Transformation ist ein großes Wort. In welchen Bereichen Ihres Unternehmens und in welchen Wirtschaftsbereichen wollen Sie eine Transformation erreichen und welche Hürden müssen hierfür überwunden werden? Eine Art der Transformation, welche Unternehmen derzeit beschreiten, ist die in Richtung Treibhausgasneutralität. Hierbei gibt es seit Ende 2021 ein Förderprogramm des Bundes, welches Unternehmen gezielt dabei unterstützt, die Treibhausgasemissionen zu erfassen, Reduktionsziele zu setzen und Maßnahmen hierfür zu identifizieren.

Ein Unternehmen erhält für externe Unterstützungsleistungen bei der Erstellung des Transformationskonzeptes einen Zuschuss von bis zu 60%. Die maximale Fördersumme beträgt 80.000 €.

Der Aufwand für die Antragstellung zur Förderung eines Transformationskonzeptes ist überschaubar. Ein wichtiger Schritt ist zunächst, zu klären, welche Bilanzgrenzen das Transformationskonzept aufweisen soll: Welche Standorte oder Unternehmensbestandteile sollen betrachtet werden? Nach der Genehmigung kann direkt damit begonnen werden, förderfähige Leistungen für die Konzepterstellung zu beauftragen.

Der erste Schritt zum Transformationskonzept ist die Darstellung des IST-Zustands der THG-Emissionen. Die CO2-Bilanz muss entweder nach dem GHG Protocol oder der ISO 14064-1 erstellt werden. Im zweiten Schritt werden Maßnahmen identifiziert, welche zu einer Emissionsreduzierung beitragen können. Auf Basis dieses Maßnahmen-katalogs ist es möglich, Klimaziele zu formulieren. Zwei Ziele sind verpflichtender Bestandteil des Transformationskonzeptes, und zwar: Erstens ein THG-Neutralitätsziel bis spätestens 2045 und zweitens ein weiteres langfristiges und konkretes THG-Ziel.

Für die Zielerreichung beziehungsweise die Transformation von IST- zu SOLL-Zustand wird im Anschluss ein detaillierter Maßnahmenplan entwickelt. Dieser enthält ein oder mehrere Einsparkonzept(e) für mindestens ein Vorhaben des EEW-Förderprogramms. Ein weiterer Bestandteil des Transformationskonzeptes ist dessen Verankerung in der Unternehmensstruktur.
Falls einzelne Bestandteile bereits im Unternehmen vorhanden sind, z.B. eine THG-Bilanz, dann kann diese verwendet oder aktualisiert werden und zügig mit den weiteren Schritten begonnen werden.
Als regulärer Zeitraum für die Erstellung des Transformationskonzeptes sind maximal zwölf Monate vorgesehen.