparung in der Metallverarbeitung

Das Unternehmen senkte seinen Energieverbrauch durch ein umfassendes Energiekonzept. Maßnahmen wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Optimierung der Druckluftversorgung und die Nutzung von Wärmerückgewinnung führten zu einer jährlichen Einsparung von rund 100.000 kWh Strom.

Fripa Papierfabrik – Wasserverbrauch optimieren

In einer energieintensiven Branche wie der Papierherstellung ist die Reduktion des Wasserverbrauchs essenziell. Durch Kreislaufsysteme und Prozessoptimierung konnte Fripa den Wasserverbrauch pro Tonne Papier deutlich senken.

SPALECK GmbH – Grüner Maschinenbau

Das Unternehmen setzt auf Energiemonitoring, begrünte Dächer, PV-Anlagen und die Herstellung von Recyclingmaschinen. Die Einführung effizienter Schweißgeräte und die Substitution von Einweg- durch Mehrwegprodukte sind weitere Bausteine.

Interface Deutschland GmbH – Kreislaufwirtschaft

Durch die konsequente Anwendung von Lebenszyklusanalysen und die Rückführung von Materialien in den Produktionsprozess konnte Interface die Scope-3-Emissionen signifikant senken.

Condensator Dominit GmbH – Nutzung von Flusswasser und Sonnenenergie

Das Unternehmen betreibt einen CO2-neutralen Firmensitz durch die Kombination von Photovoltaik und Flusswasserkühlung. Die jährliche CO2-Einsparung liegt bei mehreren Tonnen.

Technische Hebel zur Emissionsreduktion

Die folgenden Maßnahmen sind besonders wirksam und technisch gut umsetzbar:

  • Strom: Umstellung auf Ökostrom, Eigenproduktion durch PV-Anlagen, Lastmanagement
  • Kühlung: Einsatz von natürlichen Kältemitteln, Wärmerückgewinnung, intelligente Steuerung
  • Produktion: Prozesswärme optimieren, Maschinenzustände analysieren, Leerlaufzeiten reduzieren
  • Wasserverbrauch: Kreislaufsysteme, Leckageerkennung, digitale Verbrauchsüberwachung
  • Kreislaufwirtschaft: Produktdesign für Wiederverwendung, Recyclingfähigkeit, Closed-Loop-Systeme

Warum externe Expertise entscheidend ist

In Verbindung mit einem Energieaudit oder Transformationsplan können Sie Ihre eigene auf Sie zugeschnittene Strategie zur CO2-Minderung in Ihrem Unternehmen entwickeln.

Die SEMPACT AG bietet nicht nur Beratung, sondern technische Umsetzungskompetenz. Unsere Expertinnen begleiten Sie von der CO2-Bilanzierung über die Maßnahmenplanung bis zur Fördermittelbeantragung. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe.

Die Reduktion von Treibhausgasen ist kein Kostenfaktor, sondern ein Innovations- und Wettbewerbsfaktor. Sie steigert die Attraktivität Ihres Unternehmens für Fachkräfte, Investoren und Kundinnen. Mit der SEMPACT AG haben Sie eine Partnerin an Ihrer Seite, die technische Tiefe mit strategischem Weitblick verbindet.

Ihr Experte für Nachhaltigkeit

Daniel Bogner-Haslbeck, MBE

Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-17

Ihre Expertin für Nachhaltigkeit

Mit Sonnenkraft wirtschaftlich stark bleiben: PV-Anlagen und Speicherlösungen für mittelständische Betriebe

PV-Anlagen und Speicherlösungen für mittelständische Betriebe

Die Zukunft gehört denen, die heute klug investieren. Gerade für mittelständische Industriebetriebe bietet die aktuelle Energiewende eine echte Chance, sich unabhängig, resilient und zukunftsfähig aufzustellen. Sie stehen täglich vor der Herausforderung, wirtschaftlich stabil zu bleiben, Fachkräfte zu binden und sich gegen internationale Konkurrenz zu behaupten. Die gute Nachricht: Mit nachhaltigen Lösungen, wie zum Beispiel PV-Anlagen können Sie sich positiv abgrenzen und Wettbewerbsvorteile schaffen.

PV-Anlagen: Einstieg in die Eigenstromerzeugung

PV-Anlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um – emissionsfrei und kostengünstig. Für industrielle Betriebe bedeutet das: weniger Abhängigkeit vom Strommarkt, planbare Energiekosten und ein aktiver Beitrag zur Dekarbonisierung. Die Investition in eine PV-Anlage ist heute nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch betriebswirtschaftlich attraktiv. Sie schaffen sich ein Stück Energieautonomie und positionieren Ihr Unternehmen als verantwortungsvollen Akteur in einer zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Wirtschaft.

Die Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher maximiert den Nutzen Ihrer Eigenstromerzeugung. Speicherlösungen ermöglichen es, Solarstrom zeitversetzt zu nutzen – etwa in produktionsintensiven Abendstunden oder bei Lastspitzen. So steigern Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil und reduzieren Ihre Netzbezugskosten deutlich.

Für industrielle Anwendungen sind Lithium-Ionen-Speicher derzeit führend. Sie bieten hohe Energiedichte, lange Lebensdauer und flexible Skalierbarkeit. Alternativen wie Redox-Flow- oder Natrium-Ionen-Speicher gewinnen an Bedeutung, insbesondere bei speziellen Anforderungen wie hoher Zyklenfestigkeit oder Umweltverträglichkeit.

Einsatzmöglichkeiten von Speichern in der Praxis

Speicherlösungen eröffnen vielfältige betriebliche Einsatzfelder:

  • Lastspitzenkappung: Reduzieren Sie Leistungspreise durch gezielte Entladung bei Spitzenbedarf.
  • Notstromversorgung: Sichern Sie kritische Prozesse bei Netzausfällen.
  • Regelleistungsbereitstellung: Nutzen Sie Speicher für netzdienliche Leistungen und generieren Sie zusätzliche Erlöse.
  • Schnellladung von E-Flotten: Laden Sie E-Fahrzeuge effizient, auch bei begrenztem Netzanschluss.

Ein Praxisbeispiel von der Deutschen Industrie und Handelskammer zeigt: Ein metallverarbeitender Betrieb konnte durch die Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher seine Energiekosten signifikant senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen.

Rechtliche Grundlagen: Sicherheit für Ihre Investition

Die Gesetzeslage entwickelt sich dynamisch. Das Solarspitzengesetz 2025 erlaubt die Einspeisung von gespeichertem Solarstrom mit voller Vergütung – sofern ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen gespeichert wurde. Zudem wurde im EEG 2023 die Gleichstellung von Speicheranlagen beim Netzanschluss verankert (§17 Abs. 2a EnWG), was Ihre Planungssicherheit erhöht.

Partnerschaft mit Expert:innen

Die Umsetzung solcher Projekte ist komplex und erfordert technisches Know-how, rechtliches Verständnis und strategische Weitsicht. Unsere Kund:innen berichten, dass die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG nicht nur technische Expertise, sondern auch partnerschaftliche Unterstützung bietet.

Wir begleiten Sie von der Potenzialanalyse über die Fördermittelberatung bis zur Inbetriebnahme – transparent, lösungsorientiert und immer auf Augenhöhe.

Ihr Experte für Lastmanagement

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

Vertriebsleitung - Senior Consultant - Lead-Auditor 14001/50001

Fon: +49 8191 657088-10

Mobil: +49 174 1815851

Ihr Experte für Energieeffizienz

Lastmanagement in der Industrie

Lastmanagement bezeichnet die gezielte Steuerung elektrischer Verbraucher, um Strom-Lastspitzen zu vermeiden und den Energieverbrauch zu optimieren

Als Geschäftsführer:in kennen Sie die Gratwanderung zwischen Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Energie ist dabei längst nicht nur Kostenfaktor, sondern strategisches Steuerungsinstrument. Lastmanagement hilft Ihnen, Spitzenlasten zu kontrollieren, Energiekosten zu senken und Ihre Prozesse resilienter zu gestalten – ohne Kompromisse bei Qualität oder Produktivität.

Die SEMPACT AG unterstützt Sie dabei mit technischer Expertise und partnerschaftlicher Beratung.

Was ist Lastmanagement und warum ist es relevant?

Lastmanagement bezeichnet die gezielte Steuerung elektrischer Verbraucher, um Strom-Lastspitzen zu vermeiden und den Energieverbrauch zu optimieren. Die Grundlage bildet das sogenannte Lastprofil, das aus den Leistungsmittelwerten jeder 15-minütigen Messperiode besteht. Diese Werte sind entscheidend für die Abrechnung durch den Netzbetreiber – nicht die Momentanleistung.

Ein hoher Leistungsmittelwert in einer einzelnen Messperiode kann Ihre Netznutzungsentgelte für Strom erheblich steigern. Bei Mittelspannung liegen diese je nach Netzbetreiber zwischen 100 und 300 €/kW pro Jahr (Stand 2024). Durch die Glättung des Lastgangs lassen sich diese Kosten deutlich senken – und gleichzeitig die Anzahl der Benutzungsstunden erhöhen, was den kWh-Bezugspreis reduziert.

Sechs Schritte zum erfolgreichen Lastmanagement

1. Analyse der Energieliefersituation

Sie prüfen Ihre Netzbetreiberentgelte und Energielieferverträge.

  • Ist ein Vollstromversorgungsvertrag vorhanden?
  • Wie sind Baseload, Offpeak und Onpeak definiert?

2. Analyse des Lastprofils

Ein Jahreslastgang offenbart saisonale Schwankungen, klimatische Einflüsse und wiederkehrende Muster. Die Jahresdauerlinie zeigt, wie oft bestimmte Leistungswerte überschritten werden – ein essenzielles Werkzeug zur Prognose und Planung.

3. Analyse der Verbraucherstruktur

Hier wird berechnet, welche Verbraucher wie viel zur Spitzenlast beitragen. Ein Beispiel: Ein 90 kW-Verbraucher, der fünf Minuten lang abgeschaltet wird, reduziert die Spitzenlast um 30 kW. Der Gleichzeitigkeitsfaktor zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass dieser Verbraucher überhaupt läuft.

4. Bestandsaufnahme elektrischer Verbraucher

Eine strukturierte Tabelle listet installierte Leistung, Abschaltzeit, bereinigte Leistung und Abwurfleistung auf. So erkennen Sie, ob Ihre Infrastruktur das Potenzial für wirksames Lastmanagement bietet.

5. Technische Rahmenbedingungen

Hier geht es um die Frage: Können und wollen Sie Ihre bestehende Infrastruktur nutzen? SPS-Technik, Busprotokolle, PLT/GLT, Messperiodensignale und kWh-Impulse müssen analysiert werden.

6. Umsetzung des Lastmanagements

Die Steuerung erfolgt digital oder analog, zentral oder dezentral. Regelstrategien wie sequenzielle oder parallele Abschaltungen, Prioritätenprogramme und Zeitschaltfunktionen ermöglichen eine flexible und produktionserhaltende Umsetzung.

Warum externe Expertise entscheidend ist

Viele unserer Kund:innen berichten, dass sie sich durch die Zusammenarbeit mit der SEMPACT AG nicht nur technisch sicherer fühlen, sondern auch strategisch besser aufgestellt sind.

Gerade im Bereich Lastmanagement zeigt sich, wie anspruchsvoll die Umsetzung in die Praxis sein kann: Die richtige Bewertung von Lastprofilen, die Identifikation steuerbarer Verbraucher, die Integration steuerbarer Verbraucher und die Integration in bestehende Prozesse erfordern fundiertes Fachwissen und Erfahrung. Ohne dieses Knowhow bleiben Einsparpotentiale oft unerkannt, ungenutzt und führen zu Problemen wie Produktionsunterbrechung oder Sicherheitsverlust. Mit den Berater:innen der SEMPACT AG wird Lastmanagement nicht zur Stolperfalle, sondern zum strategisch wirksamen Werkzeug für Effizienz und Versorgungssicherheit.

Ihr Experte für Lastmanagement

Dipl.-Ing. Thomas Schedl

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Ihr Experte für Energieeffizienz

Defossilisierung statt Dekarbonisierung: Warum wir präzise Begriffe brauchen

Dekarbonisierung vs. Defossilisierung – ein notwendiger begrifflicher Schärfungsprozess

Im Kontext unternehmerischer Klimastrategien ist die präzise Verwendung von Begriffen wie Defossilisierung und Dekarbonisierung kein akademisches Detail, sondern eine strategische Notwendigkeit. Sie stehen als semantische Stellvertreter für unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Kohlenstoffemissionen – und damit für unterschiedliche Wege zur Klimaneutralität. Für Sie ist es essenziell, diese Konzepte korrekt zu verstehen und im internen wie externen Diskurs professionell zu nutzen.

Dekarbonisierung vs. Defossilisierung; ein notwendiger begrifflicher Schärfungsprozess

Dekarbonisierung wird häufig als Synonym für die Reduktion von CO2-Emissionen verwendet. Tatsächlich beschreibt sie die Transformation von Prozessen, die CO2 freisetzen, hin zu emissionsarmen oder -freien Alternativen. Dabei geht es um die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Quellen, etwa durch den Einsatz von Wärmepumpen statt Ölkesseln oder die Elektrifizierung industrieller Prozesse.

Defossilisierung hingegen zielt auf die vollständige Abkehr von fossilen Rohstoffen – nicht nur als Energiequelle, sondern auch als Materialbasis. In der chemischen Industrie beispielsweise ist Kohlenstoff ein unverzichtbarer Bestandteil organischer Verbindungen. Der Begriff Defossilisierung trägt dieser Tatsache Rechnung, indem er nicht den Kohlenstoff an sich, sondern dessen fossile Herkunft problematisiert. Es geht also um die Umstellung auf biogene oder synthetische Kohlenstoffquellen, die den natürlichen Kohlenstoffkreislauf nicht überlasten.


Exkurs Kohlenstoff

Kohlenstoff ist ein chemisches Element mit dem Symbol C. Es bildet die Grundlage für organische Verbindungen und ist ein zentrales Element in der Chemie des Lebens. In Graphit und Diamant zeigt Kohlenstoff bemerkenswerte physikalische Eigenschaften. Seine Fähigkeit, stabile Bindungen mit anderen Elementen einzugehen, ermöglicht die Vielfalt organischer Moleküle.

Für die Industrie ist Kohlenstoff von großer Bedeutung, insbesondere in der Produktion von Kunststoffen, Chemikalien und Brennstoffen. Der hohe Kohlenstoffverbrauch und die dadurch erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre tragen jedoch zur Erderwärmung bei.. Unternehmen können ihren Kohlenstoffverbrauch reduzieren, indem sie auf erneuerbare Energien umsteigen, energieeffiziente Technologien implementieren und nachhaltige Materialien verwenden.


Kohlenstoffkreislauf und CO2-Bilanzierung: komplexe Zusammenhänge, klare Verantwortung

Der globale Kohlenstoffkreislauf ist ein fein austariertes System zwischen Quellen (Verbrennung von Kohlenstoff) und Senken (Aufnahme von CO2 durch Pflanzen). Durch menschliche Aktivitäten – insbesondere die Verbrennung fossiler Rohstoffe, Abholzung und Brandrodung – gelangen jährlich etwa 8 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Ein Kilogramm Kohlenstoff entspricht dabei rund 3,67 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Diese Umrechnung ist zentral für jede CO2-Bilanzierung. Die CO2-Bilanzierung, etwa nach dem Greenhouse Gas Protocol oder ISO 14064, muss natürliche Senken ebenso berücksichtigen wie direkte und indirekte Emissionen.


Exkurs Kohlendioxid

CO2, chemisch Kohlendioxid, ist ein farbloses, geruchloses Gas, das aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen besteht. Es entsteht bei der vollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe und ist ein zentrales Zwischenprodukt im Kohlenstoffkreislauf. Durch industrielle Prozesse, insbesondere die Verbrennung fossiler Energieträger, wird das Gleichgewicht dieses Kreislaufs gestört. Eine präzise Bilanzierung ist essenziell für die Emissionsstrategie von Unternehmen, denn so können sie durch gezielte Maßnahmen  ihre Emissionen reduzieren.


Reduktionismus vermeiden und Komplexität anerkennen

Ein zentrales Problem in der Klimadebatte ist der Reduktionismus: die Verkürzung komplexer Ursachen auf eine einzige Variable, meist auf CO2. Doch Klimaneutralität ist mehr als die rechnerische Nullstellung von Emissionen. Sie erfordert eine systemische Sichtweise, die auch Bodenqualität, Biodiversität und soziale Aspekte einbezieht.

Daniel Bogner-Haslbeck

Die Aussage von Daniel Bogner-Haslbeck „Es geht um die Dekarbonisierung der Atmosphäre mittels Rekarbonisierung des Bodens“ bringt diesen erweiterten Ansatz auf den Punkt.
Moore, obwohl sie nur etwa 3 % der Landfläche bedecken, speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen. Ihre Wiedervernässung ist daher nicht nur ein Beitrag zur Biodiversität, sondern auch zur Klimastabilisierung.


Exkurs Moore

Moore existieren auf der ganzen Erde, sie entstehen durch die Bildung von Torf in Böden mit einer hohen Wassersättigung. Natürliche Moore ziehen sehr große Mengen an Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre, welches sie als Kohlenstoff im nassen Torfboden speichern.

Werden die Moore trockengelegt (z.B. für die Landwirtschaft) setzen sie große Mengen an CO2 frei und sind eine Gefahr für unser Klima. Damit wir in Deutschland unsere Klimaziele erreichen, müssten wir jedes Jahr eine Fläche von 50.000 Hektar wiedervernässen. Das entsprich einer Fläche so groß wie der Bodensee.


Fazit: Präzision schafft Klarheit – und Klarheit schafft Handlungsspielraum

Die Herausforderungen bei der Erstellung einer belastbaren THG-Bilanz sind vielfältig: heterogene Datenlandschaften, fehlende Emissionsfaktoren, Unsicherheiten bei Scope-3-Erhebungen. Hier zeigt sich der Wert externer Beratung. Die SEMPACT AG bietet nicht nur inhaltliche Expertise, sondern auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die auf Augenhöhe erfolgt. Unsere Kunden schätzen die Fähigkeit unserer Beraterinnen und Berater, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und individuelle Lösungen zu entwickeln.

Die Unterscheidung zwischen Dekarbonisierung und Defossilisierung ist nicht bloß Wortklauberei. Sie ist Ausdruck eines Paradigmenwechsels im Umgang mit Kohlenstoff. Für Sie als Fachverantwortliche bedeutet das: Nur wer die Begriffe korrekt einordnet, kann Strategien entwickeln, die nicht nur regulatorisch konform, sondern auch ökologisch wirksam und ökonomisch tragfähig sind.

Die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie der SEMPACT AG ist dabei kein Luxus, sondern ein strategischer Hebel für nachhaltige Transformation. Sie profitieren von einem interdisziplinären Blick, der technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte integriert – und damit echte Wettbewerbsvorteile schafft.

Ihr Experte für präzise Nachhaltigkeit

Daniel Bogner-Haslbeck, MBE

Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-17

Ihre Expertin für CO2-Bilanzen

Vera Mick, M.Sc.

Nachhaltigkeitscoach

Fon: +49 8191 657088-18