Sempact AG
Newsletter vom 14.09.2016
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Liebe Leserinnen und Leser,


in den letzten Wochen erlebe ich bei meinen Besuchen in Unternehmen immer häufiger, dass mir mein Gegenüber sein Leid klagt:

„Ich habe die Nase ziemlich voll von den Energieberatern – es wird nur geredet und hinten kommt kein Euro dabei raus. Das Thema Energieeffizienz ist für mich eigentlich erledigt.“

Leider gibt es, wie für jedes andere Beratungsthema auch, kein Qualitätssiegel für die Energieberatung. Selbst die BAFA-Listung scheint ein ungeeignetes Instrument für das Auffinden kompetenter Energieberatung zu sein.

Das BAFA kann natürlich nicht mehr fordern, als Ausbildungs- und Erfahrungsnachweise. Die „schwarzen Schafe“ finden aber auch hier ihren Weg zur Anerkennung ihrer Zulassung. Mir ist z. B. eines bekannt, welches ein Elektrotechnikstudium vorweist, dann 25 Jahre in der Finanzbranche tätig war, eine Fortbildung zum Energiemanager gemacht hat und jetzt für Industriekunden Energieeinsparpotenziale in Form von Energieaudits dokumentiert. Zweifelsohne eine große Fleißarbeit, leider ohne Mehrwert für den Kunden.

Das andere Extrem ist dann der Fachexperte, der jahrzehntelang in einer Nische der Energieoptimierung nachweislich mit hoher Kompetenz tätig ist, ein BWL-Studium aufweisen kann, was jedoch für die BAFA-Listung nicht taugt.

Es scheint so, dass die Branche „Energieberatung“ in keinem guten Licht dasteht.

Was sind also die richtigen Auswahlkriterien? Was können Sie ermitteln, um den zugesagten Nutzen zu hinterfragen?

Eines der wesentlichen Auswahlkriterien kann die Frage nach der Umsetzungskompetenz der vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen sein:

Berater mit praktischer Umsetzungserfahrung gehen in die Verantwortung für den Erfolg (Nutzen/Mehrwert) ihrer Energieeinsparidee. Sie sagen auch mal „Nein“ zu einem Projekt, dass sich wirtschaftlich nicht darstellen lässt.

Berater mit ausschließlich theoretischem Hintergrund führen technische Projekte nicht zu Ende. Oftmals beenden sie ihre Arbeit nach den energetischen Messungen, ohne die Messergebnisse zu aussagekräftigen Analysen zu verarbeiten.

Konkrete Fragen können deshalb für Sie sein:

  • „Inwieweit setzen Sie die vorgeschlagenen Lösungen mit uns um?“
  • „Wie viele Projekte im Bereich Wärme, Beleuchtung etc. haben sie bereits umgesetzt?“
  • „Welche Kundenexpertisen/Referenzen weisen Ihre Erfahrungen nach?
  • „Inwieweit sind Ihre Handlungsempfehlungen herstellerneutral?“


Ein weiteres Kriterium, auf das Sie achten können, ist, welche Fragen der Berater stellt. Bringen diese Fragen Sie zum Nachdenken? Regen diese Fragen an, mal eine andere Richtung als sonst zu denken? Bringen diese Fragen unternehmerische Potenziale ans Licht? Hört Ihnen der Berater bei Ihrer Antwort bis zum Schluss (richtig) zu? Versucht er, Ihre Probleme im Kontext zu verstehen, bevor er Lösungsvorschläge unterbreitet?

Als Beratungsunternehmen, dass sich die Kooperation mit Ihnen auf die Fahnen schreibt, um Sie auf Ihrem Weg zu einem nachhaltigen und energieeffizienten Unternehmen zu begleiten, grenzen wir uns ab von Halbwissen, das Ressourcen und Energie frisst und Mitarbeiter demotiviert.

Stellen Sie uns Ihre Fragen! Erlauben Sie uns, Sie zu befragen! Wir stellen uns gern Ihrem kritischen Blick.

Ihr Thomas Schedl

Themen in dieser Ausgabe

 
 

„Heizungsoptimierung“ – ein neuer Stern am Förder-Himmel

Nachdem im Mai dieses Jahres mit der Neuauflage der Richtlinie zur Förderung von Querschnittstechnologien die Optimierung von Heizungspumpen nicht mehr gefördert wurde, schließt seit 1. August das BAFA-Programm „Heizungsoptimierung“ diese Lücke.
Rund 1,9 Mrd. € stellt der Bund bis 2020 für den Austausch alter Heizungspumpen und Hydraulische Abgleiche zur Verfügung.
Unternehmen wie auch Privatpersonen können 30 % Zuschuss für die Maßnahmen beantragen. » Mehr

 
 

Treffpunkt Frankfurt: EnergieEffizienz-Messe

Energieeffizienz ist oder wird ein wichtiges Thema bei Ihnen und Sie möchten sich über die neuesten Trends und Entwicklungen informieren?

Dann freuen wir uns darauf, Sie am 28. und 29. September auf der Energieeffizienzmesse in Frankfurt am Main zu treffen. Besuchen Sie uns in dem monumentalen Kuppelbau der Frankfurter Wertpapierbörse und IHK am Börsenplatz 4 in der 2. Etage.

Wir belohnen Sie mit Informationen aus den Bereichen Energieeffizienz, Auslegung von Energieerzeugungsanlagen, Energierecht, Energiemanagement, Energieaudits, deutsche Förderlandschaft und … last but not least: wenn Sie wollen mit einem Weißwurst-Frühstück.

Unsere persönliche Messeempfehlung:
28. September 2016, 14:50 bis 15:20 Uhr, Raum Amsterdam, 3. OG

Schauen Sie am Mittwoch beim Industrieeffizienz Kongress vorbei. Erleben Sie unseren Thomas Schedl und profitieren Sie von seinen Best-Practice-Beispielen aus den Branchen Spritzguss, Galvanik und Metallverarbeitung.

Holen Sie sich mit dem Gutscheincode SEM28092016LAN jetzt direkt Ihr kostenloses Ticket.


Unsere Lösungen fokussieren auf Industrie, Gewerbe und Kommunen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 
 

Jahresendspurt in der SEMPACT-Akademie

Lehrgang Energiebeauftragter für die Industrie

  •     für Techniker, Energieteams
  •     und diejenigen, die erste Werkzeuge für ein erfolgreiches Energiemanagement erhalten wollen

Der Fokus liegt in diesem 5-tägigen Lehrgang darauf, dass Sie verstehen, was es heißt, das Thema „Energie“ in Ihrem Unternehmen zu bündeln, organisieren und zu managen. Die DIN EN ISO 50001 dient dabei als Leitfaden. Neben Vorschlägen zu organisationalen Anpassungen von z. B. Abläufen oder Verhaltensmustern erhalten Sie vor allem praxisorientierte technische Beispiele und Tipps zur messbaren Verbesserung der Energieeffizienz, des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs Ihres Unternehmens. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie bereits ein Energiemanagementsystem eingeführt haben oder sich mit der Thematik erst vertraut machen.

Termin: 07.11.2016 – 11.11.2016 | EBI 2016004 in Landsberg am Lech

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Lehrgang Energieeffizienzauditor
Sie haben beschlossen, das Energiemanagement in Ihrem Unternehmen auf neue Beine zu stellen? Prima. Dann ist es an der Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen.
Interne Audits sind ein gutes Werkzeug, um das Energiemanagementsystem eines Unternehmens zu spiegeln.

Punkten mit den richtigen Fragen

  • Wie bereite ich mich auf das Audit vor?
  • Was will ich wissen und wen befrage ich?
  • Was sind überhaupt wichtige Fragen?
  • Mit welchen Fragen motiviere ich?
  • Welche Fragen sind kommunikationshemmend?

In unserem Lehrgang zum Energieeffizienz-Auditor bekommen Sie die Antworten. Außerdem statten wir Sie mit dem richtigen Handwerkszeug aus, damit Sie loslegen können. Sie erfahren, wie Sie mit der Anleitung der DIN EN ISO 19011 mehr als nur formale Auditvorschriften pauken können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie lösungsorientiert und mit guten Fragetechniken die Stärken und Schwächen eines Energiemanagementsystems erheben.

Termin: 22.11.2016 – 25.11.2016 | EAD 2016005 in Landsberg am Lech

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Lehrgang Energiemanager für die Industrie

  • für alle diejenigen, die ihr Wissen über die DIN EN ISO 50001 mit praktischen Erfahrungen ergänzen möchten
  • für Managementbeauftragte, Techniker, Führungskräfte technischer Bereiche
  • für alle diejenigen, die alltagstaugliche Handlungsideen beim Managen des Themas Energie suchen

Der 5-tägige Aufbaukurs zum Energiemanager für die Industrie bietet Ihnen anwendungsorientierte Beispiele und Vorschläge, um die Energieeffizienz in Ihrem Unternehmen zu steigern. Wir machen Sie zum erfolgreichen Vorreiter in allen Fragen rund ums Management von Energieressourcen.
In diesem Lehrgang werden theoretische Grundlagen und Best-Practice-Informationen mit einer Vielzahl praktischer Beispiele und Übungen garniert. Seine Inhalte sind fundiert und umfassend und werden ausschließlich von Profis ihres Fachs vermittelt.
Die Ausbildung endet mit einem Tag, an dem Sie das neu gewonnene Wissen anhand von Fallbeispielen vertiefen.
Das Besondere:
Das Seminar „Energiekostenorientiertes Nutzerverhalten“ beinhaltet ein mindestens 20-seitiges persönliches Präferenzprofil nach Insights Discovery®, das Ihnen einen Einblick in Ihre persönliche Effektivität gibt und ein Verständnis dafür, wie Sie diese erfolgsbringend und intelligent in der gemeinsamen Aufgabenbewältigung nutzen können.

Termin: 12.12.2016 – 16.12.2016 | EMI 2016002 in Landsberg am Lech
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Zwischenspiel – Linsen

Eine offenbar triviale Angelegenheit hatte mich vollkommen blockiert:
Zum dritten Mal in einem Jahr hatte ein Arbeitskollege eine größere Gehaltserhöhung bekommen als ich. Ich glaubte, ich könne mich bei der Arbeit ziemlich genau einschätzen, und wusste, dass ich sie gut machte. Mehr noch, ich war sicher, dass ich wesentlich fähiger und produktiver war als meine Kollegen.

 

„Eduardo ist ein Schleimer.“

„Ein was?“

„Ein Schleimscheißer.“

„Seltsam, wenn man ein Verhalten nur mit einem Schimpfwort benennen kann.“

„Er rennt immer hinter dem Chef her und führt vor, was er alles getan, gemacht und erreicht hat, und was er nicht hat lösen können, das lässt er unter den Tisch fallen. Der Chef ist ja nicht doof, der merkt das doch, sicher merkt er das. Aber wenn Eduardo sich gerade nicht seiner Wohltaten rühmt, schmeichelt er sich bei ihm ein.“

„Und der Chef scheint dafür empfänglich zu sein.“

„Natürlich, aber klar, wenn es um die Auszeichnungen geht, bekommt der Schleimer seine Prämie.“

„Hast du schon mal mit deinem Chef darüber gesprochen?“

„Ja, er sagt, ich würde ihn immer in Frage stellen, ich hätte einen schlechten Charakter, und das würde bei meiner Bewertung negativ zu Buche schlagen.“

„So, wie du es darstellst, hättest du also, wenn du genauso windschnittig wärst wie Eduardo, auch eine bessere Bewertung, schnellere Beförderungen und mehr Gehalt.“

„Wahrscheinlich.“

„Dann ist ja alles klar. Du kennst das Ziel, weißt, was der Weg ist und hast die Fähigkeit, es umzusetzen. Was willst du mehr? Der Rest liegt an dir.“

„Ich weigere mich.“

„Wem verweigerst du dich?“

„Ich weigere mich, für ein bisschen Geld zu allem ja und amen sagen zu müssen.“

„Gut so, Demian. Aber glaub nicht, dass sich das Problem allein auf die Arbeitswelt beschränkt.“

„Ich wüsste zwar nicht, wo mir das sonst passieren sollte. Aber bei dir habe ich gelernt, dass nichts jemals nur an einem Ort anzutreffen ist, deshalb bin ich nicht sicher, ob es sich nur auf die Arbeit beschränkt. Ich weiß es nicht.“

„Hattest du nicht dasselbe Gefühl, als Ricardo nicht dich, sondern Juan Carlos gefragt hat, ob er mit ihm das Referat an der Uni hält?“

„Doch.“

„Und als du mir vor ein paar Monaten erzählt hast, dass sich deine Freundin Laura von dir losgesagt hat, weil sie lieber mit Leuten zusammen ist, die ihr nicht ständig Sachen sagen, die sie nicht hören will. War das nicht das gleiche?“

„Doch! Das ist das gleiche. Offenbar muss man sich dazu zwingen, jemand zu sein, der man nicht ist, wenn man nicht allein bleiben will.“

„In der ersten Person, bitte.“

„Wenn ich nicht allein bleiben will, muss ich schleimen, muss ich klein beigeben, muss ich zahm und mild sein, um zu sagen, dass …“

„Sicher ist das auch ein Weg. Der andere ist der des Diogenes.“

„Und welches ist der Weg des Diogenes?“

 

Der Weg des Diogenes

 

Eines Tages saß Diogenes auf der Schwelle irgendeines Hauses und aß einen Teller Linsen. In ganz Athen gab es billigeres Essen als dieses Linsengericht.

Anders gesagt, einen Teller Linsen zu essen bedeutete, dass man sich in einer äußerst prekären Situation befand.

Ein Minister des Kaisers sagte zu ihm: „Wie bedauerlich für dich, Diogenes“ Wenn du lernen würdest, etwas unterwürfiger zu sein und dem Kaiser ein bisschen mehr zu schmeicheln, müsstest du nicht so viele Linsen essen.“

Diogenes hörte auf zu essen, hob den Blick, sah den wohlhabenden Gesprächspartner fest an und antwortete: „Bedauerlich für dich, Bruder. Wenn du lernen würdest, ein paar Linsen zu essen, müsstest du nicht so unterwürfig sein und dem Kaiser ständig schmeicheln.“

 

„Das ist der Weg des Diogenes. Das ist der Weg des Selbstrespekts, der Verteidigung der eigenen Würde, über die eigenen Bedürfnisse der Selbstbestätigung hinaus.

Wir alle brauchen die Bestätigung von anderen. Aber wenn das nur um den Preis der Selbstaufgabe geht, ist das nicht nur ein zu hoher Preis, sondern es wird auch zu einer paradoxen Unternehmung. Wir beginnen, dem Menschen zu ähneln, der im ganzen Dorf nach seinem Maultier sucht, während er doch draufsitzt.“

 

(Jorge Bucay)

 
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