Sempact AG
Newsletter vom 20.04.2016
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Liebe Leserinnen und Leser,


haben Sie diese Fragen auch schon einmal gestellt: „Können wir schnell noch ein Energiemanagement machen?“, „Warum brauchen wir eine Bestandsanalyse?“, „Ist das Kick-off denn notwendig?“

Meine Gegenfrage lautet: Wieviel Erfolg oder Misserfolg wollen Sie?

Das Managen eines jeden Bereiches, vom Personal über Innovation bis hin zur Energie, braucht eine ausreichende Planungsphase. Denn je weniger ein Projekt vorbereitet ist, desto mehr Ehrenrunden dreht man gezwungenermaßen bei der Umsetzung. Man wird durch diese vermeintliche Zeiteinsparung am Anfang im Endeffekt langsamer statt schneller und vergeudet dabei neben Zeit auch unnötig Geld. Von der Demotivation der Mitarbeiter ganz zu schweigen.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es sehr helfen kann, das große Ziel in kleinere Teilziele aufzuteilen. Das bedeutet im übertragenen Sinn, die Schritte lieber kleiner dafür aber konstant zu machen. Wenn die jeweilige Etappe erreicht ist, sollte das Ergebnis reflektiert werden. Das motiviert und ist nachhaltig. Gleichzeitig werden die Schritte messbar und genau so groß, wie sie das Team, das Projekt oder Ihr Unternehmen verträgt.

Für Energiemanagement bedeutet das in der Planungsphase, alle strategisch relevanten Bereiche wie Energieeinkauf, Controlling oder Instandhaltung, miteinzubeziehen und zu prüfen. Denn wenn Sie Ihre "Energie managen", können und werden Sie Ihrem Unternehmen bis auf die Knochen gucken und dadurch automatisch Veränderungsprozesse hervorrufen. Egal ob das Ihr ursprüngliches Ziel war oder nicht.

Der Grund ist, dass sich mit der strategischen Verankerung von Energie- und Ressourceneffizienz Verantwortlichkeiten und Befugnisse verändern werden. Das sollte geplant, die relevanten Personen integriert und die Ressourcen bereitgestellt sein. Denn Sie wollen doch keine Hamburger Philharmonie oder einen Berliner Flughafen in Ihrem eigenen Betrieb, oder?

Denken Sie daran: Planung sensibilisiert, Planung informiert, Planung gibt Sicherheit.

Ihr Thomas Schedl

Themen in dieser Ausgabe

 
 

Fünf Jahre ISO 50001

Welche Erfahrungen im und mit Energiemanagement haben SIE bisher gemacht? Waren Ihre gut, waren sie schlecht, waren sie schnell, waren sie langsam, machten sie Spaß, hatten sie hohe Aufmerksamkeit? Als Energiemanager haben Sie diese Erfahrungen in das Energieprogramm des Unternehmens aufgenommen, als Energieteammitglied haben Sie sie vorbereitet, als Mitarbeiter haben Sie sie erlebt, als Projektleiter haben Sie sie geführt, als Auftraggeber haben Sie sie bezahlt. Wir sind doch also wirklich geübt darin, Energieeffizienz zu organisieren, umzusetzen und zu überwachen!

Trotzdem sind Sie unzufrieden, verärgert, entrüstet und kollern, weil Sie sich mit dem Thema Energie allein gelassen fühlen, weil Sie von Ihren Auftraggebern – den Führungsarbeitern – nicht die Unterstützung bekommen, die Sie brauchen, weil das Energieteam Tagesgeschäft vor Energiemanagement priorisiert, weil Ihre E-Mails entweder gar nicht oder qualitativ unzureichend beantwortet werden, weil der Rest der Belegschaft an dem Thema Energie nicht interessiert zu sein scheint, weil es überall an Know-how fehlt – und das, obwohl die Leitlinien des Unternehmens von Ressourcenschonung und einem WIR sprechen.

Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. » Mehr

 
 

Lastmanagement ist wieder sexy

Wussten Sie, dass die Leistungspreise für Strom jedes Jahr, abhängig vom Versorgungsgebiet, um bis zu 30 % steigen? Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie mit 500 kW Leistungsspitze in 2015 bei einem Leistungspreis von 60 €/kW/a 30.000 €/a an Entgelten für die Bereitstellung der Leistung beim Netzbetreiber bezahlen mussten. In 2016 landen Sie mit einem Preis von 80 €/kW/a dagegen schon bei Kosten von 40.000 €/a. Und diese Tendenz bleibt steigend. Solange bis der Netzausbau abgeschlossen sein wird. Denn das Netz und die erwartete Netzstabilität benötigen sehr viel höhere Aufwendungen, als in der Vergangenheit, was sich in den steigenden Netzentgelten widerspiegelt. » Mehr

 
 

Das Programm wird bunter – neu in der SEMPACT-Akademie

NEU: Energieeffizienz in der Instandhaltung/Versorgungstechnik

Das Spezialseminar mit allen Energieeffizienz-Themen für die Instandhaltung. Wenn Sie sich in Bezug auf die energierelevanten Verfahren und Prozesse auf den neuesten Stand bringen lassen wollen oder Ihr Grundlagenwissen in dem Bereich auffrischen möchten, sind Sie in diesem praxisnahen Seminar bestens aufgehoben.

Termin: 06.06.2016 – 08.06.2016 | EIV 20160001 in Landsberg am Lech

 

 

NEU: Ausblick auf die Sommerakademie 2016
Top-Thema: Abwärmenutzung

Jedes Jahr laden wir Sie herzlich ein, mit uns in entspannter Runde einen Energieeffizienz-Bereich im Detail zu betrachten und wertvolle Erfahrungen auszutauschen.
Top-Thema in diesem Jahr: Abwärmenutzung – Wohin mit der Wärme?
Zusammen mit unseren Fachreferenten klären wir alle technischen und kaufmännischen Fragen konkret am Praxisbeispiel. Wir freuen uns auf einen interessanten Tag und regen Austausch mit Ihnen inklusive Werksbegehung bei einem unserer Industriekunden.

 

Vorläufiges Programm

  • 9.00 – 10. 00 Uhr Voraussetzungen für die Nutzung von Abwärme
  • 10.00 – 12.00 Uhr Technische Lösungen: Direkte Nutzung im bestehenden Prozess, Abwärmenutzung in Form von Strom oder Kälte
  • 13.00 – 14.30 Uhr Fachvortrag Organic Rankine Cycle (ORC)
  • 14.30 – 16:00 Uhr Fachvortrag Absorptionskältemaschinen
  • Ab 16.00 Uhr Werksbegehung und Praxisübung

Voraussichtlicher Termin: 04.07.2016

 

Weitere Infos zum Lehrgang finden hier im SEMPACT-Akademieprogramm 2016 zum Download.

Der schnelle Jahresüberblick mit allen Lehrgangsterminen: Der SEMPACT-Akademiekalender 2016 zum Download.

 
 

DSPV – Neue Verordnung, neue Rechnung

DSPV ist die Abkürzung für: „Verordnung zur Berechnung der durchschnittlichen Strompreise für die Besondere Ausgleichsregelung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz“.
Mit Inkrafttreten der DSPV im Februar dieses Jahres läuft die bisherige Übergangsregelung aus, nach der die „tatsächlichen Stromkosten“ eines Unternehmens zur Berechnung der Stromkostenintensität (SKI) herangezogen werden konnten. Ab sofort müssen die „maßgeblichen Stromkosten“ zur Berechnung der SKI verwendet werden. » Mehr

 
 

Treffpunkt maintenance Stuttgart 2016

Sie sind selbst in der Instandhaltung, wollen sich über energieeffiziente Techniklösungen informieren oder möchten sich mit unseren Coaches gezielt zu einem anstehenden Projekt austauschen? Dann freuen wir uns darauf Sie am 27. und 28. April 2016 auf der maitenance Stuttgart zu treffen. Besuchen Sie uns am Stand A.16 und informieren Sie sich über die aktuellsten Effizienzthemen.

 

maintenance Stuttgart
27.-28. April 2016

ICS Kongress, Halle C2
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr

 

Seien Sie unser Gast – einfach hier online registrieren und kostenfreien Eintritt erhalten.

 

Die maintenance bietet Ihnen neben Energieeffizienz zahlreiche weitere Themen und Produkte rund um die Instandhaltung und Wartung: von mechanischer und elektrischer Antriebstechnik, Werkzeugen und Werkzeugbau über Hydraulik und Pneumatik, Mechatroniklösungen/Automation bis hin zu Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Begleitend erwartet Sie ein umfangreiches Vortragsprogramme zum Leitthema "Keine Zukunft ohne Instandhaltung".

 

Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 
 

Zwischenspiel – Als die Macht und die Liebe sich trennten

Zu Beginn der Zeiten war es so:
Die Macht und die Liebe wurden als Zwillinge geboren. Ihre Mutter war die Weisheit, ihr Vater war der Mut. Die Geschwister wuchsen glücklich miteinander auf und ihre Eltern hatten Freude an ihnen. Sie waren unzer¬trennlich. Wo sie hinkamen, schenkten sie Leben in Fülle. Sie überraschten die Menschen in ihren Häusern oder auf ihren Straßen und hinterließen glückliche Gesichter. Wo es Streit und Krieg gab, konnten sie schlichten. Sie stifteten Frieden zwischen Parteien und Völkern, sie verteilten die Güter dieser Welt gerecht. Sie machten die Armen reich und die Reichen glücklich. Die Macht und die Liebe waren ein Herz und eine Seele und fanden sie in den Häusern der Menschen Platz, so änderte sich alles zum Guten.

Eines Tages begegneten sie dem Neid. Er hatte sich fein herausgeputzt und sah recht stattlich aus. Sein Gewand glitzerte in der Sonne und sein Geschmeide funkelte.
„Ich sehe dich stets im Schatten der Liebe gehen“, sagte der Neid zur Macht. „So kannst du nie etwas werden. Geh mit mir! Da wirst du größer und stärker. Du sollst sehen, die Menschen werden dir die Hände und Füße küssen, sie werden dir schmeicheln und dir Opfer darbringen, sie werden dir ihre Seele verkaufen, nur um dich zu besitzen.“

Die Macht war wie geblendet. Sie dachte eine Weile nach. Dann sagte sie zur Liebe: „Der Neid hat recht. Lass uns für eine Zeit auseinander gehen. Wenn wir uns trennen, kann sich jede von uns selbstständig entwickeln. Keine ist mehr von der anderen abhängig, keine braucht mehr auf die andere Rücksicht zu nehmen. Ich werde derweil beim Neid in die Lehre gehen. Vielleicht treffen wir uns später einmal wieder.“ Ehe die Liebe antworten konnte, waren die Macht und der Neid hinter der nächsten Ecke verschwunden. Die Liebe sah noch, wie der Neid der Macht den Vortritt ließ. Ohnmächtig stand die Liebe am Wegrand und weinte. Sie erlebte sich schwach und kraftlos ohne die Macht. Sie spürte, wie sie allein nicht leben konnte. Wie ein Schatten legte sich die Angst auf sie, die Angst, sich zu verirren, zu verletzen und nicht verstanden zu werden.

Die Macht jedoch merkte, wie sie größer und größer wurde. Und mit ihrer Größe wuchs auch ihre Kälte. Es gefiel ihr, wenn sich Menschen vor ihr verkrochen oder ihr alles opferten, um sich mit ihr zu verbünden. Sie genoss es, umjubelt zu werden. Die Macht hatte die Liebe bald vergessen. Sie umgab sich mit Waffen und Soldaten. Sie raubte den Armen den Frieden und vertrieb sie aus ihrer Heimat. Nur, wer ihr die Seele verkaufte, durfte sich in ihrer Nähe aufhalten und sicher fühlen. Hinter ihr aber folgte stets der Neid.

In der Welt wurde nun alles anders. Die Kriege nahmen an Heftigkeit zu. Die Liebe war zu ohnmächtig, um sie zu verhindern. Viele erkannten sie auch nicht wieder und verwechselten sie mit dem Egoismus oder mit der Schwäche. Sie hatte nicht mehr die Kraft, das Böse in seine Schranken zu weisen. Habgier und Gleichgültigkeit wuchsen. Es wurde dunkler und kälter in der Welt. Menschen und Tiere begannen zu frieren. Sie wurden krank und starben einsam dahin. Da beschloss die Liebe, die Macht zu suchen, und sie machte sich auf, auch wenn der Weg weit war.

Eines Tages begegneten sie sich auf einer Kreuzung. Die Macht kam groß und gewaltig daher. Vor ihr und hinter ihr waren Wächter, die sie beschützen mussten. Die Macht sah dunkel aus. Sie war eingehüllt in einen dicken, schwarzen Mantel. Ihr Gesicht war kaum noch zu sehen. Der Mantel war über und über mit Orden behaftet. Rechts und links trug man ihre Titel, damit die Menschen vor ihr auf die Knie gingen.

Die Liebe nahm ihren ganzen Mut und ihre Weisheit zusammen, die sie von ihren Eltern geerbt hatte und stellte sich der Macht in den Weg. „Du siehst unglücklich aus“, sagte die Liebe und blickte der Macht gerade ins Gesicht. „Deine Augen sind finster. Früher hast du gestrahlt und warst schön.“

„Geh mir aus dem Weg“, sagte die Macht. „Ich kenne dich nicht.“

"Erinnerst du dich nicht", sagte die Liebe, "wie wir miteinander durch die Welt zogen? Du trugst ein leichtes Kleid, du konntest tanzen und springen, du liefst mit mir zu den Menschen, und sie alle nahmen uns mit offenen Armen auf. Wir konnten Frieden stiften, und alle hatten alles gemeinsam. Du warst mit mir mächtig ohne Waffen. Du brauchtest dich nicht zu schützen und hinter dir zog nicht der Neid. Lass uns wieder miteinander gehen. Schick sie alle weg die dich jetzt umgeben und fernhalten von den Menschen und von mir. Ohne dich glauben mir die Menschen nicht. Die Menschen lachen mich aus, sie verletzen und missbrauchen mich."

Während die Liebe diese und andere Worte sprach, wurde die Macht immer wärmer. Und weil auch die Macht ein Kind der Weisheit und des Mutes war, taute sie langsam auf und wurde kleiner und kleiner, bis sie wieder so groß war wie die Liebe. Da glitt der Mantel von ihrer Schulter und die Orden zersprangen am Boden. Die Wächter fielen wie tot um, und die Titel flogen im Wind davon.
Ehe sich die Liebe und die Macht versahen, standen sie sich allein gegenüber. Da lachten sie einander zu und fielen sich in die Arme. Der Neid, der die Macht begleitet hatte, war gewichen, und von der Liebe war der Schatten der Angst geflohen.

Seither gehen sie wieder miteinander, die Liebe und die Macht, und sie sind stark geworden, die beiden. Und wenn du sie triffst, dann halte sie fest und warte, bis ich komme, damit ich mit euch ziehen kann.

Wilhelm Bruners

 
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