Erfolgsfaktoren

  • Redundante Auslegung von Kältemaschinen, Rückkühlern und Pumpen
  • Nutzung der Rückkühler als Freikühler zur Effizienzsteigerung
  • Anhebung der Kaltwassertemperatur führt zu verlängerter Betriebszeit der Freikühlung
  • Reduzierung der durchschnittlichen Umgebungstemperatur am Rückkühler spart ca. 3 % Energie für den Verdichter
  • Stromeinsparung von mehr als 270.000 kWh/a bzw. 80 %
  • Jährliche CO2-Einsparung von 140 Tonnen

Stromeinsparungen im
vgl. zur bisherigen Anlage

Unter Beachtung der Messergebnisse und der geforderten Ausfallsicherheit wurde die neue Anlage mit zwei Kältemaschinen à 120 kW aufgebaut, was einer Redundanz von 75 % entspricht. Dies stellt einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Ausfallsicherheit und Energieeffizienz dar. Sowohl Rückkühler als auch Pumpen wurden redundant ausgelegt.

Die Nutzung der Rückkühler als Freikühler bzw. adiabate Rückkühler steigert die Effizienz des Gesamtsystems und führt zu Energieeinsparungen. Durch die Verlagerung der Kälteerzeugung in den Keller wird die durchschnittliche Umgebungstemperatur für den Rückkühler um mindestens 5 Kelvin reduziert. Pro 1 Kelvin Senkung der Kondensationstemperatur werden ca. 3 % elektrische Energie am Verdichter eingespart.

Die Anhebung der Solltemperatur des Kaltwasserkreises von 15°C auf 18°C ermöglicht eine längere Betriebszeit (jährlich +600h) der effizienten Freikühlung und spart pro 1 K Anhebung der Kaltwassertemperatur etwa 4 % Strom beim Verdichter. Diese Maßnahme resultiert in einer jährlichen Einsparung von ca. 20.000 kWh Stromverbrauch.

Insgesamt führen alle Optimierungen zu einer eindrucksvollen Stromeinsparung von mehr als 270.000 kWh/a bzw. 80 % im Vergleich zur bisherigen Anlage. Durch den Verzicht auf die Wärmerückgewinnung im neuen Kältekonzept ergibt sich trotz des erhöhten Heizölverbrauchs um ca. 40.000 kWh/a in der Gesamtbilanz eine jährliche Einsparung von gut 140 Tonnen CO2.